Energiespeicher

Energiespeicher

  • 2/7/2014 1:51:15 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Seidel: Da gibt es ja viele Konzepte der Speicherung der Heim-PV-Anlagen. E-Autos sind sicherlich eine sehr elegante aber auch sehr teuer. Die Frage, wie hier die Politik "pusht" ist eine sehr politische innerhalb beispielsweise der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE).
  • 2/7/2014 1:51:39 PM   Christian Rinn
    Was kostet denn Wasserstoff, welcher 1 kWh Energie chemisch gebunden hat derzeit?
    Meines wissens ist die Elektrolyse momentan noch so unwirtschaftlich, dass sogar Wasserstoff für die chemische Industrie noch aus Erdgas gewonnen wird.
  • 2/7/2014 1:52:02 PM   Manfred Lindinger
    Lieber Herr Roland, genau das!
  • 2/7/2014 1:52:19 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Bei allen diskutierten Wirkungsgraden muss immer unterschieden werden zwischen Laborergebnissen und technischen Produkten. Ganz wichtig ist der Erhalt des Wirkungsgrades über längere Zeiträume. Das gilt für Katalysatoren und innovative PV-Konzepte.
  • 2/7/2014 1:52:22 PM   Bernd Märtens
    Noch eine Frage zu Wasserstoff. Die Uni Frankfurt hat Bakterien, die Ameisensäure erzeugen. Diese soll Wasserstoff in enorm komprimierter Form enthalten. 45.000 Liter Wasserstoff sollen in circa 75 Litern flüssiger Ameisensäure zu speichern sein. Zuden gibt es ein Verfahren, in dem Ameisensäure katalytisch den Wasserstoff freisetzen kann. Ist solch eine kombinierte Form Ihrer Meinung nach eine Lösungsmöglichkeit?
  • 2/7/2014 1:53:18 PM   Roland
    Dankeschön Herr Lindinger, sonst bin ich eher Kritik gewohnt.
  • 2/7/2014 1:54:11 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Rinn: Wasserstoff aus Erdgas ist noch wie vor der industrielle Standdardprozess.
  • 2/7/2014 1:54:32 PM   Roland
    Das Problem ist, dass bei der Energiewende Argumente nicht mehr zählen, denn wenn man soweit ist, Braunkogle zu verfeuern um die Energiewende nicht zu gefährden, dann sind ingenieurtechnischen Argumente nicht mehr gefragt.
  • 2/7/2014 1:54:46 PM   Fabian D.
    Guten Tag, ich würde gerne an die Diskussion "Wasserstoff" und deren Speicherung im Gas-Netz anschließen. Wäre das "Power-to-Gas" Verfahren (Methanisierung) nicht eine Möglichkeit? Ein Vorteil gegenüber Wasserstoff wäre ja die bereits vorhandene Gas-Infraksturktur in Deutschland mit ihren Gasspeichern und Gaskraftwerken.
  • 2/7/2014 1:54:53 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Hallo Herr Märtens, das ist richtig. Ameisensäure ist leichter herzustellen als Methan, allerdings hat Methan eine höhere Energiedichte.
  • 2/7/2014 1:56:33 PM   Manfred Lindinger
    Power to Gas: Hier sei das E-Gas Projekt von VW erwähnt:

    Volkswagen Konzern Methanisierungsreaktor von MAN produziert Audi e-gas

    Auf dieser Website finden Sie wichtige Informationen über den Volkswagen Konzern in seiner Gesamtheit, einschließlich der verschiedenen Marken und Regionen. Neben Einzelheiten über die Konzernstruktur bieten wir Ihnen hier einen Überblick über die gesamte Bandbreite des Volkswagen Konzerns.

    Hier wird Methangas aus elektrolytisch hergestelltem Wasserstoff erzeugt und dann in gasbetriebenen Autos als Kraftstoff genutzt. Aber denken sie an die Wirkungsgradkette. Die Effizienz wird immer geringer!
  • 2/7/2014 1:57:08 PM   G. Seidel
    Deutsche e-Autos mögen teuer sein. Ich fahre RENAULT (Fluence: 25.00 EUR; Zoe: 21.000 EUR; Batterie gemietet); Betriebskosten incl. Batteriemiete so hoch wie bei einem Golf Diesel. Hier fehlt der Drive im Ländle.
  • 2/7/2014 1:57:13 PM   Reinhard Menzer
    Herr Philipp, Herr Esser, bei der Aufwertung des Bio-Gases vom stark CO2-haltigen Gast (ca. 50 % CO2) zu einem netzfähigen SNG (90 – 95 % Methan) wird natürlich Wärme produziert, die als Fernwärme genutzt werden kann. Hier wird der Wasserstoff gebraucht, um eine natürliche Ressource aufzubessern. Biostromerzeugung trägt heute mit ca. 6 % zur Stromerzeugung bei. Durch Wasserstoff kann diese Sache rationaler werden, die örtliche motorische Verbrennung entfallen und das SNG als Netzgas in „klassischen“ GuD-Kraftwerken genutzt werden. Die motorische Verbrennung hat nur um 20 -25 % Wirkungsgrad, das GuD-Kraftwerk bis 60. Es gibt also eine gewisse Verbesserung hierdurch. Wie alle EE-Einrichtungen muss der Brennstoff im GuD-Kraftwerk dann der EE-Förderung unterliegen. Das ist etwas, mit dem wir wohl noch lange leben müssen.
  • 2/7/2014 1:57:13 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Martens, in Ergänzung dazu: Die Produktion von Ameisensäure oder Methanol wird diskutiert als Alternative zur Umwandlung in Erdgas. Die Frage ist, haben wir die anschließenden Wertschöpfungskette und sind sie Wert verfolgt zu werden seitens der chemischen Industrie (Plattformchemikalien).
  • 2/7/2014 1:57:37 PM   paula23
    Das es zur Zeit keine nenneswerte und bezahlbare Technik für Stromspeicherung gibt ist doch nicht neu! Es ist deshalb unbedingt erforderlich ausreichend Kapazitätsreserven an herkömmlichen Kraftwerken bereitzuhalten. Die Kosten dafür können nur auf erneuerbaren aufgeschlagen werden.
  • 2/7/2014 1:57:53 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Fabian D. die Methanisierung ist eine technische Möglichkeit die heute auch schon mitgedacht und mitentwickelt wird. Es wird aber nicht Ersatz der reinen Wasserstoffnutzung sein sondern eine Ergänzung. Wir dürfen nicht vergessen, dass ein solcher Methanisierungsschritt auch nochmals Verluste beim Wirkungsrad erzeugt und das Verfahren am Ende noch teurer macht.
  • 2/7/2014 1:58:14 PM   Dr. Martin Reuter
    Dies wäre doch eine Anfrage Wert an die deutschen Automobilisten Herr Seidel?
  • 2/7/2014 1:58:16 PM   Oliver Claas
    Einen Hintergrundartikel zu "Power to Gas" vom VCI gibt es hier. Bei Interesse reinlesen. Direktlink zum PDF:Mit Windstrom Wasserstoff herstellen
  • 2/7/2014 1:59:15 PM   Manfred Lindinger
    Ja, Paula 23, wir brauchen Gaskraftwerke und schadstoffarme Kohlekraftwerke neuen Typs, die müssen aber jetzt gebaut werden, damit sie in einigen Jahren zur Verfügung stehen.
  • 2/7/2014 1:59:28 PM   Manfred Lindinger
    Aber es wird nicht investiert!
  • 2/7/2014 1:59:58 PM   Windenenergiespeicher
    Hallo, was ist mit den alten Nachtspeicheranlagen. Die könnten doch als variabler Speicher genutzt werden.
  • 2/7/2014 2:00:12 PM   Oliver Claas
    Da hat gerade der Link offenbar nicht funktioniert. Hier noch einmal der VCI-Artikel über "Power to Gas": www.vci.de
  • 2/7/2014 2:00:17 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Paula23 für die Absicherung unserer Stromversorgung sind natürlich Reservekraftwerke sinnvoll. Aber zwei Entwicklungen denen wir mit Speichern begegnen wollen: zum einen wollen wir ja den Überschussstrom speichern und zum anderen wollen wir ja auch immer mehr von den fossilen Reservekraftwerken weg.
  • 2/7/2014 2:00:35 PM   Manfred Lindinger
    Wird derzeit intenisv diskutiert Herr Windenergiespeicher!
  • 2/7/2014 2:01:02 PM   BM
    Ein simple Lösung sind Hubspeicher, die die selbe Effizienz wie Pumpspeicher haben: ein paar Million Betonklötze von mehreren 100 Tonnen werden bei Energieüberschuss an Hebevorrichtungen hochgehoben und bei Energiebedarf heruntergelassen und die frei werdende Energie über Generatoren erzeugt. Damit lässt sich die Energie über Jahrhunderte speichern. Die Technik ist vorhanden.
    Wasserstofftechnologie ist recht weit entwickelt. Dazu kann man Wasserstoff in Form von Ameisensäure lagern, damit enorm komprimieren und so transportieren und bei Energiebedarf mit katalytischen Verfahren den Wasserstoff aus der Ameisensäure freisetzen.
  • 2/7/2014 2:01:03 PM   Dr. Martin Reuter
    Die Nutzung von Nachtspeichern wird derzeit in der Tat diskutiert für Kurzzeitspeicher.
  • 2/7/2014 2:01:20 PM   Dr.Kurt A.Köhler
    Windstrom kann an Land zu maximal 1800h/a, auf See zu 4500h/a genutzt werden. Bei der Photovoltaik sieht es hier in der Kölner Bucht mau aus:850h/a. Das Jahr hat 8760h
  • 2/7/2014 2:01:38 PM   Thomas Rahn
    Weche Änderungen am Marktmechanismus halten Sie für nötig, um den erforderlichen Ausbau von Speichern (ggf. unterschieden zwischen Langzeit- und Kurzzeitspeichern) anzureizen?
  • 2/7/2014 2:02:13 PM   Markus Greiner
    Die Speicherung darf nicht zum nächsten Subventionsgrab werden. Sonst wird die Energie in Deutschland immer teurer, und wir schaffen die Energiewende weil wir energieintensive Produkte vom Ausland zukaufen. Können wir es auch ohne Speicherung schaffen, wenn wir genug Windkraft haben, oder ist das von der Grössenordnung unmöglich?
  • 2/7/2014 2:02:33 PM   Roland
    Die Speichermöglichkeit muss preiswert sein und große Mengen an Strom umwandeln können. "Power to Gas" empfinde ich für den benötigten Maßstab als zu aufwendig und teuer. Konventionelle Ausgleichskraftwerke sind bei Benutzung von Braunkohle absolut kontraproduktiv und alles doppelt vorrätig haben zu müssen, erzeugt Kosten ohne Ende. Gut wäre ein gigantischer künstlicher See auf 1000 Metern Höhe. Je länger man darüber nachdenkt, desto größer erscheint mir die Herausforderung.
  • 2/7/2014 2:02:55 PM   Reinhard Menzer
    Über eines muss man sich natürlich bei der Diskussion um Wasserstoff im Klaren sein, elektrolytisch hergestellter Wasserstoff ist nur durch Einsatz sonst nicht rational verwertbaren el. Strom sinnvoll.
  • 2/7/2014 2:03:04 PM   Quentin Quencher
    Auch für die Herstellung von Wasserstoff kommt auch, zumindest international, in Zukunft auch die thermische Spaltung von Wasser in Betracht. Beispielsweise bei der Nutzung von Kernreaktoren der nächsten Generationen. Dieser Wasserstoff dürfte erheblich billiger werden als die Herstellung mittels Elektrolyse.
  • 2/7/2014 2:03:13 PM   Roland
    "Können wir es auch ohne Speicherung schaffen, wenn wir genug Windkraft haben?" Theoretisch ja, aber Nachts weht der Wind nicht, leider.
  • 2/7/2014 2:03:29 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Die Nachspeicher sind allerdings Wärmespeicher auf niedrigem Temperaturniveau. Sie eignen sich zur Heizung. Strom kann man daraus nicht mehr gewinnen. Sie haben aber ihr Potential in Nutzung von Überschussstrom.
  • 2/7/2014 2:04:05 PM   Dr. Martin Reuter
    So ist es Herr Roland. Wir richten uns auf längere Diskussionen auch hier in der Chemie ein. Eine Anhebung des Bodensees ist ja schon mal vorgeschlagen worden..
  • 2/7/2014 2:04:07 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Herr Rahn, sicherlich sollten nicht noch einen zusätzlichen Subventionstopf eröffnen sondern versuchen das am Markt zu regeln. Speicher müssen dabei zusammen mit den volatilen Erneuerbaren, verfügbaren regelbaren Lasten der Industrie und den fossilen backup-Kapazitäten betrachtet werden.
  • 2/7/2014 2:05:34 PM   Axel Bergbauer
    Es wird von Forschern behauptet: Bei 80% EE ist die 3fache installierte Leistung erforderlich, um überhaupt mit Speicherung eine sichere Energieversorgung zu gewährleisten. Sehen Sie das genau so?
  • 2/7/2014 2:06:24 PM   Manfred Lindinger
    Herr Roland, leider nein, wenn man auf konventionelle Kraftwerke, die konstante Grundlast liefern. Mit fluktuierenden Strom kann man kein Papier, keine Zeitungen herstellen und keine Metalle gewinnen. Und die Trinkwasserversorgung funktioniert nur, weil wie einen gutes 50 Hertz Stromnetz haben.
  • 2/7/2014 2:06:51 PM   M. Esser
    Ich bin immer noch verwirrt.
    Welche Vorschläge macht der VCI, um die benötigten 20TWh zu Kosten darzustellen, die mit denen anderer Industrieländer konkurrieren können?
  • 2/7/2014 2:07:24 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Quencher, das wird in den USA diskutiert, um Versorgungsflauten auszugleichen. Außerhalb Deutschlands und Europas ist die Diskussion noch technologieoffener.
  • 2/7/2014 2:07:29 PM   Dr.Kurt A.Köhler
    @Ihnen Das Loch von Garzweiler mit Wasser zu füllen, dauert 40Jahre. Wann wollen Sie denn Ihren Speicher verfügbar haben ?
  • 2/7/2014 2:08:01 PM   Fabian D.
    Vielen Dank für die Artikel. Ich würde gerne noch eine weitere Frage stellen. Pumpspeicherkraftwerke arbeiten bereits in Deutschland sehr Effizient und weisen eine hohe Lebensdauer auf. Wäre es hier nicht sinnvoller, diese Technologie auch in Bergwerken oder Tagebaue anzuwenden? Und wäre nicht auch eine EU-Weite Realisierung hilfreich? Besonders Norwegen, die Schweiz und Österreich weisen ein hohes Potential für die Pumpspeichertechnologie auf.
  • 2/7/2014 2:08:04 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Herr Bergbauer, bei einer ausreichenden und effizienten Speicherung würde rein rechnerisch wahrscheinlich schon die doppelte installierte Leistung ausreichen. Klar ist nur, dass es ohne Speicher praktisch nicht gelingen kann, solch hohe Anteile zu erreichen.
  • 2/7/2014 2:09:48 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Köhler, die Technologien sind prinzipiell da - es ist eine Frage der Kosten, so dass Speicher erst mittel- bis langfristig eine Alternative darstellen werden. Es ist noch viel Forschung und Entwicklung für wirtschaftlich tragfähige Lösungen erforderlich.
  • 2/7/2014 2:10:04 PM   Manfred Lindinger
    Pumpspeicher sind sicher lokal denkbar und können Nachts den Strom liefern, der Tags produziert wird. Für all diese Projekte benötigt man Genehmigungsverfahren und viel Geld ...
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