Krise in der Ukraine

Krise in der Ukraine

  • 3/1/2014 12:20:15 PM   Paul Middelhoff
    Russland hält Einsatz von Streitkräften auf Krim für möglich

    Der russische Föderationsrat hält den Einsatz eines begrenzten Kontingents an Streitkräften für eine Normalisierung der Lage auf der Halbinsel Krim für zulässig.
    Das Oberhaus in Moskau lasse diese Möglichkeit zum Schutz der Bürger und der russischen Schwarzmeerflotte zu, sagte Föderationsratschefin Valentina Matwijenko am Samstag der Agentur Interfax zufolge.
  • 3/1/2014 12:34:06 PM   Paul Middelhoff

    Ein Soldat der offiziell aufgelösten Berkut-Spezialeinheit bewacht den Übergang von der Halbinsel Krim zum ukrainischen Festland. (Foto AFP)

  • Ukrainian flag ripped off Kharkiv regional administration, replaced by Russian flag http://pbs.twimg.com/media/BhpDEptCQAApjJE.png

  • 3/1/2014 12:55:32 PM   Patrick Bernau
    Es wirkt wie eine Fußnote, aber es ist eine wichtige: Russland droht der Ukraine jetzt auch mit höheren Gaspreisen. Gerade die Gaspreise gehörten immer wieder zu den wichtigsten Instrumenten, mit denen Russland Druck auf die Ukraine machen konnte - zumal die Ukraine sowieso Geldsorgen hat.
  • 3/1/2014 1:03:23 PM   Paul Middelhoff

    Vor dem Parlament in Simferopol beziehen Soldaten Stellung, Sie tragen keine Kennzeichnung und können deshalb keiner der Konfliktparteien eindeutig zugeordnet werden. (Foto AFP)

  • 3/1/2014 1:12:37 PM   Paul Middelhoff
    Unruhen im Osten der Ukraine   

    Aus der ostukrainischen Stadt Charkiw werden Unruhen gemeldet. Demnach versuchen prorussische Aktivisten, den Sitz der Regionalverwaltung einzunehmen und geraten dabei mit Unterstützern der neuen Übergangsregierung in Kiew  aneinander. Tausende Menschen hätten sich vor dem Gebäude versammelt. Einige hätten es gestürmt und die russische Flagge gehisst.
  • 3/1/2014 1:14:07 PM   Julian Staib

    Steinmeier fordere Russland abermals auf, auf der Krim die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine zu wahren - twittert das Auswärtige Amt.
  • 3/1/2014 1:20:20 PM   Paul Middelhoff

    Prorussische Kräfte besetzen Verwaltung in Charkiw

    In der Stadt
    Charkiw haben prorussische Kräfte nun das Gebäude der Gebietsverwaltung besetzt. Sie vertrieben Anhänger der Majdan-Bewegung, die das Haus im Zuge monatelanger Massenproteste in Kiew besetzt hatten.„Charkiw und Russland!“ riefen sie bei der Aktion. Die Polizei schritt nicht ein. Auch in anderen russischsprachigen Regionen gab es Proteste gegen die neue Regierung in Kiew mit teils schweren Handgemengen. (dpa)
  • 3/1/2014 1:23:04 PM   Paul Middelhoff
    Der ukrainische Übergangspräsident Olexandr Turtschinow hat die Machtübernahme durch den prorussischen Politiker Sergej Aksjonow auf der Krim verurteilt. Das Vorgehen sei illegal und verstoße gegen die Verfassung, heißt es in einem Erlass der Regierung. (Reuters)
  • 3/1/2014 1:29:21 PM   Julian Staib
    Das Referendum über den Status der Autonomen Republik Krim soll am 30. März stattfinden - schreibt die "Ukrainskaja Prawda" mit Verweis auf die Narichtenagentur "Ria Nowosti".
  • 3/1/2014 1:29:51 PM   Paul Middelhoff

    In der Stadt Donezk protestieren mehr als 10.000 prorussische Demonstranten für die Übernahme der Krim durch Russland. (Foto AFP)

  • 3/1/2014 1:45:10 PM   Paul Middelhoff

    Bewaffnete Kräfte ohne Kennzeichnung kontrollieren Passanten vor dem Ministerkabinett in der Stadt Simferopol auf der Krim. (Foto dpa)

  • 3/1/2014 1:50:27 PM   Julian Staib
    Russichen Zeitungsberichten zufolge haben sich auch in Donezk Tausende prorussische Gegner der neuen Regierung in Kiew versammelt. Sie brachten am dortigen Gebäude der Regionalverwaltung die russische Flagge an und bestimmten einen neuen Gouverneur für die Region Donezk. Weiterhin hätten sie Gelder für Mitglieder der abgesetzten Berkut-Einheiten gesammelt und Losungen zum Schutz der russischen Sprache gerufen.
  • 3/1/2014 1:56:41 PM   Paul Middelhoff
    Putin schlägt dem Parlament Militäreinsatz auf der Krim vor

    Russlands Präsident Wladimir Putin hat den russischen Föderationsrat um Zustimmung für einen Militäreinsatz auf der Halbinsel Krim gebeten. (dpa)
  • 3/1/2014 2:04:47 PM   Julian Staib
    Der Regierungschef der Autonomen Republik Krim, Sergeij Aksenow, habe Putin gebeten, bei der Sicherung des Friedens auf der Halbinsel zu helfen - schreibt die Zeitung "Gazeta.ru".
  • 3/1/2014 2:08:39 PM   Paul Middelhoff
    In Putins Vorschlag an den Föderationsrat heißt es, er wolle die russische Armee in der Ukraine einsetzen, bis sich die politische Lage wieder normalisiert habe. So zitiert eine Erklärung des Kremls den russischen Präsidenten. Zur Begründung für seinen Antrag an den Senat nannte Putin die „außergewöhnliche Lage“ in der Ukraine und eine „Bedrohung“ für die dort lebenden russischen Staatsbürger. (dpa)
  • 3/1/2014 2:14:32 PM   Paul Middelhoff

    Bewaffnete Truppen warten in russischen Armeefahrzeugen in der Stadt Balaclava auf der Krim. Wieder tragen die Soldaten kein Abzeichen und können deshalb keiner der Konfliktparteien eindeutig zugeordnet werden. (Foto: reuters)

  • 3/1/2014 2:20:03 PM   Julian Staib
    In der Erklärung des Kreml zu Putins Vorschlag eines Militäreinsatzes werde die Entscheidung mit Verweis auf die Verfassung der Russichen Förderation begründet, heißt es von dem Radiosender  "Echo Moskaus". Es gelte das Leben russischer Staatsbürger zu schützen.
  • 3/1/2014 2:24:36 PM   Julian Staib
    Vieles erinnert an den Konflikt in Georgien 2008. Seitdem ist Russland dort Schutzmacht der abtrünnigen Regionen Abchasien und Südossetien. Droht nun der Krim ein ähnliches Schicksal? Hier ein F.A.Z-Artikel vom August 2008.
  • 3/1/2014 2:33:44 PM   Paul Middelhoff

    Derweil auf dem Majdan-Platz in Kiew: Anhänger der Übergangsregierung kehren die Überreste der Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Demonstranten zusammen.

  • 3/1/2014 2:45:16 PM   Julian Staib
    Ein Agenturbericht wonach der russische Förderationsrat dem Vorschlag des Präsidenten, einen Militäreinsatz auf der Krim durchzuführen, bereits zugestimmt hat, hat sich noch nicht bestätigt. Russische Zeitungen berichten weiterhin nur von dem Vorschlag Putins an das Oberhaus.
  • 3/1/2014 2:47:59 PM   Paul Middelhoff
    Klitschko spricht von unglaublicher Aggression Russlands

    Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko hat die Entwicklung auf der ukrainischen Halbinsel Krim als „unglaubliche Aggression Russlands“ verurteilt.
    Es handle sich um einen „bewaffneten Einbruch“. „Es geht ausschließlich um die Provokation“. Klitschko sagte, es gebe keinen Konflikt zwischen den Bürgern auf der Krim. Die Mehrheit der Ukrainer strebe nach westlichen Werten. (dpa)
  • 3/1/2014 3:01:31 PM   Paul Middelhoff
    Frankreich besorgt über Truppenbewegungen auf der Krim

    Frankreichs Außenminister Laurent Fabius hat sich „außerordentlich besorgt“ gezeigt über Berichte, in denen von beträchtlichen Truppenbewegungen auf der Krim die Rede ist. Alle Seiten müssten vermeiden, dass sich die Spannungen verschärfen und die territoriale Integrität der Ukraine angetastet wird, sagte Fabius an diesem Samstag in Paris. Fabius sagte, er stehe in engem Kontakt mit den ukrainischen und russischen Behörden, ebenso wie mit den wichtigsten europäischen Partnern. (dpa)
  • 3/1/2014 3:03:44 PM   Paul Middelhoff
    Der ukrainische Übergangspräsident Olexandr Turtschinow hat eine Sitzung mit den Spitzen der nationalen Sicherheitskräfte einberufen, um über die aktuellen Truppenbewegungen Russlands auf der Krim zu beratschlagen.
  • 3/1/2014 3:07:12 PM   Paul Middelhoff

    Bewaffnete Kräfte ohne Kennzeichnung blockieren eine ukrainische Militärbasis nahe der Stadt Balaklava auf der Halbinsel Krim. (Foto: dpa)

  • 3/1/2014 3:27:47 PM   Paul Middelhoff
    Der russische Föderationsrat stimmt dem Militäreinsatz auf der ukrainischen Halbinsel Krim zu. (AFP)
  • 3/1/2014 3:33:10 PM   Paul Middelhoff

    Angehörige der aufgelösten ukrainischen Spezialeinheit Berkut erhalten im russischen Konsulat in Simferopol auf der Krim russische Pässe.

  • 3/1/2014 3:36:34 PM   Paul Middelhoff

    Derweil halten die Demonstranten auf dem Maijdan-Platz in Kiew die Stellung. Sie setzten sich für eine Abkehr von Russland und eine Hinwendung zur Europäischen Union ein. (Foto: AFP)

  • 3/1/2014 3:42:12 PM   Paul Middelhoff
    Hague ruft Moskau zu Deeskelation in der Ukraine auf

    Nach der Zustimmung Russlands zu einem Militäreinsatz auf der Krim hat nun auch Großbritanniens Außenminister William Hague zur Deeskalation der Lage aufgerufen.
    Hague telefonierte mit seinem russischen Amtskollgen Sergeij Lawrow. „Ich habe mit Außenminister Lawrow gesprochen, um zur Deeskelation aufzurufen und zu Respekt für die Souveränität und Unabhängigkeit der Ukraine“, schrieb Hague auf Twitter. Hague sprach anschließend auch mit Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD). Er will an diesem Sonntag zu Gesprächen mit der Übergangsregierung nach Kiew reisen. (dpa)
  • Russians in #Simferopol preparing for a war? Cheering when they heard the news #Crimea http://pbs.twimg.com/media/Bhpv6fCIEAAOIL1.jpg

  • 3/1/2014 3:53:35 PM   Julian Staib

    Russische Soldaten ohne Abzeichen übernehmen eine Station der ukrainischen Küstenwache in Balaklawa, während orthodoxe Priester singen - twittert ein Kollege der "Washington Post".
  • 3/1/2014 3:55:12 PM   Paul Middelhoff
    Nach dem Willen des Oberhauses im russischen Parlament, dem Föderationsrat, soll Präsident Wladimir Putin den Botschafter des Landes aus Amerika zu Beratungsgesprächen nach Moskau zurückrufen. Dazu forderte die Präsidentin des Föderationsrates, Valentina Matwijenko, Putin auf. Der amerikanische Präsident Barack Obama hatte Russland vor einem Militäreinsatz in der Ukraine gewarnt. (AFP)
  • 3/1/2014 4:02:13 PM   Paul Middelhoff

    In der Stadt Balaklawa auf der Krim führt eine Passantin ihre Hunde vor den schwer bewaffneten Kräften spazieren. (AFP)


  • 3/1/2014 4:16:09 PM   Julian Staib
    "Putin hat der Ukraine den Krieg erklärt" - interpretiert die Zeitung "Ukrainskaja Prawda" die Entscheidung Russlands.
  • 3/1/2014 4:18:16 PM   Julian Staib
    Bei der Abstimmung im Förderationsrat habe es keine Gegenstimmen gegeben, berichten russische Medien. 87 Stimmen dafür, keine Enthaltungen.
  • 3/1/2014 4:20:39 PM   Paul Middelhoff

    Prorussische Aktivisten stürmen das Gebäude der Gebietsverwaltung in Charkiw, dass bis dahin von Anhängern der Majdan-Bewgung besetzt gehalten worden war. Bei den Auseinandersetzung gab es dutzende Verletzte. (AFP)

  • 3/1/2014 4:26:11 PM   Julian Staib
    Der ukrainische Präsidentschaftskandidat Vitali Klitschko hat einem Bericht der BBC zufolge eine  "allgemeine Mobilmachung" als Reaktion auf die Entscheidung Russlands gefordert. „Nach dem Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine“ müsse das Parlament den Oberkommandeur dazu auffordern, erklärte Klitschko.
  • 3/1/2014 4:28:12 PM   Julian Staib

    Der Nato-Generalsekretär Rasmussen sieht die "dringende Notwendigkeit" einer Deeskalation auf der Krim.
  • 3/1/2014 4:28:26 PM   Paul Middelhoff
    Dringlichkeitssitzung des Sicherheitsrats zur Ukraine

    Angesichts der eskalierenden Lage in der Ukraine hält der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen nach Angaben von Diplomaten eine weitere Dringlichkeitssitzung ab.
    Das Gremium komme am Samstag in New York um 20 Uhr mitteleuropäischer Zeit für eine zweite Runde von Krisengesprächen binnen 24 Stunden zusammen, erklärte der britische UN-Botschafter Mark Lyall Grant per Twitter. Demnach hat Großbritannien die Sitzung beantragt.
    (AFP)
  • 3/1/2014 4:30:35 PM   Paul Middelhoff
    EU-Außenminister planen Sondertreffen zur Ukraine

    Die Außenminister der Europäischen Union wollen am Montag in Brüssel über die Lage in der Ukraine beraten.
    Wie das Auswärtige Amt am Samstag in Berlin mitteilte, hat die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton zu dem Sondertreffen eingeladen. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und sein französischer Kollege Laurent Fabius werden deshalb ihre für Montag geplante gemeinsame Reise nach Moldau und Georgien verschieben. (dpa)
  • 3/1/2014 4:41:22 PM   Paul Middelhoff
    UN-Sondergesandter Serry sagt Reise auf die Krim ab

    Angesichts der Spannungen zwischen Russland und der Ukraine hat der Sondergesandte der Vereinten Nationen, Robert Serry, eine geplante Reise auf die Krim abgesagt.
    Gemeinsam mit den lokalen Behörden sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine Reise dorthin derzeit nicht möglich sei, teilte Serry mit. Ursprünglich hatte er auf Bitten von Generalsekretär Ban Ki Moon die Lage auf der Krim untersuchen und alle Beteiligten zur Zurückhaltung auffordern wollen. Stattdessen werde er nun nach Genf reisen. Von dort aus wolle er am Sonntag Ban über seine Erkenntnisse informieren und über das weitere Vorgehen beraten. (dpa) 
  • 3/1/2014 4:59:03 PM   Paul Middelhoff

    Während in Moskau über die Entsendung von Truppen auf die Krim beratschlagt wird, beerdigen die Anhänger der Majdan-Bewegung in Kiew die Toten der Krawalle zwischen Demonstranten und Polizei aus der vergangenen Woche. (AFP)

  • 3/1/2014 5:14:58 PM   Lorenz Hemicker
    Russlands Präsident Wladimir Putin will laut Angaben seines Sprechers Dmitr Peskow einen Militäreinsatz auf der Krim von der weiteren Entwicklung auf der ukrainischen Halbinsel abhängig machen. Das berichtet die dpa, unter Berufung auf die russische Nachrichtenagentur Interfax.
  • 3/1/2014 5:20:18 PM   Lorenz Hemicker
    Aus Simferopol erreicht uns eine Nachricht von F.A.Z.-Redakteurin Ann-Dorit Boy.

    In Simferopol, der Hauptstadt der Autonomen Republik Krim, ist die Lage am Abend angespannt, aber ruhig, nachdem der russische Föderationsrat für einen Militäreinsatz in der Ukraine gestimmt hat. Hunderte Russen, vor allem ältere Männer in Militärkleidung, versammelten sich auf dem Lenin-Platz im Zentrum der Stadt und stellten sich dort in Zweierreihen hinter Metallschildern auf. Die Nachricht vom russischen Militäreinsatz nahmen sie mit Jubel auf. Prorussische Demonstranten sprachen davon, dass sie sich von dem Einsatz eine „Beruhigung“ der Lage versprechen. Andere äußerten sich ängstlich und besorgt. Weiterhin sind bewaffnete Männer in Tarnkleidung ohne Kennzeichnung in der Innenstadt präsent und halten einige Straßen und das Parlament abgesperrt.
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