Krise in der Ukraine
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Krise in der Ukraine




Die Krise in der Ost-Ukraine schwelt weiter. Die wichtigsten Ereignisse der letzten Stunden im Überblick:

  • Aus mehreren ostukrainischen Städten gibt es Berichte von Panzern, die teilweise unter russischer Flagge fahren sollen. In Slawjansk sind offenbar bis zu sechs Panzer unter russischer Flagge in die Stadt eingefahren. Auch in Kramatorsk stehen offenbar Panzer.

  • Russlands Präsident Wladimir Putin warnte vor einer weiteren Eskalation der Situation. In einem Telefongespräch mit Bundeskanzlerin Merkel sagte er, die Ukraine befinde sich "am Rande eines Bürgerkriegs" 

  • Der Russland-Beauftragte der Bundesregierung, Gernot Erler (SPD), macht Russland für die Eskalation in der Ukraine verantwortlich
  • 4/14/2014 6:20:22 AM   Oliver Georgi
    Ukrainisches Ultimatum abgelaufen - keine Anzeichen auf Einlenken
    Das Ultimatum der ukrainischen Regierung in Kiew an die prorussischen Rebellen ist abgelaufen. In der Stadt Slawjansk gibt es keine Hinweise darauf, dass die Rebellen eingelenkt haben.

  • At meeting of EU Foreign Ministers today. Vital EU signals Russia's responsibility to stop undermining #Ukraine
  • 4/14/2014 6:27:57 AM   Oliver Georgi
    Schäuble: Russland heizt Konflikt an
    Russland heizt nach Ansicht von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) den Konflikt in der Ostukraine mutwillig an. "Es gibt ja doch viele Anzeichen dafür, dass Russland die Unruhen in der Ukraine schürt", sagte Schäuble am Montag im Deutschlandfunk vor einem Treffen der 28 EU-Außenminister in Luxemburg.

    Unter anderem gehörten russische Militärbewegungen und die Option, mit dem Gaspreis zu spielen, zum "Arsenal der Auseinandersetzungen".
    Schäuble betonte die unnachgiebige Haltung des Westens: "Russland muss wissen, der Westen ist nicht zu erpressen."
  • 4/14/2014 6:35:50 AM   Oliver Georgi
    Örtliche Medien: Verwaltungsgebäude nicht geräumt
    Ukrainische Medien berichten, es gebe weiter keine Hinweise darauf, dass die Aktivisten im Osten des Landes wie gefordert besetzte Verwaltungsgebäude geräumt und Waffen niedergelegt hätten. Übergangspräsident Alexander Turtschinow hatte mit einem "groß angelegten Anti-Terror-Einsatz" unter Beteiligung der Streitkräfte gedroht, um die Unruhen zu beenden. Er hatte aber offen gelassen, ob dies bereits der nächste Schritt sein und wann dies erfolgen könnte.
  • #Churkin 's words, my translation: there'll be civil war in #Ukraine unless West tells Kiev 2 stop opposing aggression en.itar-tass.com/russia/727643
  • 4/14/2014 6:42:37 AM   Oliver Georgi

    Der amerikanische Außenminister John Kerry will am Donnerstag nach Genf reisen, um über die Situation in der Ukraine zu beraten - wie die Lage dann wohl ist?
  • 4/14/2014 6:43:22 AM   Oliver Georgi
    Aktienkurse in Russland unter Druck
    Die Aktienkurse in Russland geben wegen der zunehmenden Spannungen nach. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Leitindex RTS 2,2 Prozent, der MICEX sinkt um 1,1 Prozent.

    Der Rubel gibt zum Dollar ein Prozent nach. Die amerikanische Währung kostet jetzt nur noch 36 Rubel.
  • 4/14/2014 7:06:55 AM   Oliver Georgi
    Separatisten bleiben unnachgiebig: "Keiner von uns gibt auf"
    Jetzt melden sich die prorussischen Aktivisten selber zu Wort: "Wir bleiben auf unseren Posten", sagte der Sprecher der Aktivisten in der Stadt Lugansk, Alexej Tschmulenko. Die Gruppe verfüge über ausreichend Munition, Wasser und Nahrungsmittel. "Keiner von uns gibt auf", sagte er der Agentur Interfax. Die Separatisten hatten in mehreren Städten der russisch geprägten Region Barrikaden errichtet.
  • 4/14/2014 7:35:04 AM   Oliver Georgi
    Asselborn: EU-Finanzhilfe für Ukraine vor Ende Mai möglich
    Die EU könnte nach Aussage von Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn noch vor Ende Mai Hilfszahlungen an die Ukraine überweisen. „Da gibt es dieses Paket von 1,6 Milliarden, was wir heute mit großer Wahrscheinlichkeit beschließen, wo sogar eine erste Tranche schon vor den Wahlen am 25. Mai ausgezahlt werden kann“, sagte Asselborn vor einem Treffen der 28 EU-Außenminister im ZDF. In der Ukraine soll am 25. Mai ein neuer Präsident gewählt werden.

  • 4/14/2014 8:12:27 AM   Lorenz Hemicker
    Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wirft Russland in einem Namensartikel vor, mit der Besetzung der Krim und seinem massiven Truppenaufgebot an der Grenze zur Ukraine die Krise zu verschärfen. Deeskalation müsse auf dem Boden beginnen.
  • 4/14/2014 8:33:04 AM   Lorenz Hemicker
    Hagel warnt China, Russland nachzuahmen
    Die Krise in der Ukraine wird zunehmend als Vergleichsmaßstab für andere, internationale Konflikte bemüht. Das jüngste Beispiel lieferte am Sonntag der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel bei einem Treffen mit seinem japanischen Amtskollegen in Tokio. Kein Land dürfe mit "Gewalt, Zwang und Einschüchterung" die Grenzen eines anderen Landes neu definieren, "egal ob es sich um kleine Inseln im Pazifik oder um große Länder in Europa handelt", sagte Hagel mit Blick auf eine unbewohnte Inselgruppe im Südchinesischen Meer. Die in Japan Senkaku und in China Diaoyu genannten Inseln werden von Tokio kontrolliert. Interessant sind sie für beide Staaten aufgrund ihrer ertragreichen Fischgründe und vermuteter Öl- und Gasvorkommen in der Umgebung.
  • 4/14/2014 8:39:26 AM   Lorenz Hemicker

    Slawjansk: Prorussische Milizen bewachen den Eingang des Bürgermeisteramts (Reuters)

  • 4/14/2014 8:43:38 AM   Lorenz Hemicker
    Agenturmeldung: Ukrainischer Präsident offen für Referendum in der Ostukraine
    Der ukrainische Übergangs-Präsident Alexander Turtschinow hat sich offen für die Abhaltung eines Referendums im Osten des Landes gezeigt, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die von den Separatisten geforderte Abstimmung könnte am selben Tag wie die 
    Präsidentenwahl am 25. Mai abgehalten werden, sagte er laut Reuters-Angaben am Montag. Einen Bestätigung steht bislang aus.
  • 4/14/2014 8:54:49 AM   Lorenz Hemicker

    China bleibt mit Blick auf die Ukraine vage: Beim Treffen von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier mit seinem chinesischen Amtskollegen in Peking hat es Wang Yi am Montag, vermieden, eindeutig Position zu beziehen. Er äußerte lediglich die Hoffnung, dass aus dem Ukraine-Gipfel am Donnerstag in Genf ein dauerhafter Verhandlungsprozess entstehen werde, an dessen Ende eine politische Lösung stehen könne. Am Dienstag wird in Chinas Hauptstadt der russische Außenminister Sergej Lawrow erwartet.

  • 4/14/2014 8:59:38 AM   Oliver Georgi

    Im Gespräch mit der "Neuen Zürcher Zeitung" hält Außenminister Steinmeier die Gefahr einer Spaltung Europas durch die Ukraine-Krise für "real": http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Infoservice/Presse/Interviews/2014/140414_NZZ.html
  • 4/14/2014 9:03:12 AM   Lorenz Hemicker
    Turtschinow entlässt Anti-Terror-Chef
    Mitten in Plänen für eine Anti-Terror-Operation im russischsprachigen Osten der Ukraine hat Interimspräsident Alexander Turtschinow den Leiter eines Einsatzstabs ausgetauscht. Der Staatschef ordnete zudem weitere Personalveränderungen in einer Kommission des
    Anti-Terror-Zentrums beim Geheimdienst SBU an, wie das Präsidialamt
    in Kiew am Montag mitteilte.
  • 4/14/2014 9:07:20 AM   Lorenz Hemicker
    Turtschinow kündigt Militäreinsatz an
    Laut Informationen der Agentur Reuters hat Turtschinow nun einen Militäreinsatz gegen die prorussischen Separatisten angekündigt. Die Lage in der Region Donbass, also dem äußersten Osten der Ukraine, werde "bald stabilisiert".
  • 4/14/2014 9:15:50 AM   Lorenz Hemicker

    Der Twitteraccount der proeuropäischen Protestbewegung der Ukraine hat ebenfalls Kenntnis von dem mutmaßlichen Vorschlag Turtschinows erhalten, ein Referendum im Osten des Landes abzuhalten.
  • 4/14/2014 9:20:09 AM   Lorenz Hemicker
    OSZE beruft Sondersitzung ein
    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat angesichts der jüngsten Eskalation in der Ukraine eine Sondersitzung ihres Ständigen Rats einberufen. Das Gremium, dem Vertreter aus 57 Staaten angehören, soll am Nachmittag in Wien zusammentreten.
  • 4/14/2014 9:30:25 AM   Lorenz Hemicker

    Turtschinow erwägt tatsächlich Referendum für die Ostukraine
    Die neue Regierung in Kiew erwägt angesichts anhaltender prorussischer Proteste eine Volksabstimmung in den östlichen Landesteilen über deren Verbleib in der Ukraine. Die von prorussischen Separatisten geforderte Abstimmung könnte am selben Tag wie die Präsidentenwahl stattfinden. Sie ist für den 25. Mai angesetzt. Turtschinow zeigte sich am Montagmorgen zuversichtlich, dass bei einem Referendum eine Mehrheit die Einheit der Ukraine unterstützen werde. Auf der Krim hatten sich bei einem Referendum eine Mehrheit der Wähler für eine Abspaltung von der Ukraine ausgesprochen.
  • 4/14/2014 9:34:28 AM   Lorenz Hemicker

    Ein prorussischer Kosake in Slawjansk

  • 4/14/2014 9:45:14 AM   Oliver Georgi
    Offenbar Angriff auf das Polizei-Hauptquartier in Horliwka
    Mindestens 100 pro-russische Separatisten greifen das Polizei-Hauptquartier in der ostukrainischen Stadt Horliwka an.
    Das berichten Augenzeugen.
  • 4/14/2014 9:55:17 AM   Lorenz Hemicker
    Die Ostukraine drückt auf den Dax
    Die Angst vor einer Eskalation der Ukraine-Krise hat die Dax -Anleger fest im Griff. Der deutsche Leitindex, der in der vergangenen Woche bereits rund vier Prozent eingebüßt hatte, verlor am Montag ein Prozent auf 9219
      Zähler. Der EuroStoxx50 gab 0,9 Prozent nach. Die zunehmenden Abspaltungstendenzen in der Ostukraine sorgten für große Unsicherheit. Investoren fürchteten einen Bürgerkrieg in der krisengeschüttelten Region.
  • 4/14/2014 10:00:47 AM   Lorenz Hemicker

    Gabriel warnt Russland vor Panzereinsatz: Bei einer Gedenkfeier anlässlich des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor hundert Jahren hat SPD-Chef Sigmar Gabriel Russland davor gewarnt, den Konflikt in der Ukraine weiter anzuheizen. Moskau sei "offenbar bereit, Panzer über europäische Grenzen rollen zu lassen", sagte der Vizekanzler in Berlin.

  • 4/14/2014 10:09:02 AM   Lorenz Hemicker
    Regierungssprecherin: Hinweise auf russische Hilfe für Separatisten
    Prorussische Separatisten in der Ostukraine könnten nach Informationen der Bundesregierung vom Kreml unterstützt worden sein. Das sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Christane Wirtz am Montag in Berlin. "Vieles deutet darauf hin, dass die in der Ostukraine aktiven bewaffneten Gruppen Unterstützung aus Russland erhalten. Als Anhaltspunkte nannte Wirtz Auftreten, Uniformen und Bewaffnung einzelner Gruppen. Demnach könne es sich bei ihnen "kaum um spontan aus Zivilisten gebildete Selbstverteidigungskräfte handeln."
  • 4/14/2014 10:12:55 AM   Lorenz Hemicker
    "Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats war Russland isoliert"Uwe EllinghausenMontag, 14. April 2014 am 12:12

  • 4/14/2014 10:48:41 AM   Lorenz Hemicker
    Der britische Außenminister William Hague fordert angesichts der jüngsten Entwicklungen in der Ukraine weitere Sanktionen gegen Russland. Es sei eindeutig, dass Moskau hinter den Aktionen im Osten des Landes stehe.
  • 4/14/2014 10:56:32 AM   Lorenz Hemicker
    Timoschenko lehnt Einsatz in der Ostukraine ab
    Die ukrainische Präsidentschaftspräsidentin Julia Timoschenko lehnt eine Operation bewaffneter Sicherheitskräfte gegen die prorussischen Separatisten im Osten ihres Landes ab. Vorrang müsse unbedingt eine Verhandlungslösung haben, sagte die ehemalige Regierungschefin laut Medienbericht vom Montag. Bereits am Sonntagabend hatte Timoschenko in einer Fernsehsendung gesagt: "Ein unverzüglicher Gewalteinsatz würde mit Sicherheit zu einem riesigen Blutvergießen führen oder später zu einer entsprechenden Aggression der Russischen Föderation."
  • 4/14/2014 11:32:23 AM   Lorenz Hemicker

    Regierung in Kiew strebt Referendum für das ganze Land an
    Der ukrainische Übergangspräsident Turtschinow Alexander Turtschinow plant jüngsten Berichten zufolge nicht, die Menschen in der Ostukraine über die Zukunft ihres Gebiets abstimmen zu lassen. Die Regierung in Kiew wolle vielmehr sämtliche Menschen in der Ukraine über die künftige Struktur des gesamten Landes entscheiden lassen, bei dem auch die Umwandlung in eine Föderation herauskommen könne. Dies würde vermutlich auch zu anderen Stimmengewichtungen führen. Turtschinow äußerte sich am Montag vor dem ukrainischen Parlament. Der Anteil moskautreuer Bürger ist im Osten des Landes deutlich höher als im Westen. Bei nur einer Abstimmung aller Bewohnerniedrigere Zustimmungswerte für einen Abspaltung des Ostens zu erwarten.
  • 4/14/2014 11:35:47 AM   Lorenz Hemicker
    EU gibt eine Milliarde
    Finanzhilfe für Kiew: Die Außenminister der Europäischen Union haben beschlossen, eine Milliarde Euro für die Ukraine freizugeben. Außerdem sollen fast sämtliche Zölle für Waren aus der Ukraine gestrichen werden.
  • 4/14/2014 11:40:13 AM   Lorenz Hemicker
    Moskau testet Atomrakete
    Die russischen Streitkräfte haben eine mit Nuklearsprengköpfen bestückbare Interkontinentalrakete vom Typ RS-24 getestet.
    Sie sei von einer mobilen Rampe auf dem nordrussischen Weltraumbahnhof Plessezk abgefeuert worden, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Jegorow, am Montag der Agentur Interfax. Wenig später sei das Geschoss rund 9000 Kilometer entfernt auf dem Truppenübungsgelände Kura der fernöstlichen Halbinsel Kamtschatka eingeschlagen. Die neue Rakete solle die militärische Schlagkraft Russlands sowie die Sicherheit des Landes und seiner Verbündeten erhöhen, hieß es. Vor allem sei das Geschoss aber dazu gedacht, die von den Vereinigten Staaten geplante Raketenabwehr in Europa zu umgehen.
  • 4/14/2014 12:46:54 PM   Lorenz Hemicker
    Timoschenko fordert militärische Hilfe
    Innerhalb kürzester Zeit hat die ukrainische Präsidentschaftskandidatin offenbar ihre Einstellung zum Einsatz militärischer Gewalt in der Ostukraine geändert. In einer Fernsehsendung am gestrigen Sonntag und in Medienberichten von Montag hatte sich die 53 Jahre alte Politikerin dafür ausgesprochen, nicht gegen die prorussischen Separatisten vorzugehen. In einer Mitteilung fordert Timoschenko nun die internationale Gemeinschaft dazu auf, "direkte militärische Hilfe" zu leisten. Die Zeit sei gekommen, "die Organisation gesamtnationalen Widerstands gegen den russischen Aggressor mit allen verfügbaren Mitteln auszurufen." Dazu gehöre auch eine allgemeine Mobilmachung. Die Chancen für eine friedliche Lösung seien alle vergeben.


  • 4/14/2014 12:56:03 PM   Lorenz Hemicker
    Russland-Sympathisantinnen vor Barrikaden in  Slowjansk.
  • 4/14/2014 1:04:58 PM   Lorenz Hemicker
    Amerikanischer Diplomat: Washington erwägt Waffenlieferungen an Kiew  
    Die Vereinigten Staaten erwägen laut Auskunft eines Beraters von Außenminister John Kerry, der proeuropäischen Regierung in Kiew Waffen zu liefern. „Wir betrachten das als eine Option“, sagte der amerikanische Diplomat Thomas Shannon in Berlin. Laut Angaben aus amerikanischen Regierungskreisen hatte die ukrainische Führung dieses Anliegen bereits vor einiger Zeit an Washington herangetragen. Dieser Bitte kam die Regierung zunächst jedoch nicht nach, sondern beschloss  lediglich, die ukrainische Armee mit Lebensmitteln zu unterstützen.
  • 4/14/2014 1:35:17 PM   Lorenz Hemicker
    Der Anführer der prorussischen Separatisten in der ostukrainischen Stadt Slawjansk hat sich an Russlands Präsident Putin gewendet. Er solle die "Volksrepublik Donezk" unterstützen.
  • 4/14/2014 1:44:49 PM   Tobias Rabe
    Sergej Bubka: "Wir werden die Krise überstehen"
    Die russische Annexion der Krim bedeutet auch einen gravierenden Verlust für die  ukrainischen Sportler.
    Sergej Bubka, der Präsident des Ukrainischen  Olympischen Komitees, bezeichnete die Sportstätten dort als „eine unglaublich wichtige Möglichkeit für Sportler“. Bubka, der aus Donezk, dem ostukrainischen Brennpunkt der aktuellen Krise, stammt, betont im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (Dienstag-Ausgabe), dass seine Sportler gerne weiter auf der Krim trainieren würden. Zudem spricht er über die aktuelle Lage, Gold in Sotschi und Lemberg 2022.
    Sergej Bubka (Foto AP)

  • 4/14/2014 2:04:01 PM   Tobias Rabe
    Fußballklub FK Sewastopol will umziehen
    Der ukrainische Fußball-Erstligaverein FK Sewastopol von der Krim erwägt nach dem umstrittenen Anschluss der Halbinsel an Russland einen Umzug aufs Festland. Entsprechende Überlegungen bestätigte Klubeigner Wadim Nowinski in einem am Montag veröffentlichten Interview. Der Verein werde auf jeden Fall die Saison in der ukrainischen Liga zu Ende spielen. Die neuen Machthaber haben „wegen Tätigkeiten zum Nachteil der Krim“ ein Einreiseverbot gegen den Milliardär Nowinski verhängt. Er finanziert den aktuellen Tabellenzwölften dennoch weiter. Der zweite Krim-Erstligaverein Tawrija Simferopol will dagegen zur kommenden Saison in der russischen Liga antreten.

  • 4/14/2014 2:15:17 PM   Lorenz Hemicker
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat sich "sehr besorgt" über die Situation in der Ostukraine gezeigt. Dies teilte Präsidialamtssprecher Dmitir Peskow am Montag laut Angaben der russischen Agentur Interfax mit. Über die Möglichkeit einer russischen Militärintervention sagte Peskow nichts. Er teilte lediglich mit, dass der Präsident aus den Regionen nahe der Grenze zu Russland sehr viele Anfragen "mit der Bitte um Einmischung in dieser oder jener Form" erhalte.
  • 4/14/2014 3:11:04 PM   Philipp Jaklin
    Kiew: Interimspräsident unterzeichnet Einsatzbefehl für Ostukraine
    Nach dem Ablauf eines Ultimatums an prorussische Separatisten in der Ostukraine hat Interimspräsident Alexander
    Turtschinow einen Befehl für einen Spezialeinsatz unterzeichnet. Der Politiker habe einen entsprechenden Beschluss des Sicherheitsrates in Kraft gesetzt, teilte die Präsidialverwaltung mit. Details des Einsatzes seien geheim. Die Maßnahmen stünden „im Zusammenhang mit der Terrorgefahr und der territorialen Einheit der Ukraine“, hieß es lediglich. Die prowestliche Regierung in Kiew hatte die Aktivisten aufgefordert, besetzte Verwaltungsgebäude bis Montagmorgen zu räumen und Waffen niederzulegen. Die Separatisten ignorierten das Ultimatum.
  • 4/14/2014 3:32:33 PM   Philipp Jaklin
    Turtschinow wünscht Hilfe der UN gegen prorussische Milizionäre
    Der ukrainische Übergangspräsident
    Olexander Turtschinow hofft auf Hilfe der Vereinten Nationen im Kampf gegen prorussische Milizionäre im Osten des Landes. Beobachter und „Profis“ der UN könnten die „Legitimität unserer Handlungen“ bei „Anti-Terror-Einsätzen“ bestätigen, regte Turtschinow in einem Telefonat mit UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an, wie das ukrainische Präsidialamt mitteilte.
  • 4/14/2014 4:59:46 PM   Philipp Jaklin
    Russischer Kampfjet donnert über amerikanisches Schiff vor der Krim
    Russische Kampfjets haben sich nach Darstellung des Verteidigungsministeriums in Washington am Samstag mehrfach einem amerikanischen Schiff im Schwarzen Meer angenähert. Die Aktion sei "provokativ und unprofessionell" gewesen.  Die russische Maschine sei in unmittelbarer Nähe der "USS Donald Cook" vorbeigeflogen, die sich in internationalen Gewässern befunden habe. "Der Zwischenfall dauerte 90 Minuten", sagte ein Beamter des Verteidigungsministeriums der Nachrichtenagentur dpa. Amerikanische Medien berichteten, der Jet sei in einer Höhe von rund 150 Metern über dem Meer geflogen. Das Schiff war kürzlich wegen des Anschlusses der Krim an Russland in die Region beordert worden.
  • 4/14/2014 5:01:24 PM   Philipp Jaklin
    Schweiz will im Ukraine-Konflikt vermitteln
    Die Schweiz hat im Konflikt im Osten der
    Ukraine ihre diplomatischen Vermittlerdienste angeboten. Das teilte der Schweizer Außenminister und derzeitige Vorsitzende der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), Didier Burkhalter, bei einem Besuch in Kiew mit. Die ukrainische Regierung habe die Möglichkeit einer Vermittlung durch die neutrale Eidgenossenschaft am Freitag bei der OSZE ins Spiel gebracht, sagte er nach Angaben der Schweizer Nachrichtenagentur sda.
  • 4/14/2014 5:48:23 PM   Philipp Jaklin
    EU weitet wegen Ukraine-Krise Sanktionen aus
    Als Reaktion auf die zunehmenden Spannungen in der Ostukraine weitet die Europäische Union ihre
    Sanktionen aus. Das kündigte die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton nach einem Treffen der EU-Außenminister in Luxemburg an. Bislang hat die EU 33 Ukrainer und Russen mit Einreiseverboten und Kontosperren belegt, die sie für die Destabilisierung der Ukraine und die Annexion der Krim durch Russland verantwortlich macht. Wie der britische Außenminister William Hague mitteilte, wird diese Liste ausgeweitet.
  • 4/14/2014 6:05:31 PM   Philipp Jaklin
    Obama will abermals mit Putin sprechen
    Präsident Barack Obama wird nach Angaben der amerikanischen Regierung bald mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin sprechen. Das Gespräch könnte noch am Montag stattfinden.
  • 4/14/2014 7:00:55 PM   Philipp Jaklin
    Washington bringt Milliardenhilfe für Kiew auf den Weg
    Der amerikanische Finanzminister Jacob Lew hat den Hilfskredit für die Ukraine in Höhe von einer Milliarde Dollar (725
    Millionen Euro) unterzeichnet. Die Ukrainer hätten auf ihrem Weg zu einem unabhängigen politischen Kurs „enormen Mut“ bewiesen, sagte Lew laut einer Mitteilung des Finanzministeriums. Zuvor traf er sich mit seinem ukrainischen Amtskollegen Alexander Schlapak, um über die Lage in dem finanziell angeschlagenen Land zu beraten. Mit den Kredithilfen, die der Kongress vor zwei Wochen gebilligt hatte, sollen wichtige Dienstleistungen sichergestellt werden.
  • 4/14/2014 8:48:21 PM   Philipp Jaklin
    Russischer Präsident weist Anschuldigungen der Vereinigten Staaten zurück

    Russlands Präsident Wladimir Putin
    hat die Anschuldigungen der Vereinigten Staaten im Zusammenhang mit der Rolle Moskaus bei den Unruhen in in der Ukraine zurückgewiesen. In einem Telefonat mit US-Präsident Barack Obama habe Putin deutlich gemacht, dass es sich bei dem Vorwurf, Moskau greife in den Konflikt im Südosten des Nachbarlandes ein, um „Spekulationen“ handele, die „auf unbegründete Informationen“ beruhten, teilte der Kreml mit. Grund für die Proteste in Donezk, Lugansk, Charkow, Slowjansk und anderen Städten seien der „Widerwille und die Unfähigkeit“ der Kiewer Behörden, die Interessen der russischen und russischsprachigen Bevölkerung zu berücksichtigen. Putin forderte Obama auf, Blutvergießen und den Einsatz von Gewalt in der Ukraine mit den „Fähigkeiten“ der USA zu verhindern. Das Weiße Haus gab zunächst keine Stellungnahme zu den Inhalten des Gesprächs ab.
  • 4/14/2014 9:08:04 PM   Philipp Jaklin
    Ukraine kämpft gegen Absturz der Landeswährung
    Die ukrainische Zentralbank kämpft mit einer Zinserhöhung gegen den Verfall der
    Landeswährung Hrywnja. Der maßgebliche Satz steigt auf 9,5 Prozent von 6,5 Prozent, wie die Währungshüter am Montagabend mitteilten. Es ist die erste Änderung des Leitzinses seit August 2013. Mit dem Schritt will die Notenbank nach eigenem Bekunden auch die Inflation bekämpfen und den Geldmarkt stabilisieren. Die Hrywnja hat wegen des Konfliktes mit Russland seit Jahresbeginn im Vergleich zum Dollar 38 Prozent ihres Wertes eingebüßt. Damit werden zwar ukrainische Produkte auf dem Weltmarkt billiger. Zugleich verteuert sich aber Importware.

  • 4/16/2014 8:30:52 AM   Oliver Georgi
    Panzer unter russischer Flagge in Slawjansk
    Fünf oder sechs Radpanzer dringen in die Stadt Slawjansk im Osten der Ukraine ein. Das Führungsfahrzeug trägt eine russische Flagge. Auf den Dächern der Wagen sitzen rund 15 bewaffnete Männer in Uniformen mit unterschiedlichen Tarnmustern und winken den Menschen zu.
  • 4/16/2014 8:31:33 AM   Oliver Georgi

  • 4/16/2014 9:03:30 AM   Oliver Georgi
    Jazenjuk: Russland exportiert Terrorismus

    Der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk beschuldigt Russland, den "Terrorismus in die Ukraine zu exportieren".
    Die russische Führung benutze verdeckt operierende Truppen, um bewaffnete Separatisten zu organisieren, die die ukrainischen Soldaten angriffen und Verwaltungsgebäude besetzten.
  • 4/16/2014 9:04:32 AM   Oliver Georgi

    Ukrainische Panzer bei der Stadt Kramatorsk. (Foto: Reuters)

  • 4/16/2014 9:39:09 AM   Oliver Georgi
    Jazenjuk: Russland errichtet „neue Berliner Mauer“ in Europa

    Der ukrainische Regierungschef Arseni Jazenjuk hat Russland vorgeworfen, in Europa eine „neue Berliner  Mauer“ zu errichten. 
    Was sich derzeit abspiele, sei eine „Gefahr  für Europa und die Europäische Union“, sagte er in Kiew. Es sei „klar“, dass die russischen Nachbarn eine „Rückkehr  zum Kalten Krieg“ wollten.

  • 4/16/2014 9:44:46 AM   Oliver Georgi
    Zeman: Putin „kalter Schachspieler“

    Der tschechische Staatspräsident Milos Zeman hat seinen russischen Amtskollegen Wladimir Putin angesichts des Ukraine-Konflikts negativ beschrieben.
    „Er ist ein gefühlskalter Schachspieler, der alle Schwächen seiner Gegner auszunutzen weiß“, sagte Zeman nach einem Bericht der Zeitung „MF Dnes“ bei einer Diskussion mit Studenten.

  • 4/16/2014 12:27:25 PM   Oliver Georgi

    Die F.A.Z.-Grafik zeigt den Anteil der Ost-Ukrainer mit Russisch als Muttersprache. (Grafik: F.A.Z.)

  • 4/16/2014 12:28:44 PM   Oliver Georgi

    Zusammenstoß: Ein ukrainischer Soldat und ein prorussischer Aktivist am Mittwoch im Osten der Ukraine. (Foto: Daily Telegraph)

  • 4/16/2014 12:29:46 PM   Oliver Georgi
    Bundesregierung bescheinigt Kiew „verantwortungsbewusstes“ Vorgehen

    Die Bundesregierung hält das Verhalten der Regierung in Kiew "verantwortungsbewusst".  Es sei klar, dass Kiew „die gewaltsame Übernahme  von Polizeistationen und anderer kritischer Infrastruktur durch  bewaffnete Gewalttäter nicht unbegrenzt hinnehmen kann“, sagte  Vize-Regierungssprecher Georg Streiter vor Journalisten  in Berlin. „Aus unserer Sicht hat sich die ukrainische Seite hier  sehr verantwortungsbewusst und zurückhaltend verhalten.

  • 4/16/2014 12:31:11 PM   Oliver Georgi
    Russland erwägt Klage vor WTO wegen Sanktionen

    Russland will möglicherweise gegen die amerikanischen Sanktionen klagen. Es sei darüber gesprochen worden, bei der Welthandelsorganisation (WTO) ein Verfahren gegen dieVereinigten Staaten einzuleiten, zitierten Nachrichtenagenturen am Mittwoch Aussagen des russischen Wirtschaftsministers Alexej Uljukajew. Als Vergeltung für die Eingliederung der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland haben die Vereinigten Staaten die St. Petersburger Bank Rossija sowie ihren Chef und größten Anteilseigner Juri Kowaltschuk mit Sanktionen belegt. Indirekt ist auch die russische Bank SMP betroffen, deren Miteigentümer Boris und Arkadi Rotenberg ebenfalls auf der Sanktionsliste stehen.
  • 4/16/2014 12:34:01 PM   Oliver Georgi

    Der britische Außenminister William Hague, traditionell ein eifriger Twitterer, meldet sich zu Wort...
  • 4/16/2014 12:37:08 PM   Oliver Georgi
    Immer mehr Forderungen nach härteren Sanktionen in EU-Parlament

    Im Europäischen Parlament wird der Ruf nach schärferen Sanktionen lauter, berichtet F.A.Z.-Korrespondent Michael Stabenow. Sollte Russland das Genfer Treffen nur dazu nutzen, Zeit zu gewinnen,  gebe es keinen Grund mehr, weiter mit Wirtschaftssanktionen zu warten, sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Elmar Brok (CDU). Ein  fraktionsübergreifend eingebrachter Entwurf einer Resolution, die das Parlament  an diesem  Donnerstag verabschieden soll, enthält Forderungen nach  Beschränkungen für die Energiewirtschaft sowie - generell - nach  Überprüfung und möglicher Suspendierung mit Russland getroffener Abkommen.
  • 4/16/2014 12:48:08 PM   Oliver Georgi

    Szene aus Kramatorsk (Foto: BBC)

  • 4/16/2014 1:18:46 PM   Oliver Georgi
    G7-Parlamentspräsidenten sagen Treffen mit Russland ab

    Wegen der Ukraine-Krise haben die Parlamentspräsidenten der sieben großen Industrienationen (G7) ihr alljährliches Treffen mit dem Kollegen aus Russland abgesagt.
    Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) begründete dies am Mittwoch damit, dass das Parlament in Moskau - die Duma - eine erhebliche Mitverantwortung am russischen Vorgehen trage.

  • 4/16/2014 1:39:30 PM   Oliver Georgi
    Deutsches Schiff und sechs Kampfflieger für Nato-Verstärkung im Osten

    Deutschland wird sich zunächst mit einem Schiff und sechs Kampffliegern an der Verstärkung der Nato-Präsenz in den östlichen Bündnisstaaten beteiligen.
    Das bestätigte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Mittwoch in Berlin. Der Tender „Elbe“ mit rund 45 Soldaten Besatzung soll von Ende Mai bis Anfang ein Minenräum-Manöver in der Ostsee leiten. Bis zu sechs Kampfflieger vom Typ „Eurofighter“ sollen sich ab September für vier Monate an der Luftraumüberwachung über dem Baltikum beteiligen.

    Ob Deutschland darüber hinaus zur stärkeren Nato-Präsenz im Osten als Reaktion auf die Ukraine-Krise beitragen wird, blieb zunächst unklar.

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