Ecclestone Prozess
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Ecclestone Prozess


Wieder vor Gericht: Bernie Ecclestone

  • Im Mittelpunkt des heutigen dritten Verhandlungstages steht die Aussage des früheren Bayern-LB-Mangers Gerhard Gribkowsky. Er belastet Ecclestone schwer:  Der Formel-1-Chef habe ihm beim Verkauf der von der BayernLB gehaltenen Formel-1-Mehrheit vor acht Jahren 44 Millionen Dollar Bestechungsgeld gezahlt.

  • Der Zeuge Gerhard Gribkowsky ist bereits im Jahr 2012 wegen Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Und zwar vom selben Richter, der jetzt auch dem Verfahren gegen Ecclestone vorsitzt.

  • Der Prozess dauert lange - viel länger auf jeden Fall als die Verhandlung gegen den früheren FC Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß: An 26 Verhandlungstagen sollen insgesamt 39 Zeugen vernommen werden. Darunter sind bayerische Politiker, Automobil-Manager und Banker.

  • Wird Ecclestone verurteilt, drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.


  • 5/2/2014 12:39:24 PM   Britta Beeger
    A propos Essen: Staatsanwalt Bauer hat ein ganz eigenes Bild zu Ecclestones angeblicher Angst vor einer Erpressung durch den Banker Gribkowsky entworfen: "Das ist alles sehr vage - wie ein Vanillepudding, den Sie nicht an die Wand nageln können."
  • 5/2/2014 12:51:33 PM   Christoph Becker
    So, Schluss für heute in A 101 - zum Ende des zweiten Prozesstages beantragte die Verteidigung, Akten aus der Prüfung der Kreditvergabe der Bayerischen Landesbank an die später insolvente Kirch-Gruppe in den Prozess einzuführen. Klingt kompliziert, aber das Ziel ist recht klar: Ecclestones Anwälte wollen versuchen, das Gericht davon zu überzeugen, dass Gribkowsky als Landesbanker nicht im öffentlich-rechtlichen Auftrag, also zum Nutzen des Gemeinwohls Bayerns handelte, als er die im Zuge der Insolvenz von Kirch an die Bayern-LB gefallenen Anteile gemeinsam mit Ecclestone an den Finanzinvestor CVC verkaufte. Gribkowskys Auftreten in der Vollgasbranche habe keinen Bezug zur Daseinsvorsorge im Sinne der bayerischen Bürger gehabt, argumentierte Ecclestone-Anwalt Thomas. Zur Erinnerung: Gribkowsky war als Amtsträger wegen Vorteilsnahme verurteilt worden, laut Anwalt Thomas haben dessen Anwälte diese Eigenschaft auch nie bestritten. Sollte das Gericht zur dieser Auffassung gelangen, ginge es für Ecclestone "nur" um Bestechung im geschäftlichen Verkehr, zu deren Erfüllung das Strafgesetzbuch deutlich engere Grenzen setzt. Fortsetzung folgt - kommenden Freitag mit der Vernehmung von Gerhard Gribkowsky.
  • 5/2/2014 12:59:05 PM   Tobias Rabe
    Das war es für heute aus München. Der nächste Verhandlungstag ist am nächsten Freitag (9. Mai) angesetzt. Dann soll Gerhard Gribkowsky aussagen.
  • 5/9/2014 7:48:09 AM   Christoph Becker
    Guten Morgen aus Saal A101 im Münchner Strafjustizzentrum. Ein Start mit Hindernissen in den dritten Tag des Prozesses gegen Bernie Ecclestone: Die Staatsanwaltschaft lehnt gerade den Antrag der Verteidiger Ecclestones von letzter Woche ab, mit dem sie die Amtsträgereigenschaft des früheren Bayern-LB-Vorstands Gribkowsky bezweifelten. Staatsanwalt Christian Weiß liest die Begründung der Ablehnung gerade zum zweiten Mal vor - beim ersten Mal hatten die Übersetzerinnen nach Ansicht des Vorsitzenden Richters Peter Noll Ecclestone nicht ausreichend übersetzt.
  • 5/9/2014 7:51:36 AM   Christoph Becker
    Zur Erinnerung: Ecclestone soll Gribkowsky zwischen 2005 und 2007 mit etwa 44 Millionen Dollar bestochen haben, damit dieser den Verkauf der Formel-1-Anteile an einen ihn genehmen Investor bei der Bayern-LB durchsetzt. Ecclestone sagt, der frühere Bayern-LB-Vorstand habe ihn mit seinem Wissen über seine Steuervermeidungsmodelle zu Gunsten seiner damaligen Frau erpresst. Vergangene Woche hatten Ecclestones Verteidiger beantragt, Akten beizuziehen, die belegen sollten, dass Gribkowsky in der Formel 1 nicht als Amtsträger, also zum Nutzen der Bürger Bayerns unterwegs gewesen sein soll.
  • 5/9/2014 7:54:46 AM   Christoph Becker
    Die Staatsanwälte argumentieren nun: Bei Vorstandsmitgliedern einer Landesbank, wie es Gribkowsky zwischen 2003 und 2008 war, sei jede öffentliche Handlung, auch jene im Geschäftsbankenbereich, als die eines Amtsträgers im Sinne des Strafgesetzbuchs zu werten.
  • 5/9/2014 8:06:27 AM   Tillmann Neuscheler
    Für den Formel-1-Chef geht es nach dem Gerichtstermin wieder an die Rennstrecke. Sein Motorhome an der Strecke des Großen Preises von Spanien in Barcelona steht schon bereit.
  • 5/9/2014 8:13:36 AM   Christoph Becker
    Nun ist es soweit: Gerhard Gribkowsky hat den Gerichtssaal betreten, in Begleitung von drei Anwälten.
  • 5/9/2014 8:18:41 AM   Christoph Becker
    "Sie haben die Belehrung oft genug gehört, jetzt gilt sie Ihnen", sagt Richter Peter Noll. Nach der Zeugenbelehrung und der Personalien soll der frühere Bayern-LB-Vorstand, 2012 nach Dutzenden Verhandlungstagen zu achteinhalb Jahren Gefängnis verurteilt, nun "im Zusammenhang" (Noll) seine Erinnerung schildern.
  • 5/9/2014 8:22:17 AM   Tillmann Neuscheler
    Vor dem Auftritt von Gribkowsky hat die Staatsanwaltschaft ein Kernargument der Verteidigung zurückgewiesen. Die Verteidigung bezweifelt, dass der bayerische Landesbanker Gribkowsky beim Verkauf der Formel-1-Anteile überhaupt Amtsträger war. Ecclestone könne Gribkowsky deshalb gar nicht als Amtsträger bestochen haben. Dagegen führte die Staatsanwaltschaft zwei Urteile des Bundesgerichtshofs ins Feld, wonach Vorstandsmitglieder von Landesbanken immer öffentliche Aufgaben wahrnehmen. Denn jede Vorstandsentscheidung wirke sich auf die Staatsbank insgesamt aus. Das Münchner Landgericht äußerte sich zunächst nicht dazu.
  • 5/9/2014 8:48:05 AM   Daniel Meuren
    Wenn sich jemand mal ausklinken mag aus dem Liveticker aus dem Gerichtssaal, dem sei der Text zu Machtkämpfer Ecclestone empfohlen.

    Formel-1-Chef Ecclestone: Der Machtkämpfer

    Seit dem Schulhof ist es Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gewohnt, die Preise zu bestimmen. Wer ihm in die Quere kommt, wird bekämpft -...
  • 5/9/2014 8:50:52 AM   Daniel Meuren
    Mal ein kurzer Blick aus dem Gerichtssaal an die Rennstrecke, die Ecclestone beherrscht: Das Training für den Europa-Auftakt der Formel 1 hat für Titelverteidiger Sebastian Vettel schlecht begonnen. Der viermalige Weltmeister blieb nach 25 Minuten der anderthalbstündigen Session mit seinem Wagen auf dem Circuit de Catalunya stehen. Vettel stieg aus und schob den Red Bull am Freitagvormittag mit Hilfe einiger Streckenposten neben den Kurs. Zunächst werkelte der Heppenheimer selbst mit einem Feuerlöscher am Heck des Wagens. Bevor das Auto auf einen Abschlepp-Wagen gehoben wurde, ließ sich Vettel erneut den Feuerlöscher geben. Welche Problem genau aufgetreten waren, blieb zunächst unklar. Bei den Wintertestfahrten hatte Red Bull einige Male mit Kühlungsproblemen zu kämpfen gehabt. Beim Großen Preis von Spanien tritt der in dieser Saison noch sieglose Vettel mit einem Chassis von den Wintertestfahrten an.
  • 5/9/2014 9:02:30 AM   Tillmann Neuscheler
    Die Verteidigung zieht die Glaubwürdigkeit von Gribkowsky in Zweifel. Sie fordert das Gericht in einem Antrag auf, zu prüfen, ob er in einer anderen Sache die Staatsanwaltschaft mit falschen Angaben zur Einleitung eines Ermittlungsverfahrens geführt hat. Sollte dies so gewesen sein, dürfe dies wegen der Frage der Glaubwürdigkeit des Belastungszeugen nicht unberücksichtigt bleiben, argumentierten die Ecclestone-Verteidiger. Der Vorsitzende Richter Peter Noll sagte, dem Antrag werde „selbstverständlich nachgekommen.“
  • 5/9/2014 9:37:37 AM   Tillmann Neuscheler
    Der Hauptzeuge Gribkowsky am Morgen auf dem Weg in den Zeugenwarteraum


  • 5/9/2014 9:38:20 AM   Christoph Becker
    Seit einer guten Stunde sagt Gerhard Gribkowsky nun aus. Richter Peter Noll fragt detailliert nach, vor allem hinsichtlich eines Schreibens, das Gribkowsky auf Ecclestones Schreibtisch hinterlassen haben will. Ecclestone behauptet, mit dem Schreiben sei deutlich geworden, dass und wie ihn Gribkowsky erpressen wollte. Gribkowsky behauptet, er könne sich nicht einmal erinnern, was Inhalt des Schreibens war. Die steuerliche Lage Ecclestones habe ihn nicht interessiert. An Nolls Nachfragen wird deutlich: So ganz leicht ist nicht zu verstehen, warum Gribkowsky das Schreiben überhaupt bei Ecclestone ließ. Nun gibt es zehn Minuten Pause.
  • 5/9/2014 10:19:58 AM   Christoph Becker
    Inzwischen setzt Gribkowsky seine Aussage fort. "Als Risikovorstand sind sie nicht everybody's darling. Sie brauchen eine hohe Konfliktbereitschaft", sagt er. Richter Noll fragt nach: "Wo und wie gab es Auseinandersetzungen in der Formel 1?" Ab dem Jahr 2004 habe es Streit gegeben mit Ecclestone, habe er auch über Ecclestone nahestehende Teamchefs in der Formel 1, zum Beispiel Frank Williams, versucht, Druck zu erzeugen.
  • 5/9/2014 10:29:15 AM   Christoph Becker
    Aber im April 2005 seien "die Kriegsfahnen wieder eingerollt" worden. Bei einem Treffen habe man nach Gemeinsamkeiten gesucht. Und als Gribkowsky deutlich gemacht habe, dass die Bayern-LB bei einem guten Angebot ihre Anteile verkaufen würde, habe Ecclestone vorgeschlagen, künftig gemeinsam nach einem Käufer zu suchen. "Und dann hat er zu mir gesagt: "I will take care of you." Das habe ich erst mal als Jobangebot verstanden und habe mir darum keine weiteren Gedanken gemacht", sagt Gribkowsky.
  • 5/9/2014 10:32:13 AM   Christoph Becker
    Die Staatsanwaltschaft wirft Ecclestone vor, seit dieser Zeit gemeinsame Sache mit Gribkowsky gemacht und ihn bestochen zu haben. Gribkowsky schildert nun, wie Ecclestone den Investor CVC als Käufer der Anteile und dessen Vorstand Donald Mackenzie mit Gerhard Gribkowsky bekannt gemacht habe. CVC wollte Ecclestone als Formel-1-Chefvermarkter halten.
  • 5/9/2014 10:51:59 AM   Christoph Becker
    Nun die "Gretchen-Frage", wie Richter Noll das nennt: "Das Angebot von CVC über 2,1 Milliarden Dollar anzunehmen, lag im ureigenen Interesse der Landesbank. Sahen Sie auch einen eigenen Vorteil nach der Besprechung, in der Ecclestone gesagt hatte: 'I will take care of you.'?"
  • 5/9/2014 10:53:55 AM   Christoph Becker
    "So einfach ist das nicht zu beantworten", sagt Gribkowsky. "Ich kann das nicht eins zu eins. Natürlich schwang das auch mit. Ich habe durch die Perspektive, in den Formel-1-Gremien bleiben zu können, eine alternative berufliche Zukunft für mich gesehen. Damals habe ich das Thema Provision zur Seite gelassen. Heute sehe ich mein eigenes Verhalten kritischer."
  • 5/9/2014 11:12:40 AM   Christoph Becker
    Und damit geht's in die Mittagspause. Ab 14 Uhr setzt Gerhard Gribkowsky seine Aussage in Saal A101 fort.
  • 5/9/2014 11:33:04 AM   Daniel Meuren
    Dann sind wir mal gespannt, ob Bernie Ecclestone heute wieder Muffins isst und es sich in der Kantine gemütlich macht wie in der vergangenen Woche. Christoph Becker hat sich sicherlich schon in der Muffins-Reihe angestellt.
  • 5/9/2014 12:05:36 PM   Christoph Becker
    Pause beendet, Gribkwosky fährt fort. Um die Frage des Kollegen Meuren aus der Mittagspause aufzuklären: Ecclestone hat, sofern er seinen Appetit gestillt hat, auswärtig gegessen, in der Gerichtskantine war er heute nicht.
  • 5/9/2014 12:23:56 PM   Tillmann Neuscheler
    Nach der Mittagspause kehrt auch Gerhard Gribkowsky zurück zum Prozess


  • 5/9/2014 12:30:09 PM   Daniel Meuren

    Ähnlich betrübt wie Gribkowsky in München schaut auch Sebastian Vettel in Barcelona drein - indes aus rein sportlichen Gründen: Sebastian Vettel wird beim zweiten Freien Training zum Europa-Auftakt der Formel 1 in Barcelona nicht antreten. Das teilte der Red-Bull-Rennstall am Freitag rund eine Stunde vor Beginn der Session mit. „Durch ein elektronisches Problem wurde der Kabelbaum von Auto Nummer 1 beschädigt, Sebastian wird nicht in der Lage sein, beim FP2 mitzumachen“, twitterte Red Bull. Das Team werde die Zeit nutzen, um den Wagen für das Training am Samstag fertigzumachen. (Foto: AFP)

  • 5/9/2014 1:34:17 PM   Tillmann Neuscheler
    Die Bayerische Landesbank hat Formel-1-Chef Bernie Ecclestone im Kampf um die Rennserie massiv und gezielt unter Druck gesetzt. „Es war Teil der Strategie der Bank“, sagte dazu Gerhard Gribkowsky im Bestechungsprozess gegen Ecclestone.
  • 5/9/2014 1:38:43 PM   Tillmann Neuscheler
    Ecclestone hat die Zahlung an Gribkowsky eingeräumt. Er gibt aber an, von Gribkowsky mit Andeutungen über ein mögliches Steuervergehen erpresst worden zu sein. Gribkowsky sagt, im Zuge der Druckausübung auf Ecclestone sei auch gezielt die Behauptung geäußert worden, Ecclestone und die von seiner damaligen Frau geführte Bambino-Stiftung als Halter der Formel-1-Anteile seien tatsächlich eins. Er habe aber „keine Erinnerung daran“, ob dabei auch über mögliche drohende steuerliche Probleme für Ecclestone durch die behauptete Verbindung gesprochen wurde. Nach Ecclestones eigener Aussage hätte ihm eine Steuernachzahlung in Milliardenhöhe gedroht, falls das britische Finanzamt ihn steuerlich mit der Bambino-Stiftung gleichgestellt hätte. Ecclestone behauptet, dass er keinerlei Einfluss auf Bambino hat und hatte - doch hätte er fürchten müssen, im Fall eines Verfahrens zahlen zu müssen.
  • 5/9/2014 1:53:56 PM   Tillmann Neuscheler
    Gleich bei seinem Amtsantritt 2003 habe Ecclestone ihm zeigen wollen, wer der Chef im Ring ist, und ihn telefonisch einbestellt: „Ich erwarte, dass du in mein Büro kommst!“ Wenig später lotete Gribkowsky mit den Autoherstellern aus, ob man Ecclestone loswerden könnte. Bei einem Rennen ließ er einen Teamchef dem PS-Zampano Ecclestone zutragen, dass die BayernLB einen Nachfolger für ihn suche. „Die Kriegsfahne“ wehte, sagt Gribkowsky.
  • 5/9/2014 1:56:30 PM   Tillmann Neuscheler
    Ecclestone verfolgt aufmerksam Gribkowskys Aussage, eine Dolmetscherin flüstert ihm die Übersetzung ins Ohr.
  • 5/9/2014 2:00:10 PM   Christoph Becker
    Wieder eine Pause im Münchner Strafjustizzentrum. Ab fünf nach Vier geht es weiter. In den letzten neunzig Minuten hat Gribkowsky erzählt, dass es erst nach Vertragsabschluss mit CVC im März 2006 konkret wurde im Hinblick auf das, was ihm Ecclestone schon im April 2005 versprochen haben soll, nämlich dass er sich um ihn kümmern werde. Erst beim Großen Preis von Bahrein im März 2006 habe er nachgefragt, was er zu erwarten habe, erzählt Gribkowsky. Ecclestone habe dann gefragt, ob ihm die Bayern-LB einen Bonus gezahlt habe. Habe sie nicht. Reaktion Ecclestone: "Verdammte Bank." Daraufhin habe der Ecclestone ihn gebeten: "Tell me a number." Woraufhin, so Gribkowsky, er 50 Millionen gefordert habe. "Ohne Vorbereitung, ohne Telefonate?", will Richter Noll wissen. Telefonate habe es schon gegeben, aber dabei sei es nicht immer um ihn gegangen, antwortet Gribkowsky. Wirklich überzeugt wirkt Richter Peter Noll von dieser Schilderung nicht. Schließlich hatte Gribkowsky schon im November 2005 eine Firma in Österreich gegründet, an die schließlich gezahlt wurde.
  • 5/9/2014 2:14:54 PM   Tillmann Neuscheler

    Ecclestones Verteidiger Sven Thomas (l) sieht seine Linie erhärtet: Der Zeuge habe bestätigt, „dass Druck ausgeübt wurde, der über das normale Maß hinausgeht“.




  • 5/9/2014 2:33:10 PM   Tillmann Neuscheler
    Der Vorsitzende Richter Peter Noll hält dem Zeugen Gribkowsky vor, er könne nicht konkret berichten, wie es zu der mutmaßlichen Bestechung gekommen sei: „Wenn Sie die Anbahnung nicht genauer benennen können, ist das für mich schwer nachzuvollziehen“, sagte Noll zu Gribkowsky. Auch die Frage, wofür genau er das Geld von Ecclestone erhalten habe, konnte Gribkowsky nicht beantworten: "Ich habe mir diese Frage nie gestellt. Darüber ärgere ich mich bis heute."

  • 5/9/2014 3:41:21 PM   Christoph Becker
    Ende des dritten Prozesstages nach über siebeneinhalb Stunden. Gribkowsky hat keinen guten Eindruck gemacht. Zwar belastet er Ecclestone im Laufe des Nachmittags schwer - so habe der ihm bereits 2004 zehn Millionen Dollar geboten, wenn Gribkowsky eine Klage zurückzieht. Warum aber das LKA, dem Gribkowsky davon erzählt haben will, keine Ermittlungen eingeleitet hat, bleibt offen. Schlimmer noch: An ein angebliches 80-Millionen-Dollar-Angebot von Ecclestone aus dem Jahr 2005 erinnert sich Gribkowsky erst, als ihm der Richter aus seiner Vernehmungsakte der Staatsanwaltschaft vorliest. Zu dem fallen ihm Details seines Umgangs mit Ecclestone häufig nicht ein. Sichtlich verärgert unterbricht Richter Peter Noll um 17:20 Uhr die Verhandlung. Am Dienstag wird der Prozess fortgesetzt. Dann wird Gribkowsky weiter aussagen.
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