Eskalation in der Ukraine
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Eskalation in der Ukraine



Bei dem Brand eines Gewerkschaftsgebäudes in Odessa, das offenbar durch die heftigen Zusammenstöße zwischen prorussischen Separatisten und Kiew-treuen Anhängern entfacht wurde, starben am Freitag Dutzende Menschen. (Foto: Reuters)


Die Lage im Osten der Ukraine eskaliert immer weiter: Bei einer ukrainischen Offensive gegen die pro-russischen Separatisten wurden in Slawjansk mehrere Menschen auf beiden Seiten getötet. Die wichtigsten Entwicklungen der letzten Stunden im Überblick:

-
Bei einem Brand nach Zusammenstößen in Odessa sterben mindestens 38 Menschen. Die Regierung geht vor "krimineller Brandstiftung" aus

- Am Nachmittag waren in Odessa bereits mindestens drei Menschen bei Krawallen zwischen prorussischen
Separatisten und Anhängern der Regierung getötet worden.
Bei einer ukrainischen Offensive gegen prorussische Separatisten
sterben in Slawjansk mehrere Menschen; sowohl die Separatisten als auch die ukrainische Seite haben Verluste zu beklagen.

- Präsident Obama und Kanzlerin Merkel drohen Russland mit weiteren Sanktionen, sollte es die Lage weiter eskalieren.

  • 5/2/2014 6:39:54 PM   Oliver Georgi
    Obama: Russland muss Einfluss auf Separatisten nehmen

    Barack Obama fordert Russland auf, seinen Einfluss auf bewaffnete Gruppen in der Ukraine geltend zu machen und sie zur Aufgabe zu bewegen.
    Russland müsse mit raschen weiteren Sanktionen rechnen, sollte sich die Lage in der Ukraine nicht stabilisieren, sagt Obama in Washington auf einer Pressekonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel.
  • 5/2/2014 6:41:11 PM   Oliver Georgi
    Obama: Russland im Unrecht

    Russland hat nach den Worten von Obama nicht das Recht, die territoriale Integrität der Ukraine zu verletzen. Russland dürfe auch nicht die Außen- und Innenpolitik seines Nachbarlandes diktieren, sagt Obama.
  • 5/2/2014 6:43:10 PM   Oliver Georgi
    Merkel: Russland muss Präsidentenwahl unterstützen

    Bundeskanzlerin Merkel bleibt vage: Russland müsse die Wahl in der Ukraine am 25. Mai unterstützen, sagt sie. "Wir werden alles daransetzen, dass diese Wahlen stattfinden können."
  • 5/2/2014 6:43:41 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 6:46:11 PM   Oliver Georgi

    Dieses Twitter-Bild soll das brennende Gewerkschaftsgebäude in Odessa zeigen.
  • 5/2/2014 6:48:30 PM   Oliver Georgi
    Gewerkschaftsgebäude in Odessa brennt

    In Odessa am Schwarzen Meer ist ein Gewerkschaftsgebäude in Brand gesteckt worden. Ein weiterer Mann sei bei den anhaltenden Auseinandersetzungen
    zwischen prorussischen Separatisten und Anhängern der Regierung in Kiew getötet worden, teilt die Polizei mit.
  • 5/2/2014 6:51:32 PM   Oliver Georgi

    Der Reporter Howard Amos arbeitet für die Moscow Times.
  • 5/2/2014 6:53:24 PM   Oliver Georgi

    Amos berichtet von "höllischen Szenen" in Odessa
  • 5/2/2014 7:01:08 PM   Oliver Georgi
    Reuters: 32 Tote bei Brand in Gewerkschaftsgebäude in Odessa

    Jetzt meldet Reuters, dass es bei dem Brand in Odessa mehrere Dutzend Tote gegeben hat. Um wen es sich handelt, ist offenbar noch unklar.
  • 5/2/2014 7:07:37 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 7:10:59 PM   Oliver Georgi
    Meldungen: Noch mehr Tote bei Brand in Odessa

    Nach übereinstimmenden Berichten sind es jetzt schon 38 Menschen, die bei
    dem Feuer in Odessa umgekommen sind. Nach unbestätigten Angaben des russischen
    Nachrichtensenders RT
    handelt es sich um prorussische Separatisten. Auch das
    ukrainische Innenministerium spricht  von 38  Toten, wobei 30 von ihnen durch Rauchgasvergiftungen und acht weitere an Verletzungen gestorben seien, die sie sich durch  panische Sprünge aus Fenstern zugezogen hätten. Das Feuer sei auf  „kriminelle Brandstiftung“ zurückzuführen.

  • 5/2/2014 7:11:54 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 7:24:51 PM   Denise Peikert
    Nach unbestätigten Berichten des russischen Nachrichtensenders RT sollen "radikale Unterstützer" der Übergangsregierung in Kiew das Gewerkschaftsgebäude in Odessa angezündet haben.

  • 5/2/2014 7:27:56 PM   Oliver Georgi


  • 5/2/2014 7:35:59 PM   Denise Peikert
    Odessa: Vier Tote und 40 Verletzte bei Straßenschlachten

    Nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa sind bei den Schüssen in den Straßen von Odessa am Freitag vier Menschen ums Leben gekommen. Zunächst war von drei Toten die Rede gewesen.  Ein Opfer sei durch einen Schuss in die Lunge getötet worden, hieß es. Es habe 40 Verletzte gegeben.

  • 5/2/2014 7:38:35 PM   Oliver Georgi

    Der Kollege der "Bild"Zeitung berichtete kurz vor 20 Uhr von neuen Schüssen in Slawjansk.
  • 5/2/2014 7:38:59 PM   Denise Peikert
    Auch in Slawjansk wird weiter gekämpft

    Die russische
    Staatsagentur Itar-Tass meldet, das Hauptquartier der prorussischen Aktivisten, die die Stadt seit Wochen kontrollieren, liege unter Beschuss. Die ebenfalls russische Agentur Interfax zitierte Separatisten, wonach elf gepanzerte Fahrzeuge sowie mehrere Busse mit Infanterie ins Zentrum der Stadt eingedrungen seien.
  • 5/2/2014 7:41:34 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 7:41:41 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 7:51:48 PM   Oliver Georgi

  • 5/2/2014 8:06:27 PM   Oliver Georgi
    Weitere Berichte über Gefechte bei Slawjansk

    Kämpfe werden jetzt auch aus dem Dorf Andrejewka bei Slawjansk
    gemeldet. "Die Situation ist fürchterlich", sagt der Berater des kommissarischen ukrainischen Verteidigungsministers Michail Kowal. Es gebe Verluste.
  • 5/2/2014 8:17:55 PM   Denise Peikert
    Radikale Rechte unter pro-ukrainischen Kämpfern in Odessa

    Nach übereinstimmenden Korrespondentenberichten sollen unter den pro-ukrainischen Kämpfern in Odessa radikale Fußballfans und Rechtsextremisten sein. Sie haben das Gewerkschaftsgebäude unter anderem mit Molotowcocktails in Brand gesetzt, heißt es.
  • 5/2/2014 8:40:34 PM   Denise Peikert
    Prorussische Separatisten nennen Bedingungen zur Freilassung der OSZE-Geiseln

    Die
    in Slawjansk festgehaltenen Geiseln könnten nach russischen Angaben unter bestimmten  Bedingungen freikommen. Die OSZE-Militärbeobachter sollten demnach in die Obhut des russischen Sondergesandten Wladimir Lukin kommen, der sich derzeit in der Ostukraine aufhalte. Das teilte das Außenamt in Moskau mit. Voraussetzung sei, dass Lukins Mission nicht von ukrainischen Truppen behindert werde.
    Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat dieses Angebot offenbar in einem Telefonat mit dem amtierenden OSZE-Vorsitzenden gemacht.
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