Klimagipfel

Klimagipfel

  • 11/22/2013 1:47:39 PM   Mephistopheles

    "Aus den Beobachtungen der Wissenschaft über den sogenannten instrumentellen Zeitraum (ab ca. 1850) sowie aus den Klimazeitreihen (z.B. Eisbohrkerne) lässt sich ein klarer Zusammenhang zwischen Industriealisierung und CO2-Anstieg ableiten."
  • 11/22/2013 1:48:54 PM   leokhiwi
    Wie geht das mit der Datenaufnahme? Wie viele Datenpunkte, in welchem Gebiet, über welchen Zeitraum hat man beispielsweise für das Tiefenwasser in der Antarktis?
  • 11/22/2013 1:49:49 PM   Christian
    @ Knobloch Wenn sie keine Ahnung haben, dann sollten sie Still sein, schauen sie doch die Daten an, wenn sie 2013 mit Klima in Verbindung bringen sind Sie selbst schuld, auch das Rekordminmum 2012 war kein Klima sondern Wetter, den die Jahr zu Jahr Schwankungen entscheiden das Wetter aber die Langfristige Entwicklung das Klima
  • 11/22/2013 1:50:43 PM   Klaus Grosfeld
    In der Wissenschaft wurde zu keiner Zeit eine komplette "Pol-Schmelze" prognostiziert. Wenn Sie sich auf die Arktis beziehen, so kann es sich lediglich um eine meereisfreie Arktis im Sommer handeln. Im Winter wird die Arktis immer eiisbedeckt sein, mangels EInstrahlung. Es sein denn das Klima verändert sich dermaßen, dass die globale Temperatur um viele Grade ansteigt. Von so einem Extremszenario war nie die Rede.
  • 11/22/2013 1:52:20 PM   Mephistopheles
    Wie können Sie sich sicher sein, keinem kausalen Fehlschluss zu unterliegen, wenn Sie folgern: "Aus den Beobachtungen der Wissenschaft über den sogenannten instrumentellen Zeitraum (ab ca. 1850) sowie aus den Klimazeitreihen (z.B. Eisbohrkerne) lässt sich ein klarer Zusammenhang zwischen Industriealisierung und CO2-Anstieg ableiten." Man weiß, dass sich erwärmende Meere auch mehr CO2 freisetzen. Wie können Sie sich sicher sein, dass der menschliche CO2-Ausstoß ein entscheidender Faktor bleiben wird? Sind nicht auch andere Faktoren wie die Sonnentemperatur denkbar?
  • 11/22/2013 1:53:08 PM   Joachim Müller-Jung
    die kürzesten Beiträge sind wie immer
    die kompetentesten....
  • 11/22/2013 1:53:11 PM   Wolfgang Knobloch
    Müller-Jung soll an seinen Lügen ersticken und an seinem Blut ertrinken!
  • 11/22/2013 1:53:30 PM   skywalker
    Nebenbei: der Gletscher im Bild oben ist der Petito Moreno im argentinischen Teil Patagoniens ( ist super dort !!) Wohl einer der wenigen der nicht schmilzt. Kennen Klimaforscher den Grund?
  • 11/22/2013 1:54:07 PM   Martin Wehlan
    Die ganze Diskussion erinnert an DDR-Zeiten. wo nicht sein konnte was nicht sein durfte
  • 11/22/2013 1:54:24 PM   skywalker
    In der Teilchenphysik und der Erforschung des Universums werden nicht solche Emotionen frei. Woran das wohl liegt?
  • 11/22/2013 1:55:06 PM   Klaus Grosfeld
    Die Beobachtung gerade von Tiefenwassermassen sind natürlich sehr dünn gesät. Dazu werden sogenannte Langzeitverankerung im Ozean angebracht und diese alle 2-3 Jahre ausgetauscht, um kleine Änderungen auch über lange Zeiten beobachten zu können. Solche Messpunkte und Progarmme sind an zwei Händen abzuzählen. Dazu gibt es aber im Südsommer Expeditionen, die auf unterschiedlichen Fahrtabschnitten ozeanographische Messungen durchführen und so ein umfassender Datensatz entsteht.
  • 11/22/2013 1:55:48 PM   Christian
    Hallo Joachim, im Grunde sind es 3x Dinge.. 1. Natürlche Variabilität (vorallem El-Nino, damit auch verbunden die derzeitige Versenkung von Wärme in tiefere Ozeanschichten) 2. Solaraktvität, wir sind im schwächten Sonnenzyklus seid über 100 Jahren. 3. Datenerfassung, manche Anbieter von Globalen Temperaturen erfassen nicht den gesamte Globus, vorallem da die Arktis sehr sensitiv gegenüber Änderung des Strahlungshaushalts sind, kann also hier substanzielle Unterschätzung der Erwärmung stattfinden, Sateliten-Daten sind sehr Sensitiv gegenüber El-nino, was zu mehr Rauschen und schlechtern erkennen von menschlicher Erwärmung führt. Gruss
  • 11/22/2013 1:56:21 PM   HSt
    @skywalker: Wahrscheinlich "Wetter", (immer dann, wenn es nicht den Simulationen entspricht)
  • 11/22/2013 1:57:15 PM   skywalker
    Meines Erachtens sollte eine Vertrauensperson z.B. der Bundespräsident den Menschen, die Grundkenntnisse in Wärmelehre von der schule oder Uni her haben das erklären. Ich sehe das große Problem darin, dass die Bevölkerung die Zusammenhänge nicht versteht oder verdrängt. Umgekehrt heißt dass wenn die nationalen Führungen und der IPCC wesentliche Teile der Bevölkerungen erreicht, ist das die halbe ( leider nicht die ganze ) Miete.
  • 11/22/2013 1:57:31 PM   Klaus Grosfeld
    Natürlich kommt zum menschengemachten CO2-Eintrag in die Atmosphäre auch ein Ausgasungseffekt aus den Ozeanen hinzu, wenn die Temperatur weiter ansteigt. Dazu spielt das Auftauen der Permafrostböden in der Arktis eine wichtige Rolle, da hierdurch Methan frei wird und dies eine 20-fache Klimawirkung wie CO2 besitzt.
  • 11/22/2013 1:57:33 PM   Martin Wehlan
    Die Ursache dafür, dass es so emotional zugeht liegt daran, dass die Klimatologie noch nie gezeigt hat, dass die Temperatur dem CO2-Gehalt folgt. Aus den Eisbohrkernen erkennt man nur, dass es stets umgekehrt war. Ändern sich etwa die Naturgesetze seit 1850 ?
  • 11/22/2013 1:58:01 PM   Joachim Müller-Jung
    vielleicht kann Herr Grosfeld ja etwas zu den Eisbohrkernen sagen..
  • 11/22/2013 1:58:44 PM   Christian
    Ja, die Wechselwirkung zwischen Tropo und Stratos hat sogar einen minimalen Einfluss auf die Globaltemperatur im Winter (errinere mich in einen reviewed Arbeit von irgendwas bei 0,1K gelesen zu haben) was wieder ein Punkt in der Variabilität ist. Nungut, dass ganze wird ziemlich speziell, wenn wir nun über den vertikalen Transport von Luftmassen reden.. jedenfalls danke für Ihre Darstellung, damit bin ich auch weg..
  • 11/22/2013 2:00:37 PM   Klaus Grosfeld
    Die Eisbohrkerne zeichen biede Signale auf, CO2 durch Gaseinschluss und Temperatur durch das Sauerstoffisotop im Eis selber auf. Durch den Schneefall wird das Temperatursignal instantan gespeichert. Aber das Gas kann zwischen den Schneeflocken weiter mit der Atmosphäre austauschen udn erst ab einer Tiefe von ca. 60 - 80 m kommt es zum Porenabschluss der Lufteinschlüsse. SOmit gibt es hier eine Verlagerung der Zeitskalen.
  • 11/22/2013 2:00:51 PM   leokhiwi
    Danke. Zu den Eisbohrkernen auf wieder ein paar technische Fragen: Wie viele wurden gezogen (10, 100, 1000 etc.)? Bis in welche Tiefen? Wie lange reichen die in die Vergangenheit zurück?
  • 11/22/2013 2:02:26 PM   Klaus Grosfeld
    Es ist darüber hinaus aber auch eine wissenschaftlich meines Wissens nach bisher nicht eindeutig geklärte Frage. EIne initiale Erwärmung kann einen verstärkten Kohlenstoffaustausch anregen, der wiederum zu einer verstärkten Erwärmung führt.
  • 11/22/2013 2:04:36 PM   Joachim Müller-Jung
    Es ist wirklich schade, wie viele Klimainteressierte sich offenbar mit Verschwörungstheorien anfreunden, ohne sich ernsthaft mit der Wissenschaft beschäftigen zu wollen. Leider werden solche Fundamentalkritikern auch fast immer mit Beschimpfungen ausgeliefert... deshalb kommen sie hier nicht durch
  • 11/22/2013 2:05:34 PM   Klaus Grosfeld
    Zu den Eisbohrkernen: Die Zahl hängt von der Fragestellung ab. Flache EIskerne, bei denen es um die Schneeeigenschaften und die Temperatur der letzten 1000er Jahre geht es sehr viel. HIer eine Zahl zu nennen ist nicht möglich. Die tiefen Kerne, die die KLimageschichte abbilden und den gesamten EIsschild erboren gibt es für die Antarktis so ca. 5-10, für Grönland insgesamt vielleicht 5.
  • 11/22/2013 2:06:32 PM   Joachim Müller-Jung

    dann will ich zum Abschluss nochmal einen der ernsthaften Mitdiskutanten zu Wort kommen lassen, der auch politisch, allerdings konstruktiv, voraus denkt...
  • 11/22/2013 2:06:38 PM   leokhiwi
    Wenn es nun also keine gemeinsame Anstrengung gegen den Anstieg der Treibhausgase gibt, wie sieht es dann mit Anpassungsmaßnahmen aus? Im Sinne von: mehr Ausstoßen für besseren Schutz vor den Auswirkungen?
  • 11/22/2013 2:08:15 PM   mirandola
    Eine Frage eher zum politischen Umgang mit dem Thema: Seit Jahren ist es sehr frustrierend zu beobachten wie die Bemühungen der Klimaveränderung entgegenzutreten an kurzfristigen Partikularinteressen zerschellen (von der Obstruktion durch obskurantische Leugnung des Ganzen, wie sie auch hier in den Foren gern ausgebreitet wird, mal ganz abgesehen). Es ist also nur schwer vorstellbar, dass die sich abzeichnende Katastrophe auf diese Weise verhindert wird. Wäre es da nicht sinnvoller sich pragmatisch daran zu arbeiten sich auf die Folgen vorzubereiten und zumindest eine Teil der Ressourcen dafür einzusetzen? Gibt es da nennenswerte Initiativen?
  • 11/22/2013 2:10:07 PM   Klaus Grosfeld
    Es kann nur weiter Anstrengungen gegen den Ausstoß geben, auch wenn erstmal weiter einzelne Vorreiter hier aktiv werden müssen. GLEICHZEITIG und das ist ebenso wichtig werden verstärkt Anstrengungen zur Vermeidung auf die Tagesordnung kommen müssen, denn die Auswirkungen sind absehbar und davor muss man anfangen sich frühzeitig zu schützen. Auch das geht am besten nur in einer gemeinsamen Initiative und da gibt es zumindest auf nationaler Ebene auch schon Bestrebungen. Vermeidung UND Anpassung muss die Devise für die Zukunft sein!
  • 11/22/2013 2:14:48 PM   Joachim Müller-Jung
    Liebe Leserkonferenz-Teilnehmer, ich denke, wir sollten hier einen Schlußstrich ziehen für heute. Herr Dr. Grosfeld hat ausgezeichnete Kommunikationsarbeit geleistet. Es laufen jetzt immer noch Kommentare ein, die mehr oder weniger herzlich sind. Vielen Dank für die Komplimente, hier besonders an @Bernd & @Beate & @Cecile de Winter. Ihr persönlicher Einsatz in Ehren, wir konnten leider auch diesmal nicht alle Kommentare würdigen oder Fragen beantworten. Ich möchte allen Teilnehmern und besonders Herr Dr. Grosfeld vom AWI herzlich danken. Das Thema wird uns nicht loslassen. Ein schönes Wochenende allen!
  • 11/22/2013 2:16:25 PM   Klaus Grosfeld
    Dem kann ich mich nur anschließen!
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