Krim-Krise
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Krim-Krise


Ukrainische Grenztruppen bei einer Übung in der Nähe der russischen Grenze (Foto AFP)


Nach der russischen Annexion der Krim - das Wichtigste im Überblick:
  • Die EU weitet ihre Sanktionen auch auf Vertraute Putins aus.
  • Brüssel unterzeichnet das Assoziierungsabkommen mit der Ukraine.
  • In Moskau stimmt das russische Oberhaus für die Aufnahme der Krim.
  • Russland will auf die amerikanischen Sanktionen antworten.
  • Das Parlament in Kiew will weiter für eine "Befreiung" der Halbinsel kämpfen.

  • 3/16/2014 1:47:13 PM   Julian Staib
    Der prorussische  Krim-Regierungschef, Sergej Aksjonow, hat die Wahl als „historischen Moment“ bezeichnet. „Heute Abend werden  wir feiern, das ist eine neue Ära“, sagte Aksjonow.  Seinen Angaben zufolge  ist der Zulauf zur Abstimmung rege, die Lage ruhig. Die Wahlbeteiligung  liege bereits bei annähernd 50 Prozent, sagte Aksjonow am Sonntagmittag  im russischen Staatsfernsehen. (dpa)
  • 3/16/2014 1:50:12 PM   Julian Staib
    Putin: Referendum entspricht dem Völkerrecht
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat in einem Telefonat mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) darauf beharrt, dass das Referendum auf der Krim über einen Anschluss an Russland dem Völkerrecht entspricht. Die Befragung stimme mit dem Grundsatz der Vereinten Nationen über das Selbstbestimmungsrecht der Völker voll überein, sagte der Präsident am Sonntag einer Mitteilung des Kreml zufolge. (dpa/Reuters)
    Dass das Referendum aus rechtlicher Sicht eher einer "Landnahme" statt einer "Selbstbestimmung" entspricht, hatte die F.A.Z. berichtet.
  • 3/16/2014 1:57:21 PM   Julian Staib
    Zur Teilnahme der Tataren an dem Referendum auf der Krim an dem Referendum gibt es nach Angaben des russischen Radiosenders "Echo Moskaus" widersprüchliche Berichte. Demnach heißt es, in Bachtschissaraj sei es nicht gelungen, eine Wahlkommission zu stellen. Die Tataren hatten im Vorfeld angekündigt, die Wahl zu boykottieren. Die muslimische Minderheit sorgt sich vor einem Beitritt der Halbinsel zu Russland. Agenturberichten zufolge hieß es am Sonntag dennoch, auch Tataren hätten sich an dem Referendum beteiligt.
  • 3/16/2014 2:06:50 PM   Julian Staib
    Unterdessen werden aus dem Osten der Ukraine prorussische Proteste gemeldet. Sowohl aus Charkiw als auch in Donezk gibt es aktuelle Bilder von Demonstranten mit russischen Flaggen. Diesem Twitterer zufolge halten sich die Demonstranten vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft in Donezk auf.


  • 3/16/2014 2:11:47 PM   Julian Staib
    Merkel kritisiert Russland / Mehr Beobachter der OSZE?

    Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Besetzung einer Gasumleitungsstation im ukrainischen Festlandgebiet durch russische Truppen verurteilt. Die Kanzlerin habe ihren Unmut in einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Sonntag zum Ausdruck gebracht, hieß es von Regierungssprecher Steffen Seibert.

    Das ukrainische Außenministerium hatte am Samstag erklärt, dass 80 russische Soldaten in das Dorf Strilkowe eingedrungen seien, das auf einer schmalen Landzunge vor der Nordostküste der Krim, der sogenannten Arabat-Nehrung, liegt. Dabei seien sie von Kampfhubschraubern und gepanzerten Fahrzeugen unterstützt worden.  Das Außenministerium forderte einen „sofortigen Rückzug“ der Truppen. Die Ukraine behalte sich das Recht vor, die „militärische Invasion mit allen Mitteln zu stoppen“. 

    Außerdem riet Merkel laut Seibert, mehr Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) an die Brennpunkte - insbesondere in der Ostukraine - zu entsenden.  Über diese Initiative solle am Montag bei einer Sitzung des Ständigen Rats der OSZE in Wien „mit möglichst breiter Zustimmung“ entschieden werden. Putin habe Merkels Vorstoß begrüßt und zugesagt, seinen Außenminister Sergej Lawrow entsprechend zu beauftragen. (AFP)

  • 3/16/2014 2:16:09 PM   Julian Staib


    Freie, gleiche und geheime Wahl? Nicht zuletzt die durchsichtigen Wahlurnen geben deutliche Hinweise auf die Fragwürdigkeit dieser Abstimmung. (Foto Reuters)

  • 3/16/2014 2:23:39 PM   Julian Staib
    Russland will kurzzeitig Blockade ukrainischer Militärstützpunkte beenden
    Moskau hat nach Angaben der ukrainischen Übergangsregierung zugesagt, die Blockade ukrainischer Militärstützpunkte auf der Halbinsel Krim zu beenden.
    Die „Waffenruhe“ gelte vorerst bis 21. März, sagte Verteidigungsminister Igor Tenjuch am Sonntag in Kiew. Die Vereinbarung sei von dem Kommandierenden der ukrainischen Seestreitkräfte, Sergej Gaiduk, und dem russischen Verteidigungsminister Sergej Schoigu erzielt worden. Eine Bestätigung von der russischen Seite gab es zunächst nicht. Moskau hatte stets bestritten, Einheiten des Nachbarlandes zu blockieren. (dpa)
  • 3/16/2014 2:29:43 PM   Julian Staib
    Einem Agenturbericht von Reuters zufolge haben sich der amerikanische und der russische Außenminister, John Kerry und Sergej Lawrow, an diesem Sonntag in einem Telefonat darauf geeinigt, "die Krim-Krise durch eine Änderung der ukrainischen Verfassung zu lösen", das habe das russische Außenministerium mitgeteilt. Die Verfassung der Ukraine kann nur vom ukrainischen Parlament geändert werden. Gemeint ist wohl der Vorschlag einer Verfassungsreform.
  • 3/16/2014 2:33:54 PM   Julian Staib
    Auf der Halbinsel Krim sind nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministers jetzt bis zu 22.000 russische Soldaten. Die Erhöhung der Truppenstärke verstoße gegen bestehende Verträge über die Stationierung der russischen Schwarzmeerflotte. (Reuters)

  • 3/16/2014 2:36:31 PM   Julian Staib


    Im ostukrainischen Charkiw stehen sich prorussische Demonstranten und Polizei gegenüber. (Foto Reuters)

  • 3/16/2014 2:51:14 PM   Julian Staib

    Etwas Abseitiges: Es gibt sogar einen Kühlschrank-Magneten zum Referendum auf der Krim - twittert der Moskau-Korrespondent des Wall Street Journals. "Frühling" - steht groß über dem Blumenstrauß. Unten weisen zwei Pfeile aufeinander, darauf "Krim" und "Russland".
  • 3/16/2014 3:14:52 PM   Julian Staib

    Auf dem Wahlzettel gibt es zwei Optionen: Entweder der Beitritt der Krim zur Russischen Föderation. Oder aber die Wiederherstellung der Verfassung der Republik Krim von 1992 - demnach wäre die Halbinsel zwar weiterhin Teil der Ukraine, hätte jedoch eine weitergehende Autonomie als heute. (Foto Reuters)

  • 3/16/2014 3:18:07 PM   Julian Staib
    Der Sprecher von Russlands Präsident Wladimir Putin, Dmitrij Peskow, sieht keine Gefahr für eine Isolation Russlands. Es zeichne sich derzeit kein neuer Kalter Krieg ab. Die Gespräche mit dem Westen gingen ungeachtet der „dramatischen Meinungsverschiedenheiten“ weiter, sagte Peskow dem russischen Fernsehsender Ren-TV. „Wir hängen wirtschaftlich vom Westen im gleichen Maße ab, wie der Westen auch von uns abhängt“, sagte Peskow. (dpa)
  • 3/16/2014 3:40:40 PM   Julian Staib
    Demonstranten stürmen Sitz der Sicherheitskräfte in Donezk
     In der ostukrainischen Stadt Donezk sind am Sonntag prorussische Demonstranten in das Hauptquartier der Sicherheitskräfte sowie das Büro des Staatsanwalts eingedrungen.  Dabei stießen sie praktisch auf keinen Widerstand. Die Demonstranten forderten die Freilassung des selbsternannten „Volksgouverneurs“ der Region, Pawel Gubarew. Dieser war Anfang März festgenommen worden, nachdem er zusammen mit anderen prorussischen Aktivisten den Sitz der Regionalregierung in Donezk gestürmt und sich selbst zum Gouverneur erklärt hatte. (AFP)
  • 3/16/2014 3:56:10 PM   Julian Staib
    Die Ukraine hat fast alle Grenzübergänge zu Russland geschlossen, um den angeblichen Einfluss von Russen auf die Proteste im Osten der Ukraine zu unterbinden. Das sagte der ukrainische Innenminister Arsen Awakow nach Angaben des "Wall Street Journals". Ukrainische Grenzkontrollen hätten Hunderte Russen mit "zweifelhaften Absichten" an der Grenze aufgehalten, so Awakow.
  • 3/16/2014 4:13:05 PM   Julian Staib
    Die Zeitung "New York Times" untersucht die Krim-Krise mit Hilfe der Spieltheorie - und fühlt sich dabei an den Kalten Krieg erinnert: "Wäre die Ukraine weiterhin eine Nuklearmacht, hätte sie mehr Möglichkeiten, das russische Militär abzuschrecken".
  • 3/16/2014 4:27:08 PM   Julian Staib
    Die EU wird das Ergebnis der Volksabstimmung auf der Halbinsel Krim nicht anerkennen. Das Referendum sei nicht rechtens, teilten EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso und Ratspräsident Herman Van Rompuy mit. Auch der amerikanische Außenminister John Kerry bekräftigte im Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow, dass die USA das Ergebnis des Referendums nicht anerkennen werden. (Reuters)
  • 3/16/2014 4:31:43 PM   Julian Staib

    Prorussische Demonstranten in Donezk (Foto: dpa)

  • 3/16/2014 5:12:53 PM   Julian Staib


    Ein junger Ukrainer auf dem Kiewer Unabhängigkeitsplatz, mit Plastikgewehr vor der Brust und der Aufschrift "Stoppt Russland" auf dem Helm.


  • 3/16/2014 5:20:42 PM   Julian Staib
    Die prorussischen Demonstranten in Donezk haben auf mehreren Verwaltungsgebäuden die russische Flagge gehisst. Sie forderten die Freilassung des selbst ernannten „Volksgouverneurs“ Pawel Gubarew. Er war festgenommen worden, nachdem er mit anderen prorussischen Aktivisten den Verwaltungssitz gestürmt und sich zum Gouverneur erklärt hatte. (dpa)
  • 3/16/2014 5:28:12 PM   Julian Staib
    Demonstranten in weiteren Städte fordern Referendum
    Auch in anderen ukrainischen Städten, darunter Odessa, Lugansk, Saporoschje und Dnjepropetrowsk hat es Agenturberichten zufolge Proteste gegeben. Jeweils demonstrierten  Hunderte für ein Referendum nach dem Vorbild der Krim.
    Innenminister Arsen Awakow warnte in Kiew vor "Provokateuren", die die Lage in der Ukraine destabilisieren wollten. (dpa)

  • 3/16/2014 5:44:22 PM   Julian Staib
    In Kürze schließen die Wahllokale. Berichten zufolge wird ein Ergebnis um 22:30 Uhr Ortszeit (21:30 Uhr mitteleuropäische Zeit) erwartet.
  • 3/16/2014 5:58:11 PM   Julian Staib
    Es gibt noch gar kein offizielles Ergebnis, trotzdem stellt der stellvertretende Präsident der Krim Regierung, Rustam Temirgalijew, nach Angaben der "Kiev Post" schon eine klare Prognose auf: Demnach würden 82 Prozent der Wähler für den Beitritt zur Russischen Föderation stimmen. 58 Prozent der Krim-Bewohner seien schließlich ethnische Russen, rechnete Temirgalijew vor, zudem würden Meinungsforschern zufolge wohl rund 50 Prozent der Ukrainer und  38 Prozent der Krimtataren für den Beitritt stimmen. Die Wahlen, fügte er der Zeitung zufolge hinzu, seien frei und fair durchgeführt worden.
  • 3/16/2014 6:05:20 PM   Julian Staib
    EU-Außenminister beraten am Montag über Sanktionen
    Einen Tag nach dem international kritisierten Referendum auf der ukrainischen Halbinsel Krim kommen die EU-Außenminister am Montag
    in Brüssel zusammen. Sie wollen über die Lage in der Ukraine beraten und werden aller Voraussicht nach weitere EU-Sanktionen gegen Russland beschließen. Dabei geht es um Einreiseverbote und Kontosperrungen gegen die  Verantwortlichen für das militärische Eingreifen auf der Krim.  EU-Diplomaten zufolge sollen aber weder Russlands Präsident Wladimir Putin noch Außenminister Sergej Lawrow mit Strafmaßnahmen belegt werden. Es könnten auch prorussische Ukrainer auf die Liste gesetzt werden. (AFP)
  • 3/16/2014 6:07:29 PM   Julian Staib
    Krim stimmt angeblich für Beitritt zur Russischen Föderation
    Die Menschen auf der Krim haben nach  Angaben der Regionalregierung für einen Beitritt zu Russland gestimmt. 93 Prozent seien für den Russland-Beitritt, teilte die prorussische Führung der Krim nach Schließung der Wahllokale auf Grundlage von Wählerbefragungen mit. (dpa)
  • 3/16/2014 6:16:05 PM   Julian Staib

    Es ist ein im besten Sinne russisches Ergebnis: Wählerbefragungen zufolge haben 93 Prozent der Befragten für einen Beitritt der Krim zur Russischen Föderation gestimmt, ganze sieben Prozent sprachen sich für einen Verbleib in der Ukraine aus - twittert der russische Fernsehsender NTW.
  • 3/16/2014 6:25:47 PM   Julian Staib

    "Die russische Party hat begonnen" - twittert der Kollege des dänischen Fernsehens aus Simferopol.
  • 3/16/2014 6:30:56 PM   Julian Staib
    Die Wahlbeteiligung des Referendums hat nach Angaben der prorussischen Führung auf der Krim 83 Prozent betragen. Das Endergebnis wird noch an diesem Sonntagabend erwartet. In der Hafenstadt Sewastopol, dem Sitz der russischen Schwarzmeerflotte, wurde die Wahlbeteiligung mit 85 Prozent angegeben. (dpa)

    Die Wahl war nicht von internationalen Beobachtern observiert worden, sowohl EU als auch OSZE hatten dies abgelehnt. Daher dürfte das Wahlergebnis mit Vorsicht gelesen werden. Die hohe Wahlbeteiligung ist nicht zuletzt deshalb überraschend, da die Krimtataren angekündigt hatten, die Abstimmung zu boykottieren.
  • 3/16/2014 6:31:38 PM   Julian Staib

    Krim will nun schnell von Russland aufgenommen werden 

    Der prorussische Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow kündigte an, alles juristisch Notwendige für einen raschen Anschluss an Russland zu tun. „An diesem Montag wird sich der Oberste Sowjet der Krim an Präsident Wladimir Putin wenden mit der Bitte, die Krim in die Russische Föderation aufzunehmen“, sagte er. (dpa)

  • 3/16/2014 6:48:42 PM   Maria Wiesner
    Kerry: Krim-Referendum ist illegal
    Amerikas Außenminister John Kerry hat in einem Telefonat mit seinem russischen Kollegen Sergej Lawrow abermals betont, dass Washington das Referendum auf der Krim nach ukrainischem Gesetz als illegal betrachtet. Die Vereinigten Staaten würden das Ergebnis der Abstimmung nicht anerkennen. Zugleich äußerte Kerry sich sehr besorgt über jüngste Aktivitäten russischer Militärs in Cherson auf dem ukrainischen Festland, wo russische Truppen eine Gasumleitungsstation besetzt hätten, sowie über "anhaltende Provokationen" in ostukrainischen Städten, teilten hohe amerikanische Regierungsbeamte nach dem Gespräch am Sonntag mit.

    Kerry wies Lawrow zudem darauf hin, dass ukrainische Regierungsstellen die Verantwortlichen für die jüngste Gewalt in Charkow in der Ostukraine dingfest gemacht und die Entwaffnung irregulärer Truppen in Angriff genommen hätten. Dort hatten unter anderem 3000 Demonstranten ein Referendum wie auf der Krim gefordert.

    Kerry habe zudem auf den Reformprozess im Parlament in Kiew hingewiesen. Er bekräftigte, die Krise könne nur auf politischem Wege gelöst werden. Bereits zuvor hatte Amerika klargemacht, auf das Referendum mit schärferen Sanktionen reagieren zu wollen. Dies solle rasch geschehen. (dpa)
  • 3/16/2014 8:18:00 PM   Maria Wiesner
    Krim-Delegation will am Montag bereits nach Moskau
    Unmittelbar nach dem Krim-Referendum hat die Führung der Halbinsel für diesen Montag eine Sondierungsreise nach Russland angekündigt. "Eine Delegation wird in Moskau den Prozess eines Beitritts zu Russland besprechen", teilte Regierungschef Sergej Aksjonow am Sonntagabend in Simferopol mit. Zuvor werde in der Krim-Hauptstadt noch das Parlament
    zusammentreten.

    In Moskau wurde das Ergebnis der Wählerbefragung mit Begeisterung aufgenommen. "Das ist ein historisches Ereignis - ich bin sicher, dass auch das amtliche Endergebnis überzeugend sein wird", sagte Parlamentspräsident Sergej Naryschkin der Agentur Interfax zufolge. Er kritisierte den Westen dafür, dass dieser die Volksbefragung nicht anerkennen wolle. "Stattdessen akzeptieren sie das Selbstbestimmungsrecht des Kosovo und betonen, das sei ein Sonderfall", sagte der Chef der Staatsduma. (dpa)
  • 3/16/2014 8:26:41 PM   Maria Wiesner
    "Ich bin nun auf dem  Hauptplatz der Krim-Hauptstadt Simferopol. Eine große pro-russische Menschenmenge feiert ihren Sieg im Referendum", twittert ein niederländischer Journalist.
  • 3/16/2014 9:09:52 PM   Maria Wiesner
    Der Wahlleitung zufolge haben bei dem Referendum auf der Krim nach Auszählung der Hälfte der Stimmen etwa 95,5 Prozent für einen Beitritt der Halbinsel zu Russland votiert. Dieses vorläufige Ergebnis teilte der Wahlleiter der Führung, Michail Malyschew, am Sonntagabend in Simferopol mit. Die Wahlbeteiligung habe demnach bei etwa 82 Prozent gelegen. (dpa)
  • 3/16/2014 9:39:14 PM   Maria Wiesner
    Auch Großbritannien kritisiert derweil die Abstimmung auf der Krim. Man erkenne das Krim-Referendum nicht an und rufe Russland zum Dialog mit der Ukraine auf. Die Krise solle innerhalb bestehender internationaler Gesetze beigelegt werden, ließ Premierminister Cameron über den offiziellen Twitter-Kanal mitteilen.
  • 3/16/2014 9:42:08 PM   Maria Wiesner
    Putin bei Telefonat mit Obama: Referendum ist rechtmäßig
    Der russische Präsident Wladimir Putin hat 
    das Referendum auf der Krim in einem Telefonat mit Amerikas Präsident  Barack Obama als „rechtmäßig“ bezeichnet. Die Volksabstimmung stehe in „voller Übereinstimmung mit den Normen des Völkerrechts“, sagte Putin nach Angaben des Kreml bei dem Gespräch am Sonntagabend, das auf Initiative Washingtons geführt worden sei.
      
    Zu der Forderung westlicher Staaten, die aktuellen Entwicklungen  müssten von der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beobachtet werden, sagte Putin, eine solche Mission müsse sich auf „alle ukrainischen Regionen“ erstrecken. (AFP)
  • 3/17/2014 5:10:32 AM   Cai Philippsen
    China weicht Frage nach Rechtmäßigkeit des Krim-Referendums aus

    China will sich nicht zur Rechtmäßigkeit der Volksabstimmung auf der Krim für einen Anschluss an Russland äußern. Vizeaußenminister Li Baodong wich am Montag in Peking auf einer Pressekonferenz zum bevorstehenden Besuch von Staats- und Parteichef Xi Jinping in Europa zweimal der Frage aus, ob China die Legalität des Referendums und sein Ergebnis anerkenne. „Wir hoffen, dass alle Seiten einen kühlen Kopf bewahren und eine politische Lösung suchen“, sagte Li Baodong auch auf Nachfrage lediglich. Eine weitere Eskalation müsse vermieden werden. „Dialog ist der einzige Ausweg.“ (dpa)

  • 3/17/2014 6:11:51 AM   Cai Philippsen
    Russland will nach Referendum Krim aufnehmen
    Nach dem umstrittenen Referendum auf Schwarzmeerhalbinsel Krim über eine Abspaltung von der Ukraine will Russland nun die Republik rasch in die Föderation aufnehmen. Die Staatsduma in Moskau schaffe dafür jetzt die rechtlichen Voraussetzungen, sagte Vizeparlamentschef Sergej Newerow am Montag der Agentur Interfax. „Die Menschen haben für die Wiedervereinigung mit einem Volk gestimmt, mit dem sie immer gelebt haben“, sagte er. (dpa)
  • 3/17/2014 6:49:52 AM   Cai Philippsen
    96,6 Prozent stimmen für Beitritt der Krim zu Russland
    Bei dem Referendum über den zukünftigen Status der Krim haben sich laut offiziellem Endergebnis 96,6 Prozent für die Eingliederung der ukrainischen Halbinsel in die Russische Föderation ausgesprochen. Das teilte der Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow am Montagmorgen mit. (AFP)
  • 3/17/2014 8:04:06 AM   Cai Philippsen
    Ashton: Russland muss Ernst der Lage erkennen
    Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton hat das umstrittene Referendum auf der Krim über die Zugehörigkeit zu Russland als illegal bezeichnet und Russland zum Dialog mit der Ukraine aufgerufen. „Es ist gemäß der ukrainischen Verfassung und gemäß internationalem Recht illegal“, sagte Ashton unmittelbar vor Beginn eines Treffens der EU-Außenminister am Montag in Brüssel. „Ich fordere Russland noch einmal auf, mit der ukrainischen Führung einen Dialog zu beginnen und zu einer Deeskalation zu kommen.“ (dpa)
  • 3/17/2014 9:16:36 AM   Julian Staib
    Krim ruft Unabhängigkeit aus / Bitte um Russland-Anschluss
    Nach ihrem umstrittenen Referendum über
    eine Abspaltung von der Ukraine hat die Schwarzmeerhalbinsel Krim ihre Unabhängigkeit offiziell ausgerufen.
    Im Parlament der Krim-Hauptstadt Simferopol stimmten 85 Abgeordnete für die Unabhängigkeit der Autonomen Republik als eigenständiger Staat. Das teilte das Parlament am Montag mit.  Bei dem international scharf kritisierten Referendum über den künftigen Status der Krim hatten sich am Sonntag nach Angaben der Regionalregierung 96,6 Prozent für einen Beitritt zur Russischen Föderation ausgesprochen. (dpa)
  • 3/17/2014 9:32:04 AM   Julian Staib
    Agenturberichten zufolge hat der Präsident des Krim-Parlaments, Wladimir Konstantinow, mitgeteilt, dass die ukrainischen Militäreinheiten in der Krim-Region aufgelöst würden. (Reuters)
  • 3/17/2014 9:39:43 AM   Julian Staib
    Das Parlament der Ukraine hat ein Präsidenten-Dekret gebilligt, das eine Teilmobilisierung der Streitkräfte einschließlich der Mobilisierung von 40.000 Reservisten vorsieht. Davon sollen 20.000 in die Streitkräfte eingebunden werden und 20.000 in eine neu gebildete Nationalgarde. (Reuters)
  • 3/17/2014 9:52:01 AM   Paul Middelhoff
    Dem Präsidenten-Dekret des Interimspräsidenten Alexander Turtschinow zur Teilmobiliserung der Streitkräfte haben 275 Abgeordnete ukrainische Abgeordnete zugestimmt, 33  Parlamentarier enthielten sich. Ein namentlich nicht genannter Abgeordneter nannte als Begründung „die Zuspitzung der politischen Lage im Land und die Einmischung Russlands in die inneren Angelegenheiten der Ukraine“. (AFP)
  • 3/17/2014 10:09:35 AM   Paul Middelhoff
    Wie die Nachrichten-Agentur Itar-Tass meldet, gibt Russlands Präsident Wladimir Putin gibt am Dienstag eine Erklärung vor beiden Häusern des russischen Parlaments zu den Entwicklungen auf der Krim ab.
  • 3/17/2014 10:23:43 AM   Paul Middelhoff
    Unsere F.A.Z.-Korrespondentin Ann-Dorit Boy twittert ein Bild des ukrainischen Verteidigungsministers Tenyukh, der die Krim weiter als Teil der Ukraine sieht.


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