Krise in der Ukraine
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Krise in der Ukraine

  • 3/7/2014 11:25:26 AM   Paul Middelhoff
    Gut eine Woche vor einem Referendum auf der Krim stellt Moskau der Halbinsel eine Aufnahme in die Russische Föderation in Aussicht. „Wenn eine solche Entscheidung bei dem Krim-Referendum getroffen wird, dann wird die Republik zu einem gleichberechtigten Subjekt der Russischen Föderation mit allen Rechten und Vollmachten“, sagte die Chefin des russischen Föderationsrates, Valentina Matwijenko.
  • 3/7/2014 11:30:47 AM   Paul Middelhoff

    Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel besucht auf seiner Reise den Majdan-Platz in Kiew. (Foto: dpa)

  • 3/7/2014 11:31:59 AM   Paul Middelhoff

    Beim Treffen der Europäischen Volkspartei in Dublin treffen sich auch Kanzlerin Merkel und die ukrainische Politikerin Julia Timoschenko. (Foto: AP)

  • 3/7/2014 11:33:30 AM   Paul Middelhoff
    Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko wird noch an diesem Wochenende zur Behandlung ihres Rückenleidens in Berlin erwartet. Wie die Universitätsklinik Charité am Freitag mitteilte, wird damit ihre Behandlung fortgesetzt. Die Klinik machte jedoch keinerlei Angaben dazu, wann Timoschenko in der Hauptstadt eintreffen wird. Die Politikerin selbst hatte am Donnerstagabend am Rande eines Kongresses der Europäischen Volkspartei (EVP) im irischen Dublin angekündigt, dass sie von dort aus nach Berlin reise, um sich operieren zu lassen.

    Seit Februar 2012 bereits hatten Ärzte der Charité die frühere Regierungschefin im ukrainischen Charkow untersucht und auch während ihrer Haft behandelt.   
  • 3/7/2014 12:18:58 PM   Philipp Jaklin
    Ukraine : 30.000 russische Soldaten auf der Krim

    Auf der Krim sind nach Angaben der ukrainischen Grenztruppen inzwischen 30.
    000 russische Soldaten. Das berichtet der ukrainische Sender Kanal 5 TV.

  • 3/7/2014 12:42:26 PM   Philipp Jaklin
    Steinmeier warnt Russland vor "Annektion" der Krim

    Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat
    Russland mit Nachdruck vor einer Aufnahme der Krim in die Russische Föderation gewarnt. „Ganz sicherlich wäre die Annektion nicht nur ein von der Europäischen Union vehement verurteilter Schritt“, sagte Steinmeier am Freitag nach einem Treffen mit dem tschechischen Außenminister Lubomir Zaoralek in Berlin. „Die Weltgemeinschaft bis hin zu den Nachbarstaaten Russlands würde empört reagieren.“ Die EU droht für diesen Fall bereits mit weiteren Sanktionen.

  • 3/7/2014 1:47:43 PM   Philipp Jaklin
    Moskau droht EU mit Gegenmaßnahmen im Fall schärferer Sanktionen

    Russland der Europäischen
    Union für den Fall schärferer Sanktionen mit einer deutlichen Antwort gedroht. Härtere Strafmaßnahmen gegen Moskau würden nicht ohne Reaktion bleiben, teilte das Außenministerium in Moskau am Freitag mit. Die jüngsten Beschlüsse der EU zur Lösung des Ukraine-Konflikts seien „nicht konstruktiv“. Besonders das Einfrieren von Verhandlungen über Visa-Erleichterungen und über ein neues Rahmenabkommen für die Beziehungen zwischen Brüssel und Moskau sei „befremdlich“. Es dränge sich der Eindruck auf, dass diese Entscheidungen nicht vom „gesunden Menschenverstand“ geleitet worden seien, hieß es.
  • 3/7/2014 1:48:34 PM   Philipp Jaklin
    OSZE-Beobachter abermals an Kontrollposten der Krim gestoppt

    Die Beobachter der Organisation für
    Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) haben am Freitag einen neuen Versuch unternommen, auf die ukrainische Halbinsel Krim zu gelangen. Der Konvoi mit den rund 40 Militärexperten wurde am  Nachmittag von Bewaffneten an einem Kontrollposten am Zugang zur Krim gestoppt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten.  Am Donnerstag waren die Beobachter durch Bewaffnete daran gehindert worden, in das Gebiet vorzustoßen.
  • 3/7/2014 2:50:27 PM   Philipp Jaklin
    Gasprom droht indirekt mit Stopp der Gaslieferungen in die Ukraine

    Der russische Staatskonzern Gazprom  droht der Ukraine indirekt mit einem Stopp der Gaslieferungen. Sollte die Regierung in Kiew nicht bald ihre Schulden begleichen, bestehe die
    Gefahr, dass man zu einer Situation wie 2009 zurückkehre, sagt Gazprom-Chef Alexei Miller. Damals stoppte Russland seine Gaslieferungen an die Ukraine.
  • 3/7/2014 4:03:34 PM   Philipp Jaklin
    US-Zerstörer passiert auf dem Weg ins Schwarze Meer den Bosporus
     
    Inmitten der Krise um die Ukraine hat der US-Zerstörer „USS Truxtun“ am Freitag durch den Bosporus Kurs auf das Schwarze Meer genommen. In Begleitung eines Schiffes der  türkischen Küstenwache passierte das Kriegsschiff am Nachmittag die Meerenge bei Istanbul, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete. Die US-Marine hatte ihren Zerstörer am Donnerstag vom griechischen  Stützpunkt Souda Bay auf den Weg ins Schwarze Meer beordert, wo er nach ihren Angaben an einem Manöver mit der rumänischen und bulgarischen Marine teilnehmen soll. Seine Verlegung wurde demnach schon vor Beginn der Krise auf der ukrainischen Halbinsel
    beschlossen.
  • 3/7/2014 4:19:12 PM   Philipp Jaklin
    Russische Gaslieferung über Ostseepipeline unverändert

    Die Spannungen zwischen Russland und der EU
    wegen der Krim-Krise haben bislang zu keiner Veränderung bei den Gaslieferungen über die Ostseepipeline geführt. Derzeit sei die Leitung zu 61 Prozent ausgelastet, sagte am Freitag ein Sprecher der Nord Stream AG. Das liege innerhalb der technisch bedingten Schwankungsbreite von 60 bis 64 Prozent.

    "Es gibt keine Anzeichen, dass Gazprom den Gasstrom drosseln wird", sagte der Sprecher. Die 1224 Kilometer lange Gasleitung zwischen Wyborg bei St. Petersburg und Lubmin bei Greifswald war im November 2011 in Betrieb genommen worden.
  • 3/7/2014 5:08:19 PM   Philipp Jaklin
    Merkel setzt in Ukraine-Krise weiter auf Diplomatie

    Kanzlerin Angela Merkel (CDU) drängt den russischen Präsidenten Wladimir Putin, sich an einer Kontaktgruppe zur Lösung der Krim-Krise zu beteiligen. „Wir erwarten innerhalb weniger Tage die Bildung eines diplomatischen Gremiums und dann auch sehr schnell Ergebnisse“, sagte Merkel nach einem Treffen mit dem irischen Premierminister Enda Kenny in Dublin. Merkel machte deutlich, dass es keinen neuen Sachstand gebe. Wenn es weitere Angriffe auf die territoriale Integrität der Ukraine gebe, werde man mit einem breiten Bündel an Maßnahmen antworten.
  • 3/7/2014 5:08:54 PM   Philipp Jaklin
    Krim-Krise belastet Dax deutlich

    Die anhaltende Krim-Krise hat den Dax am Freitag deutlich belastet. Der deutsche Leitindex dämmte zwar nach einem besser als erwartet ausgefallenen US-Arbeitsmarktbericht seine Verluste kurzzeitig ein, sackte dann aber bis zum Schluss um 2,01 Prozent auf 9350,75 Punkte ab.
  • 3/7/2014 7:11:46 PM   Achim Dreis

    Einzig Fahnenträger Michailo Tkatschenko hat die ukrainische Paralympics-Mannschaft bei der Eröffnungsfeier in Sotschi am Freitagabend vertreten. Der Biathlet und Skilangläufer fuhr beim Einmarsch der 45 Nationen mit seinem Rollstuhl als einziger Ukrainer in die Fischt Arena ein. Er verzog kaum eine Miene, wurde aber vom Publikum mit Applaus bedacht. Das ukrainische Team hatte seine Teilnahme wegen des schwelenden Krim-Konflikts mit Russland erst wenige Stunden vor der Eröffnungsfeier bestätigt. Das deutsche Team verzichtete als Zeichen des stillen Protests bei der Zeremonie auf das ursprünglich angedachte Tragen von Fähnchen. (Foto: Reuters)

  • 3/7/2014 7:28:57 PM   Achim Dreis

    Frankreichs Präsident sichert Klitschko Unterstützung für Ukraine zu
     


  • 3/7/2014 7:30:03 PM   Achim Dreis
    Hollande sichert Klitschko Unterstützung zu

    Frankreichs Staatschef François Hollande hat dem ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Vitali Klitschko Entschlossenheit im Umgang mit der Krim-Krise zugesichert. Die Souveränität und die territoriale Integrität der Ukraine seien nicht verhandelbar, sagte Hollande nach einem Treffen mit dem pro-westlichen Politiker in Paris. Es könne auf der Halbinsel Krim kein Referendum über einen Anschluss an Russland geben, ohne dass die Regierung in Kiew dem zustimmt. Das moskautreue Regionalparlament auf der Krim bezeichnete er als „Pseudo-Parlament“. Neben Klitschko empfing Hollande auch den früheren ukrainischen Außenminister Pjotr Poroschenko im Élyséepalast.



  • 3/7/2014 7:35:37 PM   Achim Dreis
    Russland gibt sich unbeeindruckt

    Im Konflikt um die Krim zeigen die ersten  Strafmaßnahmen des Westens keinerlei Wirkung auf die russische  Führung. Nach der neuerlichen bewaffneten Verweigerung des Zutritts  zu der ukrainischen Halbinsel für mehr als 40 internationale  Beobachter, erklärte das Außenministerium in Moskau am Freitag,  diese seien dazu auch gar nicht berechtigt.

  • 3/7/2014 7:45:49 PM   Achim Dreis
    Russland droht Westen bei Sanktionen mit Vergeltung

    Russland hat dem Westen wegen der Verhängung von Sanktionen in der Ukraine-Krise mit Vergeltung gedroht.
    Die von den USA beschlossenen Strafmaßnahmen würden die Amerikaner wie ein Bumerang treffen, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Sein Ministerium erklärte, sollte die Europäische Union die von ihr angedrohten weiteren Strafmaßahmen tatsächlich verhängen, werde Russland Vergeltung üben.
  • 3/7/2014 7:51:59 PM   Achim Dreis
    Bundeskanzlerin Angela Merkel droht mit weiteren Sanktionen

    Merkel sagte, die EU habe sehr deutlich gemacht,
    wie sie vorgehen werde: "Wir erwarten uns innerhalb weniger Tage Bildung eines diplomatischen Gremiums", sagte sie mit Blick auf die vom Westen geforderte und von Putin im Prinzip zugesagte Kontaktgruppe.
    "Wenn das nicht der Fall ist, dann wird man weitere Sanktionen ins Auge fassen müssen.
  • 3/7/2014 7:59:45 PM   Achim Dreis
    Ban ruft zur Besonnenheit auf

    Un-Generalsekretär Ban Ki Moon hat im
     Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim alle Beteiligten zur  Besonnenheit aufgerufen. Das für den 16. März geplante Referendum  über den künftigen Status der Krim sei eine „beunruhigende und  ernste Entwicklung“, ließ Ban am Freitag in New York mitteilen. Er  forderte alle beteiligten Parteien auf, „die Angelegenheit mit Ruhe anzugehen“
  • 3/7/2014 8:48:22 PM   Achim Dreis
    Mutmaßliche Russen übernehmen Militärposten auf Krim

    Auf der Halbinsel Krim haben offenbar Russen einen Militärstandort der ukrainischen Streitkräfte übernommen. Bewaffnete Männer seien mit einem Lastwagen in die Raketenabwehrstation gefahren, berichtete ein Reuters-Reporter am Freitag vor Ort. Es seien keine Schüsse gefallen. Das Tor des Stützpunkts sei nicht beschädigt. In anderslautenden Berichten hatte es geheißen, der Standort sei gestürmt worden, der Lastwagen habe das Eingangstor durchbrochen. Ein Vertreter des ukrainischen Militärs sagte am Telefon, niemand sei verletzt. Ein anderer ukrainischer Vertreter sagte, er vermittle zwischen den Streitkräften und der bewaffneten Gruppe. Diese hätten keine Waffen erbeutet.

  • 3/7/2014 9:03:13 PM   Achim Dreis
    Prorussische Kämpfer in Armeebasis auf Krim eingedrungen

    Nach Angaben der Übergangsregierung in Kiew waren es prorussische Kämpfer, die in einen Stützpunkt der ukrainischen Luftwaffe vorgedrungen sind, meldet AFP. Die Angreifer verhandelten mit dem dortigen Kommandeur, habe das Verteidigungsministerium am Abend mitgeteilt. Auf der Basis stationierte ukrainische Soldaten hätten sich in  Kasernengebäuden verbarrikadiert. Schüsse fielen den Angaben zufolge aber nicht. Aus ukrainischen Militärkreisen wurde der Vorfall bestätigt, unabhängig überprüfen ließ er sich aber nicht.



  • 3/7/2014 9:47:07 PM   Achim Dreis
    Timoschenko in Berlin eingetroffen

    Die frühere ukrainische
    Ministerpräsidentin Julia Timoschenko ist nach dpa-Informationen am Freitagabend in Berlin eingetroffen.
    In der Charité will sich die ukrainische Oppositionspolitikerin wegen eines Rückenleidens behandeln lassen.
  • 3/7/2014 9:50:12 PM   Achim Dreis

    Timoschenko in Berlin eingetroffen - Therapie in Charité
    Polizeibeamte hielten für den Krankenwagen und zwei

    Begleitfahrzeuge die Einfahrt in die Charité frei. Timoschenko selbst
    war nicht zu sehen (Foto: dpa)


  • 3/7/2014 9:57:10 PM   Achim Dreis
    Geheimdienst wusste es vorher

    Der amerikanische Militärgeheimdienst
    Defense Intelligence Agency (DIA) hat nach eigenen Angaben bereits "sieben bis zehn Tage" vor Beginn der Krim-Krise auf Truppenbewegungen hingewiesen und vor einer möglichen Eskalation gewarnt. Dies machte der Chef des Geheimdienstes, Michael Flynn, in einem Interview des Radiosenders NPR deutlich. Man habe  einen „sehr klaren Hinweis“ an die Regierung gegeben, meinte Flynn. Er reagierte damit auf Kritik von Oppositionspolitikern in den USA, die Geheimdienste hätten die Ereignisse verschlafen.
  • 3/8/2014 8:28:54 AM   Monika Ganster
    China hat in der Krim-Krise zu Ruhe und Besonnenheit aufgerufen.
    Die Krise sollte durch Gespräche gelöst werden, sagte Außenminister Wang Li am Samstag in Peking auf seiner jährlichen Pressekonferenz. Alle Beteiligten sollten das fundamentale Interesse aller Bevölkerungsgruppen in der Ukraine, das Interesse an einem regionalen Frieden und Stabilität im Blick behalten. China werde sich in den Konflikt nicht einmischen. Es handele sich um eine innere Angelegenheit des Landes. China respektiere die Entscheidungen der ukrainischen Bürger.
  • 3/8/2014 8:39:09 AM   Monika Ganster

    Telefonat zwischen Obama und Merkel

    Der amerikanische Präsident Barack Obama und Kanzlerin Angela Merkel haben den Rückzug russischer Soldaten von der ukrainischen Halbinsel Krim gefordert. Das teilte das Weiße Haus nach einem Telefongespräch der beiden Politiker mit. Zugleich verlangten sie den Zugang internationaler Beobachter und Menschenrechtsbeobachter in der Krisenregion. Russland müsse der Bildung einer internationalen Kontaktgruppe rasch zustimmen, die zu einem direkten Dialog zwischen der Ukraine und Russland führen solle.



  • 3/8/2014 10:02:38 AM   Jochen Stahnke
    Lawrow fordert „Dialog ohne Beschuldigungen“
    In der Krim-Krise hat der russische Außenminister Sergej Lawrow den Westen zu einem „Dialog ohne
    Beschuldigungen“ aufgefordert. „Wir sind zu partnerschaftlichen Gesprächen bereit - allerdings akzeptieren wir Versuche nicht, uns als einen Beteiligten des Konflikts in der Ukraine hinzustellen“, sagte er am Samstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Lawrow warf der Übergangsregierung in Kiew abermals vor, mit dem Umsturz nicht legitim an die Macht gelangt zu sein. Direkte bilaterale Gespräche mit dem Nachbarland seien schwierig, da die ukrainische Regierung von radikalen Nationalisten beeinflusst werde, äußerte Lawrow und wiederholte damit ein weiteres Mal die russische Lesart der Dinge.
  • 3/8/2014 10:32:38 AM   Jochen Stahnke
    Schulz kritisiert EU-Sanktionen gegen Russland
    Die EU-Sanktionen gegen Russland im Konflikt mit der Ukraine stoßen in Deutschland auf Kritik. „Wladimir Putin ist äußerst
    machtbewusst, der lässt sich mit Sanktionen nicht an den Verhandlungstisch zwingen“, sagte der deutsche Präsident des EU-Parlaments, Martin Schulz (SPD), der „Wirtschaftswoche“ zur Wirkung solcher Maßnahmen auf den russischen Präsidenten. EU-Energiekommissar Günther Oettinger warnte in dem Magazin davor, dass „die zarte Erholung der europäischen Wirtschaft beeinträchtigt wird“.
  • 3/8/2014 11:41:31 AM   Jochen Stahnke
    Oettinger: Russland wird Gas-Lieferung an EU nicht kürzen
    EU-Energiekommissar Günther Oettinger rechnet mit keiner Kappung der russischen Gaslieferungen nach Europa. "Ich gehe nicht davon aus, dass die Russen ein Interesse daran haben", sagte der CDU-Politiker in einem am Samstag veröffentlichten Interview der "Wirtschaftswoche". "Gazprom ist an täglichen Verkaufsverlösen interessiert", sagte er mit Blick auf den staatlich kontrollierten Konzern. Russland brauche nicht nur die Erlöse, sondern auch Investitionen aus der EU. "Es wäre in seinem Sinn, dass deutsche Autos nicht nur in Ingolstadt oder Sindelfingen gebaut werden, sondern auch neue Standorte in Russland entstehen." Gazprom hatte am Freitag damit gedroht, der Ukraine den Gashahn zuzudrehen, sollten fällige Rechnungen nicht gezahlt werden.
  • 3/8/2014 12:05:27 PM   Jochen Stahnke
    Kiew will Todesschüsse untersuchen
    Die neue prowestliche Führung der Ukraine will die Todesschüsse während der Proteste im Februar in Kiew von einem Parlamentsausschuss untersuchen lassen. Dem Gremium würden Abgeordnete aller Fraktionen angehören, sagte ein Sprecher der Sicherheitsbehörden am Samstag der Agentur Interfax in Kiew. Gehört werden sollten unter anderem internationale Experten sowie Ärzte, Ballistiker und Augenzeugen. Für die Leitung sei der Chef des Nationalen Sicherheitsrates, Andrej Parubij, vorgesehen. Er führte früher das Protestlager auf dem Majdan. In russischen Medien war wiederholt das Gerücht aufgetaucht, die Opposition selbst könne für Schüsse auf Demonstranten verantwortlich gewesen sein, bei denen etwa 80 Menschen getötet wurden.
  • 3/8/2014 2:02:23 PM   Jochen Stahnke
    Moskau droht Waffeninspektionen auszusetzen
    Im Falle amerikanische Sanktionen gegen Moskau droht Russland mit einen Stopp der gegenseitigen Waffeninspektionen.
    , keine ausländischen Inspektionen seines Arsenals an strategischen Waffen mehr zuzulassen. Grund seien „unbegründete Drohungen der Vereinigten Staaten und der Nato gegen Russland“ wegen Moskaus Ukraine-Politik, hieß es laut russischen Nachrichtenagenturen am Samstag unter Verweis auf Kreise des Verteidigungsministeriums.
  • 3/8/2014 2:07:51 PM   Jochen Stahnke
    Warnschüsse gegen OSZE-Beobachter
    Mit Warnschüssen ist Militärbeobachtern der Organisationen für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
    (OSZE) der Zugang zur ukrainischen Halbinsel Krim verwehrt worden. Das teilte die OSZE am Samstag in Wien mit.
  • 3/8/2014 2:22:11 PM   Jochen Stahnke

  • 3/8/2014 2:39:50 PM   Jochen Stahnke

    Die OSZE-Beobachter kehren nach Kherson zurück, nachdem sie vor einem Checkpoint in Armiansk mit Warnschüssen vertrieben worden waren.
  • 3/8/2014 2:44:52 PM   Jochen Stahnke
    Direktes Gespräch zwischen Russland und Ukraine
    Erstmals in der Krim-Krise haben sich Vertreter von Russland und der Ukraine persönlich zu einem
    Gespräch getroffen. Der russische stellvertretende Außenminister Grigori Karassin sei in Moskau mit dem ukrainischen Botschafter Wladimir Jeltschenko zusammengekommen, teilte das Außenministerium in Moskau am Samstag mit. „In aufrichtiger Atmosphäre wurden Fragen der russisch-ukrainischen Beziehungen besprochen“, hieß es in einer Mitteilung der Behörde. (dpa)
  • 3/8/2014 3:41:34 PM   Jochen Stahnke
    Timoschenko in Berlin behandelt
    Die frühere ukrainische Ministerpräsidentin Julija Timoschenko wird nach Einschätzung ihrer Berliner Ärzte nach der Behandlung ihrer Bandscheibenvorfälle wieder ohne Hilfsmittel

    laufen können. Er sei zuversichtlich, sagte Charité-Chef Karl Max Einhäupl am Samstag in Berlin. Die 53 Jahre alte Timoschenko wurde kurz nach ihrer Ankunft in der Berliner Charité am Freitagabend untersucht, aber noch nicht operiert. Derzeit kann sie sich nach Auskunft der Ärzte nur unter Schmerzen und mit einem Rollator fortbewegen. Es sei noch nicht sicher, ob eine OP ein Jahr nach dem letzten Bandscheibenvorfall überhaupt empfehlenswert sei, sagte Einhäupl. Diese Entscheidung werde am Montag getroffen. In jedem Fall werde Timoschenko wohl mindestens eine Woche in der Universitätsklinik bleiben. Ihre Tochter sei bei ihr. Die Behandlungskosten übernehme sie selbst. (dpa)
  • 3/8/2014 3:56:28 PM   Jochen Stahnke
    Berlin will Druck auf Moskau erhöhen
    Die Bundesregierung will in den
    kommenden Tagen einen weiteren Versuch starten, um Russland durch erhöhten Druck in der Ukraine-Krise zum Einlenken zu bewegen.
    Das berichtet die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ (F.A.S.) unter Bezug auf das Auswärtige Amt. „Russland deeskaliert nicht, sondern verschärft mit seiner Drohung eines Anschlusses der Krim die Lage noch weiter“, heißt es aus dem Außenamt. Deshalb wolle Berlin „eine möglichst breit angelegte internationale Koalition mobilisieren“, die sich „mit aller Kraft gegen diese Entwicklung stemmt“. Die Koalition soll die Europäische Union, die OSZE und den Europarat umfassen. Es gehe um die Vorbereitung von „klugen Gegenmaßnahmen, die Russland zeigen sollen, was auf dem Spiel steht“.
    Konkret sollen in den nächsten Tagen abermals ein Sonderrat der EU–Außenminister, der OSZE-Rat auf Ministerebene und das Komitee der Ministerbeauftragten des Europarats zusammentreten. Es gehe um die Absprache und technische Vorbereitung von Sanktionen für den Fall, dass Russland nicht einlenke. Zugleich sei man weiter zu einem Dialog mit Moskau „auf Grundlage unseres Angebots einer internationalen Kontaktgruppe“ bereit, heißt es im Auswärtigen Amt.
  • 3/8/2014 5:23:26 PM   Philipp Jaklin
    Obama und Hollande drohen Russland neue Sanktionen an

    Angesichts mangelnder Fortschritte hin zu einer Beilegung der Ukraine-Krise erwägen Frankreich und die USA neue Strafmaßnahmen gegen Russland. Dies gab die französische Präsidentschaft am Samstag nach einem Telefonat zwischen den Staatschefs François Hollande und Barack Obama bekannt. Die beiden Präsidenten forderten Moskau demnach auf, seine „seit Ende Februar auf die Krim geschickten Truppen abzuziehen“ sowie alles zu tun, um den Zugang internationaler Beobachter auf die ukrainische Halbinsel zu ermöglichen.
      
    Sollte es keinen Fortschritt in diesem Sinne geben, würden weitere Sanktionen ergriffen, hieß es weiter. Diese würden die „Beziehungen zwischen der internationalen Gemeinschaft und Russland spürbar treffen“, was in niemandes Interesse sei.
  • 3/8/2014 5:25:14 PM   Philipp Jaklin
    "Spiegel": Merkel will bei Krim-Referendum nicht zu G8-Gipfel reisen

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) macht ihre Teilnahme am geplanten Gipfeltreffen der acht führenden Industriestaaten (G-8) im russischen Sotschi einem Bericht zufolge von der weiteren Entwicklung auf der Krim abhängig. Sollte es Mitte März ein Referendum über die Zukunft der ukrainischen Halbinsel am Schwarzen Meer geben, wolle Merkel nicht an dem für Anfang Juni anberaumten Treffen teilnehmen, berichtet das Magazin „Der Spiegel“.
  • 3/8/2014 5:41:14 PM   Philipp Jaklin
    Russische Zeitung: Prorussische Kräfte verminen Übergang zur Krim

    Nach dem Machtwechsel auf der Krim haben prorussische Kräfte laut Zeitungsbericht damit begonnen, den Übergang zur Halbinsel zu verminen. Die Sprengladungen seien auf freiem Feld neben einem Feldlager in der Nähe der Ortschaft Tschongar vergraben worden, berichtete ein Korrespondent der russischen Zeitung „Nowaja Gaseta“ am Samstag. Eine offizielle Bestätigung lag nicht vor.

    Entlang der Ortschaft Tschongar verläuft eine der beiden Landstraßen, die die Halbinsel mit dem ukrainischen Festland verbinden. Am Freitag war eine Beobachtergruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) bei Tschongar der Zugang zur Krim verwehrt worden. Die zweite, westlich gelegene Landverbindung führt an der Ortschaft Armjansk vorbei. Dort feuerten prorussische Uniformierte am Samstag Warnschüsse ab, um die OSZE-Beobachter ebenfalls an der Weiterfahrt Richtung Krim zu hindern.
  • 3/8/2014 6:50:33 PM   Philipp Jaklin
    Polen schließt Generalkonsulat auf der Krim

    Polen hat sein Generalkonsulat auf der völkerrechtlich zur Ukraine gehörenden Halbinsel Krim in Sewastopol vorübergehend geschlossen. Das teilte das Außenministerium in Warschau auf seiner Internetseite mit. Das Ministerium forderte polnische Staatsbürger erneut auf, die Krim zu verlassen. Die Situation in der Autonomen Republik sei „unvorhersehbar“. Prorussische bewaffnete Kräfte halten die Krim seit einer Woche unter ihrer Kontrolle.
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