Energiespeicher
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
Aktuelle Nachrichten online - FAZ.NET

Energiespeicher

  • 2/7/2014 1:31:34 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Jostmann, zu der Durststrecke: Es geht bei der Speicherung um kurzfrist-, mittelfrist- und langfrist Speicherung, mit unterschiedlichen Anforderungen. Ich verweise gern auf unser Papier.
  • 2/7/2014 1:33:57 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Esser, dies ist nicht definitiv zu beantworten- aus jetziger Sicht haben Sie vollkommen recht: Es ist zu teuer. Hier sind zunächst andere Optionen, wie direkte Nutzung des Stroms und direkte weitere Umsetzung des H2 in Betracht zu ziehen.
  • 2/7/2014 1:34:16 PM   Bernd Märtens
    @ Perdekamp - das wäre natürlich eine Möglichkeit. Schließlich würden für 20 GWh gut eine Millionen Blöcke erfordern.
  • 2/7/2014 1:34:34 PM   Manfred Lindinger
    Ich glaube, es ist auch eine Frage, ob elektrolytisch erzeugter Wasserstoff sich rentiert, wenn die Förderung von Erdgas und Öl immer teurer und aufwendiger wird, Irgendwann wird das soweit sein.
  • 2/7/2014 1:34:44 PM   Philipp
    Hallo an Alle. Hier wird mehrfach geschrieben, dass die Energiespeicherung in Form von Wasserstoff insgesamt einen Wirkungsgrad von 14%-37% besitzt. Was ist mit den restlichen Prozent? Fallen die als Wärme an? Wenn ja, könnte man sich doch dezentrale Speicher in Wohnsiedlungen vorstellen. Die erzeugte Wärme, könnte so zur Warmwasserbereitung oder als Heizung benutzt werden. Wäre so ein Szenario realistisch?
  • 2/7/2014 1:35:17 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Hallo Herr Phillip,
  • 2/7/2014 1:35:28 PM   M. Esser
    O.K. Dann ist Wasserstoff aus heutiger SIcht ungeeignet.
  • 2/7/2014 1:35:46 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Seidel zu den Möglichkeiten der Elektromobilität: Als Kurzfristspeicher ist das eine sehr gute Option, wenn die Infrastruktur vorhanden ist -und natürlich genügend Elektroautos.
  • 2/7/2014 1:35:55 PM   Reinhard Menzer
    Das Ausweichen zum Wasserstoff hin, durch Wasserelektrolyse führt zu einem handelsfähigen Sekundärprodukt, ist unmittelbar nutzbar, kann als Speichermedium eingesetzt werden, kann ggf. mit den gleichen Geräten wie die zur Erzeugung (Brennstoffzellen) der Stromrückgewinnung dienen. Der Wirkungsgrad sollte bei diesen Schritten zusammen nur wenig unter 50 % liegen. Vorhandene (in der Nutzung geänderte) Erdgasspeicher können eine erhebliche Reichweite haben.
  • 2/7/2014 1:36:34 PM   Fabian
    Guten Tag, ich hätte eine Frage wie Sie die Preisentwicklung sowie Speicherleistung von Batterien einschätzen? Ich habe gehört das der Preis pro Jahr halbiert werden soll und die Leistung verdoppelt werden soll. Kann dies effektiv erwartet werden, ähnlich wie beim Preiszerfall der Gestehungskosten von Solaranlagen?
  • 2/7/2014 1:36:35 PM   Markus Greiner
    Schade dass wir die Solaranlagen nicht nachts über gigantische Spiegel aus dem Weltall nutzen können. Auf dem VCI Papier zeigt eine Grafik die Energiedichte die in TNT steckt. Gibt es hierzu Untersuchungen?
  • 2/7/2014 1:36:50 PM   Christoph Müller
    Die Vielschichtigkeit des Themas wird auch sehr gut deutlich wenn man sich ansieht welche Forschungsbereiche aktuell gefördert werden:
    forschung-energiespeicher.info
  • 2/7/2014 1:37:18 PM   Manfred Lindinger
    Ein toller Link, danke!
  • 2/7/2014 1:37:40 PM   G Seidel
    PV-Anlagen bleibt nach Ablauf der Förderzeit von 20 Jahren sowieso keine andre Wahl als die Investition eines Speichers oder eigenverbrauch, da eine Netzeinspeisung zur Mittagszeit dann nur mit 0 bis 2 Cent/kwh entlohnt wird.
  • 2/7/2014 1:38:00 PM   Dr.Kurt A.Köhler
    @Ihnen Ja ist klar. Ich wollte ja auch nur deutlich machen, dass ein möglichst inhärenter Bezahlmechanismus für die Speicher eingerichtet werden muß, damit sie überhaupt entstehen können. In den Vorschlägen für ein erneuertes EEG sehe ich da nichts.
  • 2/7/2014 1:38:03 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Menzer: Die Beimischung von Wasserstoff in Erdgasspeicher wird erprobt. Dabei ist die Geologie des Speichers entsprechend zu berücksichtigen.
  • 2/7/2014 1:38:34 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Herr Phillip, wäre in der Tat eine sinnvolle Sache, die Speicherung mit der (Abfall)Wärmenutzung zu kombinieren. Wir haben hier nur das gleiche Problem, wie bei den Kraftwerken, die nur Strom erzeugen und die Wärme über Kühltürme abgeben. Diese Wärme zu nutzen ist aufwendig, teuer und wir werden in Zukunft wegen der besseren Hausisolierung immer weniger Wärme benötigen.
  • 2/7/2014 1:39:12 PM   Oliver Claas
    2011 hat der VCI eine Textsammlung zur Frage herausgegeben, warum chemische Produkte so wichtig für die Erneuerung der Energiebasis sind. Das so genannte Factbook gibt eine Einführung in das Thema und enthält auch Grafiken wie diese. Es ist abrufbar unter: https://www.vci.de/Presse/Factbooks/Seiten/VCI-Factbook-01.aspx
     Die Energie(r)evolution


  • 2/7/2014 1:39:31 PM   Reinhard Menzer
    Das Ausweichen zum Wasserstoff hin, durch Wasserelektrolyse führt zu einem handelsfähigen Sekundärprodukt, ist unmittelbar nutzbar, kann als Speichermedium eingesetzt werden, kann ggf. mit den gleichen Geräten wie die zur Erzeugung (Brennstoffzellen) der Stromrückgewinnung dienen. Der Wirkungsgrad sollte bei diesen Schritten zusammen nur wenig unter 50 % liegen. Vorhandene (in der Nutzung geänderte) Erdgasspeicher können eine erhebliche Reichweite haben.
  • 2/7/2014 1:39:58 PM   G Seidel
    Also die Experten sollten sich mal über den Wirkungsgrad der Wasserstoffspeicherung mit Rückverstromung (sei es über Erdgas oder nicht) mal verständigen; der eine redet von 20% , der andere von 14%-37%.
  • 2/7/2014 1:41:33 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Seidel, deswegen gibt es ja so viele Diskussionsrunden. 20 % ist eine Rundung - exakte Zahlen beziehen sich immer auf genau festgelegte Systemgrenzen.
  • 2/7/2014 1:41:48 PM   Manfred Lindinger
    Die Idee mit den Solaranlagen im Weltall ist sicher eine tolle Idee und wird sicher genug Energie liefern, aber zu welchem Preis - vielleicht sollte man dann eher auf Fusionskraftwerke wie ITER warten?
  • 2/7/2014 1:42:08 PM   Christian Rinn
    Von welchen Speicherkosten pro kWh gespeicherter Energie (reine Investitions- und Unterhaltskosten, bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 100%) wird denn beim Batteriespeicher "Lessy" ausgegangen?
  • 2/7/2014 1:42:47 PM   M. Esser
    Gibt es denn aus heutiger Sicht andere Perspektiven, die absehbar in einigen Jahrzehnten - die Bundesregierung will ja schon 2050 80% erneuerbar - Speicher zu akzeptablen Kosten in der nötigen Kapazität darstellen können?
  • 2/7/2014 1:43:15 PM   Alex E.
    Warum sollte man den Wasserstoff wieder zurückverstomen? Wenn man die Kette " Strom - Elektrolyse - Wasserstoff - Erdgas - Einspeisung in Erdgasnetz - Rückverstromung " bei dem Teil "Einspeisung ins Erdgasnetz beendet, ist das nicht eine Möglichkeit? Dann lassen sich die EE ausbauen, Überschüsse kommen in das Gasnetz (ggf. Kavernen) und gut ist.
  • 2/7/2014 1:43:54 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Hallo Herr Fabian, zur Preisentwicklung bei Stromspeichern. Die Kosten werden weiter sinken. Das ist aber nicht nur eine Frage der Skalierung in der Herstellung der Speicher. Es ist auch noch viel Technologienentwicklung nötig. Und das dauert seine Zeit.
  • 2/7/2014 1:44:06 PM   Manfred Lindinger
    Ich fürchte nicht, Herr Esser. Alle Möglichkeiten werden derzeit diskutiert, der Königsweg ist noch nicht in Sicht - 80 Prozent Erneuerbare in 2050. Bis dahin ist noch etwas Zeit!
  • 2/7/2014 1:44:18 PM   Markus Greiner
    Die Energiedichte wird das Argument Nummer 1 werden. Die Speicherung wird dann interessant, wenn wir zur Mittagszeit so viel Solar und Windstrom haben dass er dann kostenlos ist. Die chemische Umwandlung fordert sicher auch grosse Anlagen, was wieder zum Akzeptanzproblem wird.
  • 2/7/2014 1:44:30 PM   Clemens Martin
    Mit Interesse habe ich mich soeben in Ihre Diskussion eingelogt. Ich darf Sie kurz auf unsere Gravity Power Pumpspeicher aufmerksam machen. Es handelt sich dabei um ein unterirdisches, in sich geschlossenes Pumpspeichersystem bei dem seit Jahrzehnten bewährte Technologien aus dem Tunnelbau, dem Bergbau und der Hydrotechnologie zu einem neuen Pumpspeichersystem kombiniert werden. Hier kurz die Funktion: In einem tiefen vertikalen Schacht, der mit Wasser gefüllt ist, wird ein massiver sehr schwerer Kolben (immer halbe Scachthöhe) hydraulisch via Standard Pumpturbine angehoben, wenn überschüssige Energie gespeichert wird. Um Energie zurück zu gewinnen senkt sich der Kolben sehr langsam (ca. 2cm/Sek) durch sein Eigengewicht nach unten und drückt das Wasser durch eine Pumpturbine.
  • 2/7/2014 1:44:34 PM   Dr. Martin Reuter
    Zum Batteriesystem Lessy: Im Projekt LESSY wird die prinzipielle Eignung von Lithium-Ionen-Batterien geprüft. Kostenabschätzungen über die Effizienzen kann ich Ihnen nicht geben.
  • 2/7/2014 1:44:56 PM   hanseat
    Was ist aus der Idee geworden, bei Offshore Windparks grosse Hohlkugeln aus Beton unter Wasser als Zwischenspeicher zu nutzen? Prinzip wie Pumpspeicherwerke, aber billiger und technisch einfacher.
  • 2/7/2014 1:45:18 PM   Manfred Lindinger
    ja das ist ein spannendes Projekt, Herr Martin. Hoffentlich wird es genehmigt!
  • 2/7/2014 1:45:24 PM   stefan dittmayer
    Wie ist der Stand mit Energiespeicherung per Unterwasserkugeln?
  • 2/7/2014 1:45:44 PM   stefan dittmayer
    Wie ist der Stand der Speicherung über große Kugelbehälter, unter Wasser lagernd, die mit Überschussstrom per Pumpen entleert werden. Bei Strombedarf schießt Wasser in die Kugel, an der Pumpe vorbei, die dann als Turbine wirkt und somit Strom wiedererzeugt?
  • 2/7/2014 1:46:04 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Herr Esser, es ist natürlich genau die Frage was "akzeptable" Kosten sind. Das hängt in erster Linie davon ab, wie sich die Energiepreise insgesamt entwickeln werden. Sicher werden die Kosten der Speicher noch fallen aber am Ende müssen diese gegen die Alternativen gerechnet werden.
  • 2/7/2014 1:46:38 PM   G Seidel
    Herr Reuter, die Speicherproblematik wird uns erst nach 2020 in zunehmendem Masse treffen; dann muss eben die Elektromobilität mal gepusht werden. Ich fahre ein E-Auto seit 2 Jahren und seit einem Jahr habe ich eine PV-Anlage mit 65% Eigenverbrauch, den ich in 2014 durch Teilaufladung des E-Autos noch steigern werde. Meine Energiewende ist fast fertig.
  • 2/7/2014 1:47:34 PM   Dr. Jörg Rothermel
    Hallo Hanseat, auch wieder eine gute Idee, allerdings handelt es sich hier auch um einen mechanischen Speicher mit geringer Energiedichte, der unsere Problem nicht lösen kann.
  • 2/7/2014 1:48:02 PM   Dr. Martin Reuter
    Herr Greiner, die Frage der geeigneten Anlagen für die chemische Energiespeicherung wird wiederum eine Frage der lokalen Infrastrukturen und etwaiger Abnehmer sein.
  • 2/7/2014 1:48:20 PM   Roland
    Unterwasserkugeln sind viel zu aufwendig und anfällig. Einfach einmal ausrechnen, wie dick die sein müsste und was die wiegt und an Beton verschlingt. Der Ablass- und Affüllvorgang ist bei den Drücken dort unten auch nicht so ganz harmlos. Viel zu teuer und anfällig.
  • 2/7/2014 1:48:43 PM   Dr. Jürgen Klockner
    Im Endeffekt haben nur chemisch-stoffliche Medien eine genügende Energiedichte. Denken Sie, wie weit Sie mit einer Tankfüllung kommen.
  • 2/7/2014 1:48:46 PM   Manfred Lindinger
    Das kann ich leider nicht aus dem ff beantworten. Es gibt viele Ideen. Ich glaube, das Projekt wird derzeit geprüft. Es ist sicher pateniert. Aber wie gesagt. für die langfristige Speicherung sind die mechanischen Speicher nicht geeignet.
  • 2/7/2014 1:49:12 PM   Helmut Erb
    Ich stelle mir vor, WEA und PV-Anlagen würden stillgelegt, was in jeder windstillen Nacht auf natürlichem Wege auch geschieht. Dann könnte das Geldverbrennen eingestellt werden. Eine gute Perspektive.
  • 2/7/2014 1:49:15 PM   hanseat
    Habe ausserdem gelesen, dass der Wirkungsgrad bei der Produktion von Wasserstoff noch lange nicht ausgereizt ist, und mit den aktuell erforschten Katalysatoren bereits weit mehr als 50% moeglich sind.
  • 2/7/2014 1:50:17 PM   Manfred Lindinger
    Ich warte auch sehlichst auf den ersten Blackout und das Erwachen bei den Poltikern in Berlin!
  • 2/7/2014 1:51:12 PM   Roland
    Meine Idee im Studium war ein riesiger Betonkreisel von 30 oder 100 Metern Durchmesser, der sich langsam durch seine Trägheit dreht. Die Idee hatten wohl auch andere, ist aber scheinbar auch zu aufwendig.
Gesponsert von ScribbleLive Content Marketing Software Platform

DFB-Team bei Confed Cup Warum Löw so viel Spaß hat

Dem Bundestrainer bereitet sein junges deutsches Team viel Freude. Der erste Gewinn des Russland-Trips lässt sich schon jetzt benennen. Vieles beim Confed Cup erinnert an ein anderes Turnier. Mehr Von Michael Horeni, Sotschi 0