Leserkonferenz Natur und Wissenschaft

Leserkonferenz Natur und Wissenschaft

  • 10/11/2013 12:02:33 PM   Joachim Müller-Jung
    Hallo, liebe Leser, herzlich Willkommen in unserer allerersten Leserkonferenz!!!!
  • 10/11/2013 12:03:28 PM   Joachim Müller-Jung
    ...und wir haben auch schon Gäste, die seien besonders herzlich Willkommen!
  • 10/11/2013 12:03:36 PM   Max
    Bin ich hier richtig?
  • 10/11/2013 12:04:09 PM   Joachim Müller-Jung
    Jaa, Lieber Max (Herr Max? / Frau Max?), hier sind Sie richtig!
  • 10/11/2013 12:04:26 PM   Joachim Müller-Jung
    Die erste Frage geht aber an einen Asienliebhaber!
  • 10/11/2013 12:04:28 PM   Christian Thomas Kohl
    Die FAZ schreibt wenig über Asien, besonders über die Denkweisen. Hier ein Beispiel für meine eigene Veröffentlichung in Asien ctkohl.googlepages.com
  • 10/11/2013 12:05:49 PM   Joachim Müller-Jung
    Also ganz ehrlich, Asien ist natürlich nicht um die Ecke, aber asiatische Forschung wird natürlich regelmäßig bei uns abgebildet
  • 10/11/2013 12:06:33 PM   Joachim Müller-Jung
    An welches Asien haben Sie denn gedacht? Oder besser: An welche Art von Forschung, Herr Kohl?
  • 10/11/2013 12:06:38 PM   Tobias Stüdemann, Freie...
    Guten Tag nach Deutschland. Vielen Dank für dieses Format - ich bin gespannt.
  • 10/11/2013 12:07:14 PM   Joachim Müller-Jung
    Herzlich Willkommen Herr Stüdemann! Von wo schreiben Sie uns?
  • 10/11/2013 12:07:24 PM   Max
    Ich danke Ihnen für den Artikel der Homöopathen ohne Grenzen.
  • 10/11/2013 12:08:50 PM   Joachim Müller-Jung
    Zu der asiatischen Forschung sei noch erwähnt, dass sich speziell in den Naturwissenschaften erfreuliches tut, wenn wir nach China blicken. Dort wird immer stärker - auch in englischer Sprache und damit sogar für uns verständlich
    - publiziert
  • 10/11/2013 12:08:56 PM   Tobias Stüdemann, Freie...
    Ich grüße Sie aus Moskau. Dazu auch gleich meine Frage: Haben Sie oder werden Sie noch zu den dramatischen Veränderungen, die sich aus der Reform der Russischen Akademie(n) der Wissenschaften ergeben, berichten?
  • 10/11/2013 12:09:27 PM   Joachim Müller-Jung
    Wow, das ist ein wirklich
    nteressanter Vorschlag Herr Stüdemann!
  • 10/11/2013 12:09:53 PM   Joachim Müller-Jung
    haben Sie Informati
    onen darüber, die wir verwerten könnten?
  • 10/11/2013 12:10:03 PM   Die FAZ schreibt wenig über...
    In der neueren Forschung kenne ich nur die Berücksichtigung der Klimaforschung aus Asien. Das ist aber auch schon fast alles. So als ob es in Indien und China keine Universitäten gäbe.
  • 10/11/2013 12:12:42 PM   Joachim Müller-Jung
    An unseren am Klima interessierten Leser: Chinesische Universitäten werden in zahlreichen Fachdisziplinen aufgerüstet, das ist nur nur architektonisch an den neuen Prachtbauten etwa in Peking zu erkennen, sondern tatsächlich in den Publikati
    onslisten. Ich denke da auch an das Klima, ja, aber etwa auch an die biomedizinische Forschung.
  • 10/11/2013 12:14:48 PM   Joachim Müller-Jung
    Unsere Möglichkeiten der Recherchen sind da im fernen Osten natürlich eingeschränkt, weil wir auch nur einen Ausschnitt der wissenschaftlichen Literatur zu Gesicht bekommen. Wenn Sie einen konkreten Vorschlag haben, nehmen wir gerne an
  • 10/11/2013 12:16:18 PM   Joachim Müller-Jung
    Will nochmal auf die Homöpathen zurückkommen. Wir haben selten medizinische Beiträge, die ad hoc so viele Reaktionen provozieren
  • 10/11/2013 12:18:25 PM   Joachim Müller-Jung
    Ich gebe aber gerne zu, dass im Hinblick auf Homöopathie zwei Herzen in unserer Brust schlagen, denn uns liegt natürlich die wissenschaftliche Methode, also auch der wissenschaftliche Wirksamkeitsnachweis durch Evidenz, sehr am Herzen
  • 10/11/2013 12:18:29 PM   Tobias Stüdemann, Freie...
    Bisher bekannt ist, dass die Akademien zusammengelegt werden sollen, Vermögen, Personalentscheidungen und Forschungsthemen auf eine neue Organisation übertragen werden sollen. Gleichzeitig ändert sich auch einiges im Bereich Forschungsförderung. Im Ergebnis führt dies meinem Eindruck nach zu einer Entmachtung der Akademie, de facto zu Ihrer Zerschlagung führt. Vielleicht wollen Sie das ja bei Gelegenheit einmal aufgreifen?
  • 10/11/2013 12:19:14 PM   Joachim Müller-Jung
    Herr Stüdemann, das wäre ind er Tat eine Revolution
  • 10/11/2013 12:21:14 PM   Joachim Müller-Jung
    Das siehgt mir nach einem großen Thema aus. Ich habe nur vor ein paar Monaten gehört von Wissenschaftlern mit russischen Kontakten, dass man die stark veralteten Akademien verjüngen will
  • 10/11/2013 12:22:00 PM   Joachim Müller-Jung
    aber dieser große
    strukturelle Wandel muss ja auch politisch gewollt sein, dafür müssen wir unsere Korrespondenten aktivieren!
  • 10/11/2013 12:22:12 PM   mccauley
    Wir haben selten medizinische Beiträge, die ad hoc so viele Reaktionen provozieren
  • 10/11/2013 12:23:02 PM   Joachim Müller-Jung
    Da hat mich McCauley erfolgreich kopiert. Gratuliere! - Oder war das als Selbstkritik angelegt?
  • 10/11/2013 12:24:31 PM   Joachim Müller-Jung
    Kurze Zwischenbemerkung. Wir haben drei Themen, die gerade diskutiert werden, will das nicht abwürgen, sondern vorschlagen: vielleicht sollten wir das strukturieren und jeweils das Stichwort voran stellen. Also als nächstes Homöopathie...
  • 10/11/2013 12:24:35 PM   Fr. Moritz
    Im Hinblick auf die Homöopathie: Ich kann das gut nachvollziehen. Wäre es daher nicht umso wichtiger, dass die FAZ Ihren Lesern hilft, Homöopathie "korrekt" einzuordnen?
  • 10/11/2013 12:25:33 PM   Joachim Müller-Jung
    Ja absolut! Früher war es eher üblich, Homopathie zu ignorieren und als unwissenshcaftlich abzutun
  • 10/11/2013 12:26:26 PM   Joachim Müller-Jung
    Wenn wir aber etwa an die integrative Onkologie denken, so vollzieht sich hier ein ernsthafter Wandel. Und das, a, sollten wir auch in der FAZ abbilden. Völlig einverstanden
  • 10/11/2013 12:26:42 PM   mccauley
    Keine Kritik sondern "Lehrgeld" beim Handling" ;-)
  • 10/11/2013 12:27:39 PM   Joachim Müller-Jung
    Jawohl, selbstverständlich nehmen wir auch gerne Ratschläge "im Handling" an - nur wie lautet der Rat?
  • 10/11/2013 12:27:47 PM   Die FAZ schreibt wenig über...
    Hier nun ein Beispiel aus China. Geschichte Chinas. Wärend der 60er, 70er, 80er Jahre, also eine Generation lang hat sich die universitäre Forschung in China nicht mit der Geschichte Chinas beschäftigt. Es war die Zeit der Kulturrevolution. Seit 20 Jahren ist das vorbei. In den chinesischen Universitäten gibt es viele Institute, die sich mit der Geschichte Chinas beschäftigen, mit der Geschichte des Konfuzianismus, Daoismus und Buddhismus in China. Solch eine Entwicklung wird in der FAZ gar nicht zur Kenntnis genommen. Oder glauben Sie daran, dass Sie von China etwas lernen könnten?
  • 10/11/2013 12:30:00 PM   Joachim Müller-Jung
    China: Ich kann hier nur für den Umgang mit der in China stark vorangetriebenen naturwissenschaftlichen Forschung sprechen, und auf diesem gebiet sind Chinesen vielfach auf der Überholspur
  • 10/11/2013 12:32:28 PM   Joachim Müller-Jung
    ich denke da an die Genomforschung. Diese länderspezifische Betrachtung ist allerdings selten unsere Herangehensweise. Wir recherchieren - auch chinesische Themen - von den wissenschaftlichen Ergebnissen her. Stimmt aber, vielleicht wäre ein Panoramablick auf die chinesische Wissenschaftslandschaft insgesamt ja reizvoll, warum nicht? Das könnte man ja ressortübergreifend ind er Wissenschaftsbeilage aufgreifen! Werde den Kollegen Kaube kontaktieren..
  • 10/11/2013 12:32:53 PM   Joachim Müller-Jung
    zuerst
    nochmal Moskau:
  • 10/11/2013 12:32:56 PM   Tobias Stüdemann, Freie...
    An der Reform der Akademie der Wissenschaften hat man sich bisher die Zähne ausgebissen. Trotz gewisser Proteste in Russland wurde das Reformgesetz durchgepeitscht. Die spannende Frage ist nun, was kommt jetzt? Als vor Ort vertretene deutsche Hochschule versuchen wir das natürlich genau zu beobachten und ggf. für neue Projekte mit russ. Partnern zu nutzen.
  • 10/11/2013 12:34:11 PM   Joachim Müller-Jung
    Das riecht nach sehr authentischen Informationen, Herr Stüdemann, die Sie uns zur Verfügung stellen könnten. Nehmen Sie doch bitte Kontakt mit uns auf und versorgen uns mit Gesprächspartnern an Ort und Stelle.
  • 10/11/2013 12:34:33 PM   Joachim Müller-Jung
    Homöpathie...
  • 10/11/2013 12:34:35 PM   mccauley
    Die Frage nach der Einordnung der Homöopathie ist gar nicht mal so schlecht. Gibt/gabe es denn mal einen Versuch in der FAZ, dies auf eine Weise zu tun, die über Statistik hinausgeht? (mccaluey)
  • 10/11/2013 12:37:32 PM   Joachim Müller-Jung
    Ich finde, man kann das Thema Homöopathie nicht pauschal behandeln. Man sollte ganz genau hinsehen, um welche Leiden/Therapien es geht, wie die Erfahrungen dokumentiert sind. Man kann ja in der Kommentarspalte nach dem Homöpathieartikel erkennen, dass es interessante und sehr diskussionswürdige Einzelfälle gibt. Ich plädiere immer dafür, wenn möglich, nach begutachteten Publikati
    onen zu fragen. Anekdoten sind für eine wissenschaftsjournalistische Betrachtung eben nicht mehr als Anekdoten - Aufhänger
  • 10/11/2013 12:37:44 PM   Tobias Stüdemann, Freie...
    Mache ich sehr gerne. Im nächsten Kommentar meine Kontaktdaten. Vielen Dank für dieses Format und weitere spannende Diskussionen und Beiträge!
  • 10/11/2013 12:38:03 PM   Erwin S
    Guten Tag und direkt der erste Wunsch an die Wissenschaftssektion der faz:
    Das Thema Homöopathie wird in meinen Augen oft unstrukturiert argumentiert. Zu häufig werden Begriffe, wie "Schulmedizin" und "wissenschaftliche Studien" nackt dastehen gelassen.
    Ich wünschte mir einen Artikel a la "die gute wissenschaftliche Praxis" in der das Wechselspiel zwischen Experiment und Theorie erklärt wird. Was gute Studien sind und was doppelblind und randomisiert bedeuten. In meinem Bekanntenkreis (und jetzt extrapoliere ich einfach mal) sind das noch völlig unverständliche Begriffe. Die aber eigentlich einen völlig logischen Standard beschreiben, um Wunschvorstellung von Tatsachen unterscheiden zu können.
  • 10/11/2013 12:40:09 PM   Joachim Müller-Jung
    Das ist ein extrem wertvoller Vorschlag!! Wissenschaftstheoreie gibt es sicher auch dazu, aber ganz praktisch gesehen, sollte man in der Tat öfter erklären, was die "Schulmedizin" unter "evidenzbasierter Wissenschaft" versteht, welche Maßstäbe sie da anlegt!. Also aufgenommen: Öfter mal erklären!
  • 10/11/2013 12:40:24 PM   Fr. Moritz
    Schon, aber häufig scheinen die Fronten so verhärtet: die einen, die behaupten Globuli könnte man kiloweise schlucken und die, die es komplett als Humbug abtun. Auch unter den (Haus-)Ärzten, die Ihre Zeitung ja auch viel lesen.
  • 10/11/2013 12:44:03 PM   Joachim Müller-Jung
    Die Meinung teile ich. Die Fronten sind immer noch extrem verhärtet. Beide Seiten beanspruchen Interpretationshoheit für Diagnose und Therapie, und zwar in toto. Das ist kaum haltbar, auch auf lange Sicht und es gibt viele alternative Ansätze etwa in der Phytotherapie oder denken wir an die chinesische Medizin, die inzwischen sogar "schulmedizinisch" abgesegnet sind. Deshalb wird auch unser Ziel in der Recherche und Berichterstattung bleiben: Kritisch prüfen und nachhaken. Ignorieren jedenfalls wollen wir das Thema definitiv nicht!
  • 10/11/2013 12:46:59 PM   Joachim Müller-Jung
    Liebe Konferenzteilnehmer, die Zeit ist um das akademische Viertel überschritten, was nicht sonderlich weh tut, weil es spannende Themen und Anregungen gab. Ich dnake also allen Teilnehmern, und hoffe, dass wir uns auf diesem Kanal wieder sehen. Sie können auch gerne Anregungen und Material, die Sie selber sammeln, beim nächsten Mal mit einbringen. Hier kann erst einmal alles auf den Tisch. Und an Herrn Stüdemann den Dank für die Kontaktdaten. Das Akademiethema ist ein hochspannendes, das wir auch auf der politischen Schiene weiter verfolgen sollten.
  • 10/11/2013 12:47:54 PM   Joachim Müller-Jung
    Ihnen allen ein schönes Wochenende, bis zum nächsten Mal!
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