Krise in der Ukraine
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
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Krise in der Ukraine

  • 3/4/2014 11:50:54 AM   Paul Middelhoff
    Ölpreise verlieren stark nach Putin-Aussagen zur Krim

    Die Ölpreise nach den Aussagen des russischen Präsidenten Wladimir Putin zur Krim kräftig gefallen.
    Die Preise konnten damit starke Gewinne vom Vortag nach Sorgen über eine Eskalation der Krim-Krise wieder nahezu wett machen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im April kostete gegen Mittag 109,32 US-Dollar. Das waren 1,88 Dollar weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Ölsorte WTI fiel um 1,48 Dollar auf 103,44 Dollar. (DPA)
  • 3/4/2014 12:22:38 PM   Paul Middelhoff
    Das ukrainische Telekommunikationssystem ist nach Angaben des nationalen Geheimdienstes Ziel von Cyberattacken geworden. Gestört worden seien unter anderem Mobilfunk-Verbindungen ukrainischer Parlamentsabgeordneter. Dabei sei Technik genutzt worden, die auf der von Russland kontrollierten Halbinsel Krim installiert worden sei. (Reuters)
  • 3/4/2014 12:25:54 PM   Paul Middelhoff

    Die Pressekonferenz mit Wladimir Putin wurde im russischen Staatsfernsehen übertragen. (Foto: DPA)

  • 3/4/2014 12:27:45 PM   Paul Middelhoff

    Ein Kleinkind läuft von den russischen Soldaten unbeeindruckt vor dem besetzten ukrainischen Militärstützpunkt nahe dem Ort Perevalne auf der Krim vorbei. (Foto: AP)

  • 3/4/2014 12:29:41 PM   Paul Middelhoff

    Mitglieder der ukrainischen Gemeinde in Wien protestieren gegen Wladimir Putin und das russische Vorgehen auf der Krim. (Foto: Reuters)

  • 3/4/2014 12:33:07 PM   Paul Middelhoff
    Özdemir hält Sanktionen gegen Russland für gerechtfertigt

    Grünen-Chef Cem Özdemir hält mögliche Sanktionen gegen Russland als Konsequenz aus dem militärischen Vorgehen in der Ukraine für gerechtfertigt.
    „Es gibt einen Werkzeugkasten der Diplomatie. Und in diesem Werkzeugkasten befinden sich auch Sanktionen sowie die Sperrung von Konten russischer Politiker“, sagte Özdemir in Berlin. „Man muss aber nicht jedes Werkzeug gleich zum Anfang zum Einsatz bringen.“ Moskau müsse jedoch klar gemacht werden, dass es diese Instrumente gebe und man bereit sei, sie zu nutzen: „Je nachdem, wie Russland agiert, muss dieser Instrumentenkasten zum Einsatz kommen.“ (dpa)   
  • 3/4/2014 12:42:19 PM   Paul Middelhoff
    Vereinigte Staaten  unterstützen Ukraine mit einer Milliarde Dollar

    Die Vereinigten Staaten stützen die Ukraine mit einer Milliarde Dollar für ihre Energieversorgung.
    Das hat das Weiße Haus in Washington mitgeteilt.
    Mit dem Geld soll die Abhängigkeit der Ukraine von Russland geschwächt und die Anbindung des Landes an die westlichen Staaten gefördert werden. Außerdem werde Amerika Fachkräfte in die Ukraine schicken, die bei den anstehenden Parlamentswahlen und der Sanierung der maroden Banken helfen sollen.
  • 3/4/2014 1:06:42 PM   Achim Dreis
    Ukraine nimmt mit 23 Sportlern an Paralympics in Russland teil: In Deutschland wird über einen Boykott der Paralympics nachgedacht, das deutsche Team ist dessen ungeachtet am Morgen von Frankfurt nach Sotschi aufgebrochen - mit gemischten Gefühlen, wie die Sportler sagten. Auch die Ukraine nimmt unterdessen trotz des Krim-Konflikts mit 23 Sportlern an den Winter-Paralympics in Sotschi teil. „Die Mannschaft ist schon da, und bis jetzt nimmt sie auch teil“, sagte Eva Werthmann, Sprecherin des Internationalen Paralympics Komitee (IPC), am Dienstag der Nachrichtenagentur dpa.
  • 3/4/2014 1:52:50 PM   Paul Middelhoff
    Warnschüsse auf ukrainische Soldaten auf der Krim

    Vor dem abgeriegelten Luftwaffenstützpunkt Belbek bei Sewastopol haben russische Soldaten Warnschüsse auf ukrainische Soldaten abgegeben.
    Wie der ukrainische Offizier Olexeji Chramow der Nachrichtenagentur AFP am Telefon sagte, näherten sich dem Stützpunkt am Dienstagmorgen rund 300 ukrainische Soldaten. Die Bewacher hätten daraufhin mehrmals in die Luft geschossen und damit gedroht, auch auf die Soldaten zu schießen, sollten diese weitergehen. Die Ukrainer seien daraufhin vor dem Stützpunkt stehen geblieben. (AFP)
  • 3/4/2014 1:55:17 PM   Lorenz Hemicker

    Russische Quellen melden, der amerikanische Flugzeugträger USS Bush nehme zusammen mit weiteren Schiffen seiner "Carrier Strike Group" Kurs auf das Schwarze Meer. Dieses Foto soll ihn heute in der Nähe der griechischen Hafenstadt Piräus zeigen. Die Berichte sind fragwürdig. Warum das 300-Meter-Schiff durch die türkische Meerenge fahren sollte, ist unklar. Die Krim liegt schon jetzt in der operativen Reichweite des Trägers. Eine Fahrt des Schiffs in das russische "mare nostrum" würde zudem die Gefährungslage für die Bush vermutlich wesentlich erhöhen.
  • 3/4/2014 2:02:39 PM   Paul Middelhoff
    Polen bestellt russischen Botschafter ein

    Polen hat den russischen Botschafter ins Außenministerium zitiert.
    Polen habe gegen die„russische Aggression“ auf der Schwarzmeer-Halbinsel und die Verletzung der ukrainischen Hoheitsrechte protestiert, teilte ein Sprecher des Ministeriums mit. „Wir halten die Beeinträchtigung der territorialen Integrität der Ukraine für unzulässig“, erklärte die polnische Vizeaußenministerin Katarzyna Pelczynska-Nalecz bei Twitter. (dpa)
  • 3/4/2014 2:04:44 PM   Paul Middelhoff
    Timoschenko fordert den Westen zum Eingreifen in der Ukraine auf

    Die ukrainische Ex-Regierungschefin Julija Timoschenko sieht das russische Vorgehen auf der Krim als eine Gefahr "für Europa, für die ganze Welt".
    Im einem Interview mit dem Magazin stern sagt sie: "Wenn wir Russland erlauben, die  Krim einzunehmen, dann ist nicht nur die Ukraine bedroht, es ist ein  Angriff auf die ganze demokratische Welt." Timoschenko fordert von  der internationalen Gemeinschaft "schnelle, starke und entschlossene  Schritte". Das sei "besser als langwierige und nutzlose  Verhandlungen".
  • 3/4/2014 2:08:31 PM   Paul Middelhoff

    Russische Einsatzkräfte geben auf dem Luftwaffenstützpunkt Belbek bei Sewastopol Warnschüsse ab, um ukrainische Soldaten fernzuhalten. (Foto: AP)

  • 3/4/2014 2:18:20 PM   Paul Middelhoff

    Der amerikanische Außenminister John Kerry legt in Gedenken an die Opfer der Proteste in Kiew Blumen auf dem Majdan-Platz nieder. (Foto: AFP)

  • 3/4/2014 2:19:54 PM   Paul Middelhoff
    Lawrow fordert repräsentative Regierung in Kiew

    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat die Bildung einer Regierung in der Ukraine gefordert, die für alle Regionen stehe.
    Während eines seit längerem geplanten Besuchs in Tunesien warf Lawrow dem Westen in Tunis vor, eine Vereinbarung zur Bildung einer solchen Regierung und zu raschen Wahlen zu missachten. Sanktionen des Westens gegen sein Land brächten nichts, sagte Lawrow, Russland werde seine Position nicht verändern. (dpa)
  • 3/4/2014 2:28:08 PM   Paul Middelhoff
    Die Kollegen der New York Times haben in verschiedenen Grafiken die Konfliktlinien dargestellt, die die ukrainische Bevölkerung spalten. Zur Grafik kommen Sie hier.
  • 3/4/2014 2:29:45 PM   Paul Middelhoff
    Europarat fordert von Ukraine nachhaltigen Kampf gegen Gewalt

    Der Europarat hat die Ukraine nachdrücklich dazu aufgefordert, Gewalt einzudämmen und brutale Polizisten zur Rechenschaft zu ziehen.
    Die Straflosigkeit von Polizeibeamten sei ein grundlegendes Problem, das lange zurückreiche, heißt es in einem Bericht, den der Menschenrechtskommissar des Europarates, Nils Muiznieks, in Straßburg veröffentlichte. Muiznieks hatte die Ukraine Anfang Februar besucht. (dpa)
  • 3/4/2014 2:33:01 PM   Paul Middelhoff
    Russland spricht mit Nato über die Ukraine

    Russland hat die Einladung von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen zu einem Sondertreffen des Nato-Russland-Rats akzeptiert.
    Dies teilte eine Sprecherin des Bündnisses am Dienstag in Brüssel mit. Rasmussen, der auch Vorsitzender des Nato-Russland-Rates ist, hatte den russischen Nato-Botschafter Alexander Gruschko zu dem Treffen eingeladen. In dem Gremium sind auch die Botschafter der 28 Nato-Mitgliedsstaaten vertreten. (dpa)
  • 3/4/2014 2:35:07 PM   Paul Middelhoff
    Der Deutsche Aktienindex (DAX) erholt sich nach kräftigen Vortagesverlusten weiter. Äußerungen vom russischen Präsidenten Wladimir Putin sorgten an den internationalen Börsen für ein deutliches Aufatmen. Der deutsche Leitindex gewann am Nachmittag 2,09 Prozent auf 9554 Punkte und baute sein Plus vom Morgen damit aus. Am Montag war der Index aufgrund der angespannten Lage in der Ukraine um fast dreieinhalb Prozent gefallen. (dpa)
  • 3/4/2014 2:40:22 PM   Paul Middelhoff
    Israelische Experten schulen ukrainische Juden in Selbstverteidigung

    Ein Team israelischer Experten ist auf dem Weg nach Kiew, um ukrainische Juden in Selbstverteidigung zu  trainieren.
    Wie die Tageszeitung „Haaretz“ meldete,  werden drei Spezialisten etwa 30 Lehrgangsteilnehmer in  Abwehrtechniken und Krisenmanagement unterrichten. Hintergrund ist  die wachsende Furcht der fast 100.000 Juden in der Ukraine, als  Sündenbock zwischen die Fronten der Konfliktparteien zu geraten. (AFP)
  • 3/4/2014 2:55:54 PM   Paul Middelhoff
    Steinmeier mahnt zur Besonnenheit in der Ukraine

    Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier appelliert an alle Konfliktparteien, Ruhe zu bewahren.
    Es sei dringend nötig, einen Ausweg aus der Eskalationsspirale zu finden. "Die Nerven sind bis zum Zerreißen  gespannt in der Ukraine", warnte er in Berlin nach der Rückkehr von Krisengesprächen in der Schweiz.

    "Wir dürfen nicht unterschätzen: Das ist eine hoch nervöse Stimmung.
    Da stehen sich vor allem in der Ost-Ukraine Sicherheitskräfte bewaffnet  gegenüber. Schon Missverständnisse und Fehler von einzelnen können darüber entscheiden, ob das Land in die Gewalt der letzten Wochen zurückfällt. Das müssen wir verhindern." Er hoffe deshalb, dass sich jeder seiner Verantwortung bewusst sei und darauf  verzichte, in dieser angespannten Situation noch Öl ins Feuer zu gießen. (Reuters)
  • 3/4/2014 2:58:20 PM   Paul Middelhoff
    Krim-Krise treibt Weltmarktpreise für Weizen und Mais

    Der Konflikt in der Ukraine löste zu Beginn der Woche den stärksten Preissprung bei Weizen seit 2012 aus.
    Der Preis für einen Scheffel zur Auslieferung im Mai erreichte an der Rohstoffbörse in Chicago mit mehr als 6,40 Dollar den höchsten Stand seit Mitte Dezember. Experten sehen eine Ursache für den Preisanstieg in der Sorge der Marktteilnehmer vor verzögerten Getreidelieferungen aus der Ukraine. Heute sank der Preis leicht auf 6,21 Dollar. (dpa)

  • 3/4/2014 3:17:36 PM   Paul Middelhoff

    Russische Streitkräfte bewachen eine ukrainische Militärbasis in Perevalnoye. (Foto: Reuters)

  • 3/4/2014 3:24:11 PM   Paul Middelhoff

    Amerikas Außenminister John Kerry trifft sich in Kiew mit dem ukrainischen Übergangspräsidenten Oleksandr Turtschinow und dem Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk. (Foto: AFP)

  • 3/4/2014 3:38:47 PM   Paul Middelhoff
    Laut dem ukrainischen Regierungschef Arsenij Jazenjuk belaufen sich die Schulden des Landes für russische Gaslieferungen auf zwei Milliarden Dollar. Um diese Schuldenlast abzubauen, wolle man bald in Gespräche mit russischen Ministern einsteigen, sagte Jazenjuk. (Reuters)
  • 3/4/2014 3:39:43 PM   Achim Dreis
    Das deutsche Paralympics-Team ist am Dienstag um 18.15 Uhr Ortszeit in Sotschi gelandet. Am Dienstagmorgen war das Team unter großem Medieninteresse am Frankfurter Flughafen verabschiedet worden. „Die Freude ist sicherlich getrübt durch die Ereignisse auf der Krim“, hatte die Ski-Langläuferin Andrea Eskau gesagt. „Wir haben das Weltgeschehen im Blick und werden es gerade da unten auch nicht aus dem Blick verlieren.“
  • 3/4/2014 3:48:24 PM   Achim Dreis
    Wegen der Krim-Krise ist das Champions-League-Spiel zwischen dem ukrainischen Handball-Meister Motor Saporoschje und dem THW Kiel, das am 20. März in Charkow stattfinden soll, gefährdet. „Wir rechnen Ende der Woche mit einer Entscheidung“, sagte Kiels Pressesprecher Christian Robohm. Vertreter des THW Kiel konferieren mit dem Auswärtigen Amt, der deutschen Botschaft in Kiew, der Europäischen Handball-Union EHF und den Verantwortlichen des ukrainischen Meisters. Eine Verlegung des Spiels ins Ausland ist denkbar.
  • 3/4/2014 4:12:11 PM   Paul Middelhoff
    Unser F.A.Z-Korrespondent aus Wien, Stephan Löwenstein, berichtet:

    Die Nachbarn der Ukraine verurteilen in einer scharfen Erklärung das russische Vorgehen, das sie an die sowjetischen Interventionen in Ungarn, der Tschechoslowakei und Polen erinnert. „Wir verurteilen alle Aktionen, die die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine gefährden und rufen dazu auf, sofort die Spannungen durch Dialog zu mindern,  bei vollem Respekt des ukrainischen und internationalen Rechts,“ heißt es in einer Erklärung der sogenannten Visegrád-Gruppe.

    Darin sind Polen, die Slowakei, Ungarn und die Tschechische Republik zusammengeschlossen, von denen die ersten drei eine gemeinsame Grenze mit der Ukraine haben.
    Die jüngsten russischen Militäraktionen seien nicht nur ein Verstoß gegen internationales Recht, sondern erzeugten eine gefährliche neue Realität in Europa: Die vier Länder seien „erschüttert, im 21. Jahrhundert eine Militärintervention erleben zu müssen, die ihren eigenen Erfahrungen von 1956, 1968 und 1981 ähnelt“. 

  • 3/4/2014 4:15:21 PM   Paul Middelhoff
    Oettinger sieht keine Gefahr für Europas Energieversorgung

    Nach Ansicht von EU-Kommissar Günther Oettinger ist die Energieversorgung in Europa bis auf weiteres gesichert.
    Wegen des milden Winters seien die Gasspeicher der EU derzeit gut gefüllt, sagte der Energiekommissar in Brüssel mit Blick auf Gaslieferungen aus Russland über ukrainische Pipelines.

    Es bestehe „im Augenblick“ kein Grund zur Beunruhigung über mögliche Engpässe in Europa - weder für die Industrie noch für private Haushalte. Sollte kein verspäteter Wintereinbruch kommen, „dann werden wir die Zeit bis Ostern mit halbvollen Speichern bestehen und damit unsere Versorgungssicherheit stabil halten können“. (DPA)
  • 3/4/2014 4:24:13 PM   Paul Middelhoff

    Ukrainische Soldaten spielen Fußball auf dem besetzten Flughafen Belbek bei Sewastopol. Im Hintergrund stehen russische Armeefahrzeuge. (Foto: Reuters)

  • 3/4/2014 4:29:32 PM   Paul Middelhoff

    Die Außenbeauftragte der EU, Catherine Ashton, trifft sich in der russischen Botschaft in Madrid mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow, der heute Tunesien besucht hat. (Foto: dpa)

  • 3/4/2014 4:33:00 PM   Paul Middelhoff
    Rasmussen sieht Sicherheit der Nato-Zone gefährdet

    Die russischen Militäraktionen in der Ukraine haben nach Ansicht von Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen „ernste Auswirkungen für die Sicherheit und Stabilität des euro-atlantischen Gebietes“. Nach Konsultationen des Nato-Rates sagte Rasmussen in Brüssel: „Die Verbündeten stehen in dieser schweren Krise im Geiste starker Solidarität zusammen.“ Die Nato werde die Bewertung der Folgen dieser Krise für die Sicherheit des Bündnisses „intensivieren“.(dpa)  
  • 3/4/2014 4:35:45 PM   Paul Middelhoff

    Trübe Stimmung in Kiew: Immer noch harren Anhänger der Majdan-Bewegung auf dem Unabhängigkeitsplatz im Herzen der Stadt aus, um gegen das Vorgehen Russlands auf der Krim zu protestieren. (Foto: AP)

  • 3/4/2014 4:44:46 PM   Lorenz Hemicker

    Ende der Spekulationen: Die USS Bush hat nicht Kurs auf den Bosporus und das Schwarze Meer genommen. Ein Foto der amerikanischen Navy zeigt den jüngsten Flugzeugträger der Nimitz-Klasse am Abend vor der griechischen Küste. Inzwischen soll er vor dem griechischen Hafen von Piräus ankern.
  • 3/4/2014 5:13:23 PM   David Klaubert
    Kerry warnt Russland vor weiterem Eingreifen

    Der amerikanische Außenminister John Kerry hat Russland vorgeworfen, nach einem Vorwand für eine „weitergehende Invasion“ in der Ukraine zu suchen. Es sei klar, dass Moskau „hart daran gearbeitet hat, einen Vorwand zu schaffen, um weiter einmarschieren zu können“, sagte Kerry nach einem Treffen mit dem ukrainischen Übergangsregierungschef Arseni Jazenjuk in Kiew. Die militärische Einmischung auf der Krim sei ein „aggressiver Akt“.

    Kerry
    drang auf eine diplomatische Lösung der Krise. Ein einseitiger Einsatz von Gewalt sei kein Weg, den Streit beizulegen. Die Vereinigten Staaten zögen es vor, die Spannungen mit Russland im Rahmen internationaler Institutionen abzubauen. Sein Land wolle keine größere Konfrontation. Die Krise müsse gelöst werden, indem die staatliche Souveränität geachtet und der Diplomatie der Vorrang gegeben werde.
  • 3/4/2014 5:55:53 PM   David Klaubert

  • 3/4/2014 6:01:26 PM   David Klaubert
     Obama: Lassen uns nicht in die Irre führen

    Der amerikanische Präsident Barack Obama antwortet auf Wladimir Putin, der in einer Pressekonferenz ein militärisches Eingreifen in der Ukraine als „legitim“ bezeichnet hatte, weil Viktor Janukowitsch offiziell darum gebeten habe. Mit dieser Erklärung könne Putin „niemanden in die Irre führen“, sagte Obama. Die Einmischungen Russlands würden den Staat isolieren. Er habe aber auch „Berichte“ zur Kenntnis genommen, wonach sich Putin einen Moment Bedenkzeit nehme, um über das weitere Vorgehen in der Krise nachzudenken. (AFP)
  • 3/4/2014 6:06:39 PM   David Klaubert
    OSZE schickt Militärbeobachter in die Ukraine

    Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) wird eine militärische Beobachtermission in die
    Ukraine entsenden. Das beschlossen 20 Länder der Organisation am Dienstag in Wien, wie die Nachrichtenagentur dpa aus westlichen Diplomatenkreisen erfuhr. Die unbewaffneten Beobachter könnten schon am Mittwoch abreisen. Die Mission soll militärische Aktivitäten Russlands beobachten.

    Die OSZE-Beobachter fahren auf Einladung der Ukraine in das Land. Ob sie tatsächlich Zugang zur ukrainischen Halbinsel Krim bekommt, sei aber noch nicht klar. Die Beobachter könnten zunächst auch in andere Teile der Ukraine reisen. Die militärische Beobachtermission ist unabhängig von einer geforderten diplomatischen Mission der OSZE und der von Deutschland und anderen Ländern geforderten internationalen Kontaktgruppe.
  • 3/4/2014 6:18:11 PM   David Klaubert
    Ukrainische Autoren schreiben Brief an Putin

    „Wir sind Bürger der Ukraine und brauchen keine ausländische Schutzmacht. Wir kommunizieren in unserer Arbeit wie auch darüber hinaus frei in russischer Sprache und glauben nicht, dass eine sprachliche oder ethnische Frage als Vorwand für eine militärische Intervention dienen darf. Alles, was wir brauchen, ist ein anständiges und friedliches Leben. Und die einzige Bedrohung dafür resultiert heute aus der Entscheidung der russischen Regierung, in unser Land einzudringen.

    Mehr dazu: http://www.faz.net/-gr2-7n0s6
  • 3/4/2014 7:24:24 PM   David Klaubert
    Die russische Nachrichtenagentur Ria berichtet unter Berufung auf das Verteidigungsministerium, dass Russland eine ballistische Interkontinentalrakete getestet habe. Die Rakete vom Typ RS-12M Topol sei in der Region Astrachan im Süden in der Nähe des Kaspischen Meeres abgefeuert worden.
  • 3/4/2014 7:26:09 PM   David Klaubert
    Die Ukraine hat die Sicherheitsvorkehrungen an ihren Atomanlagen verstärkt. Grund sei die "ernste Bedrohung der Sicherheit" durch das russische Militär, teilte die ukrainische Führung am Dienstag der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien mit. Rechtswidrige Handlungen der russischen Streitkräfte auf ukrainischem Territorium und die Drohung mit Gewalt gefährdeten die Sicherheit der Ukraine, teilte der ukrainischen Vertreter bei der IAEA in einem Brief an die Atomenergiebehörde mit. Dies berge mögliche Folgen für die Atomanlagen in der Ukraine. Der Brief datiert vom 4. März und lag der Nachrichtenagentur Reuters vor. In dem Land sind 15 Atomreaktoren an vier AKW in Betrieb. Sie haben nach IAEA-Angaben im vergangenen Jahr fast 44 Prozent der Energie in dem Land geliefert.
  • 3/4/2014 8:11:06 PM   David Klaubert
    Die Vereinigten Staaten waren offenbar noch vor der Krim-Krise über den russischen Raketentest informiert worden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP in Washington. Russland hat nach übereinstimmenden Medienberichten erfolgreich eine ballistische Interkontinentalrakete getestet. Das Ziel sei der Test neuer Sprengköpfe gewesen, zitierten die drei führenden russischen Nachrichtenagenturen Behördenvertreter. Die in der Region Astrachan abgefeuerte Topol-Rakete habe ihr Ziel in Sary-Schagan in Kasachstan zerstört.
  • 3/4/2014 8:36:11 PM   David Klaubert

    Russia Today anchor Abby Martin speaks out against Russian invasion of Crimea 3/3/2014

  • 3/4/2014 8:36:16 PM   David Klaubert
    Eine Moderatorin des vom Kreml finanzierten Fernsehsenders Russia Today hat die russische Ukraine-Politik vor laufenden Kameras kritisiert. „Was Russland getan hat, war falsch“, sagte die Amerikanerin Abby Martin in einer Sendung des englischsprachigen Kanals. „Dass ich hier arbeite, heißt nicht, dass ich keine journalistische Unabhängigkeit besitze“, betonte die 29 Jahre alte Martin im RT-Studio in Washington. Sie sei gegen jede Einmischung in Angelegenheiten eines souveränen Staates. „Eine militärische Intervention ist nie eine Lösung“, sagte Martin. Sie kenne keinen Bericht über den Konflikt, egal von welcher Seite, der objektiv sei.
  • 3/4/2014 8:51:54 PM   David Klaubert
    Bundesregierung trainierte ukrainische Sondereinheit

    In Deutschland wird unterdessen bekannt, dass die Bundesregierung in den Jahren 2009 bis 2013 die ukrainische Regierung unter
    Präsidenten Viktor Janukowitsch in Sicherheitsfragen beraten hat. Das geht aus einer am Dienstag bekanntgewordenen Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele hervor.  Danach hat das Bundeskriminalamt dem ukrainischen Sicherheitsdienst SBU polizeiliche Aufbauhilfe geleistet. Im Zusammenhang mit der Fußball-Europameisterschaft 2012 habe es auch Seminare sowie Trainingseinheiten mit der Polizeisondereinheit Berkut gegeben. Für Berkut seien ferner Schutzhelme und leichte Körperschutzausstattung geliefert worden. Während der Proteste in Kiew war die Einheit, deren Name auf Deutsch „Steinadler“ bedeutet, oft durch die Misshandlungen aufgefallen. Auch für die Tötung von Demonstranten sollen sie verantwortlich sein. Übergangs-Innenminister Arsen Awakow hat sie inzwischen aufgelöst.



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