DLD14
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DLD14

Die DLD-Konferenz ist das Gipfeltreffen der digitalen Wirtschaft. In den Tagen vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos treffen sich Gründer und Manager in München. Dieses Mal haben sich die Gründer von Tumblr und Whats App angekündigt, außerdem der Gründer von „Nest“, der Firma, mit der Google in Ihre Wohnung kommen will. Wir sind vor Ort und suchen die nächsten digitalen Trends für Sie.

Die Veranstalter bieten auch einen Livestream an: http://dld-conference.com/DLD14
  • .@michaelfertik demands a right to delete data about you. Uh, freedom and speech? #DLD14
  • 1/20/2014 8:28:57 AM   Patrick Bernau
    Shyam Sankar arbeitet für die Datenanalyse-Firma Palantir, die auch für Geheimdienste arbeitet. Hier erzählt er über seine Datenanalyse. Auf die Geheimdienste angesprochen, schweigt er. Moderatorin Esther Dyson sucht die richtigen Fragen, aber Sankar erzählt nur, wie gut Palantir die Daten beschütze und dass die Datenanalyse auch Hilfsorganisationen nach dem Taifun auf den Philippinen geholfen habe.
  • 1/20/2014 8:45:42 AM   Martin Gropp
    Jeremy Stoppelman von der Empfehlungsplattform Yelp sagt, dass es nicht möglich sei, eine Nutzergemeinde über Nacht aufzubauen. Er versucht es seit zehn Jahren und hat mit 100 Millionen Nutzern rund um die Welt durchaus einige zusammenbekommen.
  • 1/20/2014 9:00:10 AM   Martin Gropp
    Markus Braun von dem Zahlungsabwickler Wirecard AG prognostiziert, dass in fünf Jahren 80 Prozent der Zahlungen über das Mobiltelefon abgewickelt werden.
  • 1/20/2014 9:11:51 AM   Patrick Bernau
    Der Streit um Bitcoin

    Auf dem Gang getroffen: Barry Silbert, den Gründer der Aktien-Handelsplattform Second Market, über die Facebook-Aktien schon vor dem Börsengang gehandelt wurden. Er ist immer noch ganz begeistert von Bitcoins und glaubt immer noch an eine große Zukunft dieser Währung. Mögen auch die Kurse durch die Decke gehen und wieder abstürzen, mag auch langfristig eine Deflation eingebaut sein - eine Deflation würde ja nur bedeuten, dass der Wert der Währung steigt.

    Marcus Braun vom Zahlungsanbieter Wirecard dagegen hält Bitcoin nach wie vor für spekulativ und will es in nächster Zeit nicht unterstützen.
  • IBM's Manoj Saxena defines AI as "augmented intelligence" = Man with Machine ... #DLD14
  • 1/20/2014 9:33:29 AM   Martin Gropp
    Podium über Machine Learning und künstliche Intelligenz. Ben Medlock von Swiftkey will berührungsempfindliche Bildschirme schlauer machen: Das System soll im besten Falle am Ende genauso gut prognostizieren, was jemand schreiben will wie derjenige selbst.
  • 1/20/2014 9:38:26 AM   Patrick Bernau
    "Kognitive Maschinen" nennt IBM den Versuch, Computer Daten automatisch auswerten zu lassen, so dass sie mehr wissen, als es Menschen könnten. Zum Beispiel in der Krebsforschung. Alle fünf Jahre verdopple sich das medizinische Wissen, da könne der Computer zum Wegweiser werden, indem er das Krankheitsbild von Patienten mit medizinischen Studien vergleicht.

    Die nächsten Branchen: Versicherungen und Handel. Was da wohl analysiert wird?
  • 1/20/2014 10:14:08 AM   Patrick Bernau

    Handschriftliche Notizen auf bunten Zetteln. Auch das gibt's noch.

  • Während fast alle hier Wearables für "the hot new thing" halten stehen die drei GoogleGlas-Opfer primär zusammen in einer Ecke. #dld14
  • 1/20/2014 10:46:25 AM   Patrick Bernau
    Wenn es um unsere Daten geht, blicken die Teilnehmer hier in zwei ganz unterschiedliche Richtungen: Die einen schauen auf die Gefahren, die aus Datensammlungen entstehen. Die anderen blicken in eine glorreiche Zukunft, in der Daten unser Leben besser machen, Armut bekämpfen, Krankheiten auslöschen und uns reich machen.

    Die beiden Gruppen sind bisher noch nirgends in einen richtigen Dialog gekommen. Welchen Nutzen wollen wir haben, und welche Daten sind wir bereit dafür preiszugeben? Diese zwei Fragen werden bisher kaum gemeinsam diskutiert.
  • 1/20/2014 10:51:54 AM   Patrick Bernau
    Das Leben besser machen will heute zum Beispiel die Industrieländer-Organisation OECD. Sie hat hier die deutsche Version ihres "Better Life Index" vorgestellt. Darin trägt sie Daten über die Lebensqualität in vielen Ländern zusammen und schafft einen Wohlstandsindex, der das BIP ergänzen soll.
  • So what is a singer's worst possible audience? #DLD14 A whole bunch of German geeks with smart phones. http://pbs.twimg.com/media/BeasuiOIUAAEkSF.jpg

  • 1/20/2014 11:18:11 AM   Patrick Bernau

    Jan Koum hat WhatsApp gegründet, über das mehr als 400 Millionen Nutzer SMS austauschen. Das Unternehmen ist auch in die Kritik gekommen, weil es viele Daten aus den Handys ausliest. Jan Koum sagt: Er verlangt für seine App Geld von den Nutzern, damit er keine Daten an Werbekunden weitergeben muss.

    Über WhatsApp werden täglich 18 Millionen Nachrichten verschickt und 50 Millionen empfangen, sagt er. Das heißt: Jede Nachricht geht durchschnittlich an fast drei Empfänger.

    (Foto: DLD)

  • 1/20/2014 11:30:17 AM   Patrick Bernau

    Der Landwirtschaftskonzern Monsanto sammelt Daten aus den Traktoren von Bauern weltweit – und kann dann so den Bauern Tipps geben, wie sie aus ihren Feldern das meiste herausholen. Das ist ein Beispiel von Max Levchin. Er hat schon mehrere Startups gegründet (Paypal, Slide) und erzählt gerade Firmengründern, wie man mit Daten Geld verdient.

    Ein wichtiges Ziel: So viele Daten sammeln, dass kein einzelner Datenlieferant mehr weiß als man selbst – so wie Monsanto. Jeder einzelne Bauer liefert Daten über den Boden, aber nur Monsanto kann analysieren, wie man den Boden am besten bewirtschaftet. Und lässt sich bezahlen, indem es einen Anteil an den Mehrerträgen verlangt.

    Levchin kennt vier Gründe, aus denen Menschen Daten abgeben:
    1. Sie wollen Anerkennung von anderen (z.B. auf Facebook)
    2. Sie wollen ihre Identität stärken und sich selbst ausdrücken (z.B. mit Sport-Apps)
    3. Sie haben ein wirtschaftliches Bedürfnis (z.B. auf AirBnB, wo sie eine Übernachtung wollen)
    4. Wettbewerb (z.B. beim Quiz)

    Seine Vision, die manchen gruseln wird: Künftig sollen Firmen erraten, was ihre Kunden als nächstes machen. Taxis können zum Beispiel auf ihre Gäste warten, sobald die nach ihrem Treffen aus der Tür treten.

    (Foto: DLD)

  • 1/20/2014 11:32:50 AM   Martin Gropp
    Nun auf der Bühne: Nest-Gründer und wohl der neuste Google-Mitarbeiter Tony Fadell. Er hat erst in der vergangenen Woche sein Unternehmen für 3,1 Milliarden Dollar an Google verkauft.
  • 1/20/2014 11:33:56 AM   Martin Gropp
    Warum er sich entschieden hat, an Google zu verkaufen, begründet Fadell so: "Man muss realisieren, dass unsere Vision größer ist, als nur Rauchmelder anzubieten. Wir wollen die Welt verändern."
  • 1/20/2014 11:34:39 AM   Martin Gropp
    Um die Wohnungen der Menschen rund um die Welt zu verändern, brauche es eben eine gewisse Größe, die Google biete.
  • 1/20/2014 11:36:55 AM   Martin Gropp
    Nest wird Nest bleiben, sagt Fadell.
  • 1/20/2014 11:37:28 AM   Martin Gropp
    Aber im Hintergrund soll die Technik von Google wirken.
  • 1/20/2014 11:41:08 AM   Martin Gropp
    Tony Fadell zum mit dem Internet verbunden Haushalt: Wenn man das Schlagwort "Connected Home" höre, denke man an einen Knopf, der die Rollläden runter gehen lässt oder das Licht ausschaltet. Das soll nicht der Weg für Nest sein: Man müsse jedes Haushaltprodukt neu denken und Schritt für Schritt verändern.
  • 1/20/2014 11:44:01 AM   Martin Gropp
    Fadell zum Datenschutz: "Die Daten, die wir sammeln, sind nur für die Produkte gedacht, und um diese zu verbessern." Die Daten sollen nach seinen Worten in der Welt von Nest bleiben. Wenn sich das aber mal verändern sollte, würden die Nutzer darüber informiert und müssten einer anderen Nutzung zustimmen.
  • 1/20/2014 11:59:32 AM   Patrick Bernau
    Wikipedia-Gründer Jimmy Wales will die Möglichkeit schaffen, über die Handyrechnung Geld zu spenden: zehn Prozent vom Rechnungsbetrag. Dazu tritt er einem Unternehmen bei, das dieses Ziel sowieso hat. Das Geld soll nicht offiziell auf die Rechnung aufgeschlagen werden (aber dass die Handyunternehmen das Geld nicht in ihre Preise einrechnen, ist nicht garantiert).

    Wikipedia Zero: Zudem stellt Wales eine Initiative vor, nach der Menschen in Entwicklungsländern kostenlos Wikipedia auf dem Handy lesen dürfen - der Datentransport dafür ist gratis.
  • Trust is the concept in the digital world #dld14
  • 1/20/2014 1:18:48 PM   Martin Gropp
    Jetzt auf der Bühne: Cory Ondrejka vom sozialen Netzwerk Facebook.
  • 1/20/2014 1:22:31 PM   Martin Gropp
    Gerade hat Ondrejka noch einmal angesprochen, was die wichtigste Entwicklung bei Facebook in den vergangenen zwei Jahren war. Es gibt keine spezielle Entwicklungsabteilung mehr für das mobile Internet. Bei Facebook denken jezt alle "mobil". Ähnliches hatte schon der Deutschland-Chef des Netzwerks, Martin Ott, im Dezember auf FAZ.NET geschildert: www.faz.net
  • 1/20/2014 1:23:55 PM   Patrick Bernau

    Was ist Boulevard? Die amerikanische Webseite Upworthy textet Überschriften so gekonnt, dass sie für jeden Beitrag durchschnittlich 70.000 "Likes" bekommt. Die nächste Webseite bleibt unter 10.000. Das schafft sie auch, indem sie Geschichten positiv verpackt. Chef Eli Pariser argumentiert, dass da nur substanzielles populär verpackt werde. Journalismus sei besser, wenn er die Leute nicht mit dem Gefühl hinterlasse: Die Welt ist verdorben.

  • Der @derfreitag ist immer noch ein guter Weg um Geld zu verbrennen, sagt @Augstein #DLD14
  • Bitcoin is a technology, not a currency - Barry Silbert, Bitcoin Investment trust #DLD14
  • 1/20/2014 1:47:14 PM   Patrick Bernau
    Auch anderswo geht es heute um Daten. Die britische Gesundheitsbehörde NHS will Patientendaten der gesamten Bevölkerung sammeln. Versicherer und Pharmakonzerne können diese Daten dann kaufen.

    Neue Online-Datenbank: Patientendaten aller Briten werden verkauft

    Die britische Gesundheitsbehörde NHS will Patientendaten der gesamten Bevölkerung sammeln. Versicherer und Pharmakonzerne können diese...
  • 1/20/2014 1:54:55 PM   Patrick Bernau
    Und was hat Wikipedia-Gründer Jimmy Wales genau vor? Martin Gropp erklärt das ausführlicher:

    Jimmy Wales auf der DLD: Telefonieren und dabei Gutes tun

    Jimmy Wales, Gründer der Onlineenzyklopädie Wikipedia, engagiert sich bei einem Mobilfunkanbieter. Ein Teil der Erlöse soll an wohltätige...
  • "Media needs to be more than data driven, it needs to have a heart" @David_Spitz of @RebelMouse #DLD14 http://pbs.twimg.com/media/Bebc-m0IYAA2gic.jpg

  • Yes #DLD14 / Trial and error turns out to more successful than knowledge - it’s the intelligence of doing things / #nassimtaleb / @B_W_P
  • 1/20/2014 2:59:20 PM   Patrick Bernau

    Der Klimawandel ist noch schwieriger in den Griff zu bekommen als gedacht.
    Die New Yorker Verhaltensforscherin Jennifer Jacquet, die nachher auf die Bühne kommt, sieht ein großes Problem: Um Klimawandel zu verhindern, müssen Menschen heute auf Wohlstand verzichten. Der Nutzen davon kommt aber allen zugute - und zwar nicht mal heute, sondern erst in der nächsten Generation. In solchen Situationen kann man kaum noch auf den guten Willen der Menschen setzen, wie Jennifer Jacquet in Versuchen nachgewiesen hat.

    Was tun? Konkrete Antworten hat sie noch nicht. Einstweilen hat sie nur den Rat: Die Maßnahmen zuerst angehen, die direkt Nutzen bringen. Die Amerikaner sollten zum Beispiel ihre Häuser besser dämmen.

  • also on watchever, local rules. local stories for a local audience gives the platform a protective competitive edge. hail relevance! #DLD14
  • 1/20/2014 3:39:15 PM   Patrick Bernau
    David Karp hat die Blogseite Tumblr gegründet - und bewiesen: Analog bringt den Erfolg. Das ist zum Trend geworden.

    Tumblr-Gründer David Karp: Der analoge Startup-König

    David Karp hat eine der erfolgreichsten Internetfirmen gegründet. Dabei ist er gar kein Internet-Junkie. Er steht für einen neuen Trend.
  • 1/20/2014 4:01:12 PM   Martin Gropp
    Nun auf der Bühne: FAZ-Autor Evgeny Morozov.
  • 1/20/2014 4:02:07 PM   Martin Gropp
    Er sei kein Technik-Skeptiker, sagt Morozov zu Beginn. Er sei nur besorgt über die Richtung, in die der Technik-Sektor gerade gehe.
  • 1/20/2014 4:06:20 PM   Martin Gropp
    Man könne nicht alle Probleme mit einer App lösen, besonders keine kollektiven oder strukturellen Probleme, sagt Morozov.
  • 1/20/2014 4:07:34 PM   Martin Gropp
    Er argumentiert, dass es zum Beispiel nicht hilfreich sei, Daten über Terroristen im Jemen zu sammeln - und gleichzeitig nicht die strukturellen Gründe für den Terrorismus im Jemen anzugehen.
  • 1/20/2014 4:12:54 PM   Martin Gropp
    Unternehmen im Silicon Valley werden in Zukunft weiter in Gebiete vordringen, die nicht mehr ganz so wohlwollend gemeint sind wie bisher, sagt Morozov. Als Beispiel nennt er Finanzen und Versicherungen, weil amerikanische Internetunternehmen wie Google oder Apple schon bald die besten Daten haben würden, um zum Beispiel Autoversicherungen damit zu gestalten.
  • 1/20/2014 4:20:20 PM   Martin Gropp
    Was uns fehle, ist eine intellekttuelle Agenda, was nun angesichts der NSA-Enthüllungen zu tun sei, sagt Morozov.
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