Krise in der Ukraine
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
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Krise in der Ukraine

  • 3/1/2014 6:27:24 PM   Lorenz Hemicker
    Der langjährige republikanische Senator John McCain äußerst sich über die Lage auf der Ukraine sehr besorgt.
  • 3/1/2014 6:52:16 PM   Lorenz Hemicker

    Wie wir soeben erfahren, wurde der ukrainische Schriftsteller Serhij Zhadan heute Mittag bei der Erstürmung der Gebietsverwaltung in Charkiw in der Ostukraine durch prorussische
    Kräfte offenbar
    schwer verletzt. Erst vor zwei Wochen war Serhij Zhadan
    zu Gast in der Redaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gewesen, um über
    die Zustände in seiner Heimat zu sprechen.

    Mehr Informationen
    in Kürze auf FAZ.NET.

  • 3/1/2014 7:02:19 PM   Lorenz Hemicker
    Catherine Ashton, Außenbeauftragte der Europäischen Union, hat die russische Entscheidung für einen Militäreinsatz in der Ukraine bedauert. Es handele sich dabei um „eine unvertretbare Eskalation der Spannungen“, heißt es in einer am Samstagabend in Brüssel veröffentlichten Erklärung. Für Montag bestätigte sie ein Treffen der EU-Außenminister in Brüssel. Anschließend will Ashton den russischen Außenminister Sergej Lawrow treffen. Am Mittwoch will sie nach Kiew reisen.
  • 3/1/2014 7:20:28 PM   Lorenz Hemicker

    Diese Foto, das auf dem Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht wurde, soll Serhij Zhadan heute Nachmittag in Charkiw zeigen. Weitere Informationen zur Verletzung des Autors hat F.A.Z-Redakteurin Sandra Kegel hier zusammengetragen. Sein Handy wurde offenbar konfisziert. Über seinen Gesundheitszustand gibt es daher keine detaillierten Informationen. Das Gespräch mit ihm und drei weiteren ukrainischen Autoren vor wenigen Wochen in Frankfurt kann hier nachgelesen werden.

  • 3/1/2014 7:59:21 PM   Lorenz Hemicker
    Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist in New York zu einer Sondersitzung zusammengetreten .Der ukrainische UN-Botschafter Juri Sergejew hat am Rande der Sitzung die Ukraine die vier ständigen Sicherheitsratsmitglieder Mitglieder Amerika, Großbritannien, Frankreich und China um Schutz gebeten. Der Einsatz russischer Soldaten auf der Krim sei „nach allen Regeln, die dieVereinten Nationen aufgestellt haben, eine Aggression."  Russische Truppen würden die ukrainischen Streitkräfte und die Küstenwache blockieren. „Sie sind schon vor Tagen auf der Krim einmarschiert und ihre Zahl ist groß“, sagte Sergejew. Russische Transportmaschinen würden Soldaten einfliegen und auch Kampfhubschrauber vom Typ Mi-24 seien im Einsatz.

  • 3/1/2014 8:08:20 PM   Lorenz Hemicker
    Kiews Interimspräsident Olexander Turtschinow versetzt die ukrainischen Streitkräfte in Alarmbereitschaft. Russland habe für seinen „Akt der Aggression“ keine Grundlage, sagte er in einer am Samstag übertragenen Rede im ukrainischen Fernsehen. Zudem werde der Schutz der Atomkraftwerke, Flughäfen und weiterer „strategischer Einrichtungen“ des Landes verstärkt. Für den „Fall einer Aggression“ gebe es einen „Aktionsplan“.
  • 3/1/2014 8:16:49 PM   Lorenz Hemicker
    Serij Zhadan hat sich gegen 20 Uhr über Facebook bei seinen Freunden gemeldet. Demnach ist er verprügelt worden und hat unter anderem eine Gehirnerschütterung und eine gebrochen Nase davongetragen, ansonsten sei er, schreibt er, „wohlauf“.
  • 3/1/2014 8:27:01 PM   Julian Staib
    Der Flughafen von Simferopol ist nach Angaben der Zeitung "Gazeta.ru" wieder geöffnet.
  • 3/1/2014 8:51:16 PM   Julian Staib
    Kreml: Entscheidung über Truppenentsendung noch nicht getroffen
    Der Kreml habe noch keine Entscheidung darüber getroffen, Truppen in die Ukraine zu entsenden, wird der Presseattaché des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, zitiert. Wenn sich die Situation auf der Krim verbessere, würde der Kreml diese äußerste Maßnahme nicht einsetzen. Zuvor hatte an diesem Samstag Russlands Präsident Wladimir Putin dem Förderationsrat einen Militäreinsatz vorgeschlagen. Dieser hatte der Maßnahme zugestimmt.
  • 3/1/2014 8:58:08 PM   Julian Staib
    Aus Moskau eine Nachricht von F.A.Z.-Redakteur Friedrich Schmidt:

    Im russischen Staatssender Rossija 24 spricht wieder einmal jemand von den „Radikalen“, die die Macht in Kiew ergriffen hätten, mit Rückendeckung westlicher Politiker. Wieder geht es um die „widerrechtlichen“ Entscheidungen des ukrainischen Parlaments der vergangenen Tage. Es gehe den neuen Machthabern darum, die Ukraine von Russland, von der russischen Welt zu „amputieren“, die russische Sprache und Kultur zu unterdrücken. Damit könne Russland nicht einverstanden sein. Daher sei die Entscheidung des Präsidenten richtig, sich einen Militäreinsatz genehmigen zu lassen. In der Werbepause läuft Werbung für ein neues BMW-Modell. Dann laufen wieder Bilder von Handlungen der „Radikalen“, die Vertreter der Staatsgewalt schikanieren und Steine auf Sicherheitskräfte werfen. Wann und wo die Bilder aufgenommen worden sein sollen, geht aus dem Programm nicht hervor. Dramatische Musik untermalt sie.
  • 3/1/2014 9:26:06 PM   Julian Staib

    Am Sonntag trifft sich der Nordatlantikrat und die Ukraine-Kommission der Nato - twittert  Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen.
  • 3/1/2014 9:30:45 PM   Lorenz Hemicker
    Das Auswärtige Amt warnt Reisende inzwischen davor, sich in die Ukraine zu begeben.
  • 3/1/2014 9:37:19 PM   Julian Staib
    Rasmussen: Nato-Rat tagt am Sonntag
    Der Nato-Rat wird am Sonntag in Brüssel in einer Sondersitzung über die
    Lage in der Ukraine beraten. Die  Bündnismitglieder wollten über die ernste Lage in der Ukraine beraten und sich „eng koordinieren“, hieß es von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. Anschließend wollen die Mitglieder des Nato-Rates auch mit dem Botschafter der Ukraine bei der Nato im Rahmen der Nato-Ukraine-Kommission zusammentreffen. (dpa)
  • 3/1/2014 9:42:12 PM   Julian Staib
    Obama beruft Sicherheitsstab ein
    Nach der Zustimmung des russischen Parlaments zum Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Truppen in die Ukraine zu entsenden, hat der amerikanische Präsident Barack Obama seinen nationalen Sicherheitsstab einberufen. Bei den Gesprächen am Samstag solle es um die politischen „Optionen“ der amerikanischen Regierung gehen, sagte ein Vertreter des Weißen Hauses in Washington. (AFP)

  • 3/1/2014 9:45:08 PM   Julian Staib
    EU kritisiert unrechtmäßige Eskalation
    Die Europäische Union hat Russland wegen der vom russischen Parlament genehmigten möglichen Militärintervention in der Ukraine scharf kritisiert. Die grundsätzliche Entscheidung, im Ernstfall russische Soldaten in das Nachbarland einmarschieren zu lassen, stelle eine unrechtmäßige Eskalation der Lage dar, sagte die Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton am Samstagabend. Sie rief die russische Regierung auf, von der Entsendung von Truppen abzusehen und auf friedlichem Wege nach einer Lösung zu suchen. (Reuters)
  • 3/1/2014 10:04:11 PM   Julian Staib
    Kurze Zusammenfassung der heutigen Entwicklung:

    Russlands Parlament hat an diesem Samstag den Weg für einen Militäreinsatz in der Ukraine freigemacht und damit einem Vorschlag von Präsident Wladimir Putin zugestimmt.
    Putin habe nun alle Vollmachten, um einzuschreiten, teilte sein Sprecher Dmitri Peskow mit. Das Einschreiten woll er von der weiteren Lage auf der Krim abhängig machen. Dort müssten russische Bürger und Streitkräfte geschützt werden.

    In Kiew versetzte Interimspräsident Olexandr Turtschinow die Truppen in Alarmbereitschaft. Ministerpräsident Arsenij Jazenjuk sagte, einen russischen Militäreinsatz werde die Ukraine nicht hinnehmen.

    Die EU und die Vereinigten Staaten warnten Moskau eindringlich vor einer weiteren Eskalation. Auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) appellierte abermals an Russland, die Souveränität der Ukraine zu respektieren.

    Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton lud die Außenminister der EU für Montag zu einem Sondertreffen nach Brüssel ein; danach will sie sich mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow treffen.

    Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Ban Ki Moon, wies in einer Stellungnahme jede Einmischung von außen in die ukrainische Krise zurück. Der Sicherheitsrat befasste sich in einer weiteren Sondersitzung mit der Lage. Am Rande des Treffens bat der ukrainische UN-Botschafter Juri Sergejew um Schutz für sein Land. Er nannte den Einsatz russischer Soldaten eine Aggression. „Sie sind schon vor Tagen auf der Krim einmarschiert und ihre Zahl ist groß."

    In mehreren Städten auf der Krim und auch im Osten der Ukraine gab es Proteste gegen die neue Regierung in Kiew. Ein  Referendum über die Zukunft der Autonomen Republik Krim wurde um zwei Monate auf den 30. März vorgezogen. (dpa)

  • 3/1/2014 10:08:57 PM   Julian Staib
    Putin: Russland wird seine Interessen verteidigen
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama erklärt,
    dass sich Russland bei einer Zunahme der Gewalt in östlichen Gebieten der Ukraine sowie auf der Krim das Recht vorbehalte, seine Interessen und die Interessen der dort lebenden russischsprachigen Bevölkerung zu verteidigen. Das meldet die Agentur "Itar-Tass"(dpa)
  • 3/1/2014 10:22:57 PM   Julian Staib
    Medienbericht: Kiew zufolge bereits 15.000 russische Soldaten auf der Krim
    Russland habe bereits rund 15.000 Soldaten in der Krim-Region, hat der Sprecher der Ukraine bei den Vereinten Nationen im Vorfeld der Sondersitzung in New York erklärt. Das berichtet der amerikanische Fernsehsender CNN, doch ist unklar, wieviele Soldaten Russland im Rahmen der Schwarzmeerflotte dort bisher stationiert hatte. Zuvor hatte es von der Regierung in Kiew geheißen, es seien bereits 6000 russische Soldaten in das Land verlegt worden.
  • 3/1/2014 10:33:08 PM   Lorenz Hemicker
    Die Welt schaut nach Simferopol. F.A.Z.-Korrespondentin Ann-Dorit Boy schildert am Telefon ihre Beobachtungen aus der Stadt, die zum Synonym der Krim-Krise geworden ist.
  • 3/1/2014 10:46:02 PM   Julian Staib
    Amerika setzt Teilnahme an G-8-Vorbereitungstreffen aus
    Die Vereinigten Staaten setzen als Konsequenz aus dem Moskauer Vorgehen auf der Krim ihre Teilnahme an Konferenzen zur Vorbereitung des G-8-Treffens im russischen  Sotschi aus. (dpa)
  • 3/1/2014 11:44:02 PM   Klaus Bardenhagen
    Obama warnt Putin vor Isolation
    Der amerikanische Präsident Obama forderte im Telefonat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin auf, die russischen Streitkräfte auf der Krim zurück in die Kasernen zu rufen. Sollte Russland weiterhin gegen das Völkerrecht verstoßen, würde dies nur zu einer noch größeren politischen und wirtschaftlichen Isolation führen. Das teilte das Weiße Haus in Washington mit.

    Nach Angaben des Kreml erklärte Putin, Russland habe das Recht, im Falle von Gewalt auf der Krim und im Osten der Ukraine „seine Interessen und die russischstämmigen Einwohner“ zu schützen. Putin habe die „Bedrohung für das Leben und die Gesundheit der russischen Bürger auf dem Gebiet der Ukraine“ ins Feld geführt sowie die „verbrecherischen Handlungen von Ultranationalisten“, die von der gegenwärtigen Führung in Kiew unterstützt würden.

    Das Gespräch soll 90 Minuten gedauert haben.
  • 3/1/2014 11:50:18 PM   Lorenz Hemicker
    Krisenkommunikation: Das Weiße Haus zeigt ein Foto von Amerikas Präsident Barack Obama, auf dem er mit seinem russischen Amtskollegen Wladimir Putin am Telefon über die Ukraine sprechen soll.
  • 3/2/2014 12:45:04 AM   Klaus Bardenhagen
    Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur Ukraine
    Mit einem Trick sorgen die westlichen Vertreter im UN-Sicherheitsrat dafür, dass sie Russlands Vorgehen öffentlich kritisieren können. Wie das funktioniert hat, und wie man Russland für eine internationale Beobachtermission an Bord holen will, schildert unser Washington-Korrespondent Andreas Ross.
  • 3/2/2014 1:49:23 AM   Klaus Bardenhagen
    Kanadas Premierminister Stephen Harper schließt sich dem amerikanischen Protest an: Sein Land unterbricht die Vorbereitungen auf den G8-Gipfel, und er ruft den kanadischen Botschafter aus Moskau zurück - zu "Beratungen".
  • 3/2/2014 2:30:09 AM   Klaus Bardenhagen
    Jetzt schlägt Washington scharfe Töne an: Amerikas Außenminister John Kerry verurteilt die russische "Invasion" und "Besetzung" ukrainischen Territoriums sowie eine Verletzung der Souveränität der Ukraine.
    Sollte Russland nicht sofortige konkrete Schritte unternehmen, um Spannungen abzubauen, werde das tief greifende Auswirkungen auf die amerikanisch-russischen Beziehungen haben, teilt Kerry mit.
  • 3/2/2014 4:24:36 AM   Klaus Bardenhagen
    Mehr Geld für die Ukraine vom Entwicklungsministerium

    Nach dem Machtwechsel will das Bundesentwicklungsministerium die Hilfen für die Ukraine fast verdoppeln. "Es kommt jetzt dringend darauf an, die Reformkräfte in der Ukraine zu stärken", sagte Ressortleiter Gerd  Müller der "Welt am Sonntag". Die Hilfen für die Ukraine sollten auf mehr als 40 Millionen Euro aufgestockt werden nach 21,5 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Unter anderem soll das Programm zur Förderung der klein- und  mittelständischen Wirtschaft erweitert werden. Auch für den Gesundheitssektor sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden.
  • 3/2/2014 5:39:35 AM   Klaus Bardenhagen
    "So muss Obama sich im Moment wohl fühlen" - auch für Twitter-Spaßvögel bietet die Krise ein Betätigungsfeld
  • 3/2/2014 5:47:26 AM   Klaus Bardenhagen
    Klitschko wünscht sich Eingreifen der UN

    So viel zu sagen wie als Oppositionsführer vor ein paar Wochen hat er nicht mehr, aber Vitali Klitschko fordert in der "Bild am Sonntag" ein Eingreifen der Völkergemeinschaft: "Eine militärische Eskalation muss unbedingt vermieden werden. Die UN muss jetzt sofort sicherstellen, dass es nicht zu einer Spaltung des Landes kommt."

  • 3/2/2014 6:58:47 AM   Klaus Bardenhagen
    Radarstation besetzt
    Am frühen Sonntagmorgen haben russische Kräfte nach Angaben von Interfax eine Radarstation auf der Krim entwaffnet. Dabei fordern sie die dort stationierten Soldaten dazu auf, sich auf die Seite der "rechtmäßigen" Führung der Krim zu schlagen, berichtete die Agentur unter Berufung auf einen Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums. (Reuters)
  • 3/2/2014 7:00:49 AM   Klaus Bardenhagen
    Offenbar Widerstand gegen Russen
    Der Gouverneur der russischen Region Belgorod berichtet Interfax von dem Versuch bewaffneter Gruppen, am Samstag die Verbindungsstraße zwischen Moskau und der Krim an der russisch-ukrainischen Grenze zu blockieren. (Reuters)
  • 3/2/2014 7:56:26 AM   Marco Dettweiler

    Konstruktiver Dialog mit Russland

    Vitali Klitschko hat zu einer Lösung des Konflikts mit Russland ohne Blutvergießen aufgerufen. Ukrainische Politiker versuchten derzeit, einen konstruktiven Dialog mit den russischen Machthabern aufzubauen, sagte Klitschko nach Angaben seiner Partei Udar (Schlag). "Wir sollten diese Frage nicht mit Hilfe von Gewalt und Waffen lösen, sondern auf dem Weg von Konsultationen", sagte er einer am Sonntag in Kiew veröffentlichten Mitteilung zufolge. Als Parlamentsabgeordneter sei er bereit, an einem konstruktiven Dialog mitzuwirken.(DPA)

  • 3/2/2014 9:31:25 AM   Patrick Bernau

    In einem Außenbezirk von Sevastopol (Foto: AP)

    Und so sieht manche Straße auf der Krim gerade aus: Russische Soldaten stehen Wache. Die Uniformen sind zwar nicht markiert, aber ein Emblem auf einem Auto und die Nummernschilder weisen die Autos als russisch aus.
  • 3/2/2014 9:41:52 AM   Marco Dettweiler
    „Kühlen Kopf bewahren“

    In einer emotionalen Rede vor dem UN-Sicherheitsrat forderte der ukrainische UN-Botschafter Juri Sergejew die Entsendung internationaler Beobachter in sein Land. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin bekräftigte dagegen, die einzige Lösung der Krise sei die Einsetzung einer Regierung der Nationalen Einheit in Kiew - wie vor dem Umsturzvereinbart. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sagte im Gespräch mit Putin, es gelte nun, einen „kühlen Kopf“ zu bewahren. (AFP)
  • 3/2/2014 9:44:15 AM   Marco Dettweiler
    Unsere F.A.Z.-Korrespondentin Ann-Dorit Boy aus Simferopol:

    In Simferopol haben sich am Sonntagvormittag ein paar Hundert Russen vor dem Parlament versammelt. Aus Lautsprechern erschallt eine Rockversion der russischen Nationalhymne. Ein paar ältere Leute mit sowjetischen Fahnen sind dazugekommen. Das Parlamentsgebäude ist inzwischen nicht mehr komplett abgesperrt, Sicherheitsleute lassen gelegentlich Abgeordnete und andere Mitarbeiter hinein. Eine ältere Dame rüttelt allerdings vergeblich an der Tür. Die pensionierte Krankenschwester Sweta ist auf der Suche nach Sergej Aksjonow, dem neu ernannten Regierungschef der Autonomen Republik Krim. Die Russin möchte ihn bitten, dem amerikanischen Präsidenten Barack Obama einen Brief zu übergeben, den sie per Hand geschrieben hat. "Ich möchte Obama bitten, sich hier nicht einzumischen", sagt sie. Es sei doch sehr gut, dass Russland ihnen zu Hilfe komme, sagt Sweta. Obama müsse das verstehen, er sei doch schließlich kein Dummkopf. Sie holt den Brief aus dem Umschlag, in dem auch eine Geburtstagskarte mit Blumen liegt, zeigt ihn vor und steckt ihn schnell wieder weg. Dann eilt sie weiter zum Regierungsgebäude am Lenin-Platz, wo Aksjonow am Mittag eine Pressekonferenz geben will.



  • 3/2/2014 10:00:08 AM   Marco Dettweiler
    Ukraine mobilisiert alle Reservisten

    Angesichts eines drohenden russischen Militäreinsatzes
    auf der Krim mobilisiert die Ukraine alle Reservisten. Wie Sicherheitschef Andrij Parubij am Sonntag sagte, wurde das Verteidigungsministerium angewiesen, alle benötigten Soldaten zusammenzurufen. Am Freitag hatte die neue Führung in Kiew bereits die Armee in Alarmbereitschaft versetzt. (AFP)
  • 3/2/2014 10:09:41 AM   Marco Dettweiler
    Keine G8-Treffen?

    Frankreich fordert wegen der Krise auf der Krim
    die Einstellung der Vorbereitungen für das G8-Treffen in Sotschi. Diese könnten erst weitergehen, wenn Russland zu Prinzipien zurückkehre, die mit den G8 und G7 im Einklang stehen, erklärt Außenminister Laurent Fabius in einem Radiointerview. (Reuters)
  • 3/2/2014 10:55:03 AM   Marco Dettweiler
    Beobachter gefordert

    Das ukrainische Parlament ruft die Staatengemeinschaft dazu auf, internationale Beobachter ins Land zu entsenden. Zudem bitten die Abgeordneten in Kiew das Ausland um Hilfe, um die Nuklearanlagen zu sichern. (Reuters)
  • 3/2/2014 11:09:46 AM   Paul Middelhoff
    Steinmeier sagt Moldawien -Reise ab

    Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier und sein französischer Kollege Laurent Fabius verschieben  ihre für Montag geplante gemeinsame Reise nach Moldawien und Georgien.
    Das teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes mit. Grund ist ein eilig anberaumtes Sondertreffen der EU-Außenminister, zu dem die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton für Montag nach Brüssel eingeladen hat. (Reuters)
  • 3/2/2014 11:12:37 AM   Marco Dettweiler
    Hilfen für die Ukraine um 20 Millionen Euro aufgestockt

    Es komme jetzt dringend darauf an, die Reformkräfte in der Ukraine zu stärken, sagte Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) der Zeitung „Welt am Sonntag“. Zugleich müssten die Lebensbedingungen in den strukturschwachen Regionen schnell und sichtbar verbessert werden. Die Hilfen für die Ukraine sollen nach Angaben des Ministers um 20 Millionen Euro aufgestockt werden. Im vergangenen Jahr lagen sie bei 21,5 Millionen Euro. Unter anderem ist geplant, ein Programm zur Förderung der klein- und mittelständischen Wirtschaft auszubauen. Auch für den Gesundheitssektor sollen zusätzliche Mittel bereitgestellt werden. Weitere Gelder sollen laut Müller in Programme zur Energieeffizienz und nachhaltigen Energieversorgung fließen. (DPA)

  • 3/2/2014 11:18:35 AM   Paul Middelhoff

    Russische Sicherheitskräfte lösen eine Demonstration vor dem Innenministerium in Moskau auf. Bürger hatten dort am Morgen gegen die russische Intervention auf der Krim protestiert. (Reuters)

  • 3/2/2014 11:21:08 AM   Paul Middelhoff

    Derweil haben Anhänger der ukrainischen Majdan-Bewegung die Kapelle auf dem Grundstück des abgesetzten Präsidenten Viktor Janukowitsch nahe der Hauptstadt Kiew entdeckt. (AFP)

  • 3/2/2014 11:23:27 AM   Paul Middelhoff
    Die Ukraine sperrt nach Angaben von Übergangspräsident Alexander Turtschinow den Luftraum für Militärmaschinen. (AFP)
  • Dmitriy Polonsky, adviser of Crimean prime-minister Aksyonov, is announcing the #crimeanspring #Simferopol http://pbs.twimg.com/media/Bht86MSIcAA-WNl.jpg

  • 3/2/2014 11:39:57 AM   Paul Middelhoff
    Laut unserer F.A.Z.-Korrespondentin Ann-Dorit Boy kündigte der Berater des Krim-Präsidenten Sergej Aksjonow in Simferopol an, dass die Verwaltung der Halbinsel bald "Geld von Russland" erhalten werde.
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